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Produkt-Bild: Die klassische Welt: Eine Weltgeschichte von Homer bis Hadrian

Die klassische Welt: Eine Weltgeschichte von Homer bis Hadrian von Robin Lane Fox

Gebundene Ausgabe von Klett-Cotta
Angebote bei Amazon: ab EUR 29,00

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3608944672, Erscheinungsdatum: August 2010, Auflage: 3., Aufl.
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3 Kundenrezensionen:

Gesamtüberblick der klassischen Welt
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Lane Fox hat sich der Herausforderung gestellt eine Gesamtgeschichte der klassischen Welt zu schreiben, wobei er die Griechen und den Machtübergang zu den Römern kombiniert. Der behandelte Zeitraum verläuft vom 7. Jahrhundert vor Christus bis zum 2. Jahrhundert nach Christus. In jeweils einzelnen Kapiteln arbeitet er sich chronologisch nach vorne, wobei politische, kulturelle und soziale Aspekte beleuchtet werden.

Das Buch bildet eine gute Zusammenfassung dieser Epochen und ist bestens geeignet sein eigenes Wissen über diese Zeit aufzufrischen oder zu ergänzen. Leser, welche die griechische und römische Geschichte neu entdecken würde ich aber eher zu Büchern raten, welche die einzelnen Epochen eingrenzender behandeln, und erst in einem zweiten Schritt zu diesem Buch greifen.
Sehr gut lesbare Einführung
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich habe vor zwei Jahren angefangen, Latein zu lernen. Ich ahnte ja nicht, welche weitreichenden Auswirkungen das zur Folge hat! Es blieb nämlich nicht beim bloßen Spracherwerb, sondern plötzlich wurden mir auch Themen wichtig, die ich bisher eher vernachlässigt hatte. Zum Beispiel die griechische Mythologie, aber auch die griechische und römische Geschichte.
Für letzteres ist es schwer, geeignete Darstellungen zu finden, die umfassend, aber nicht trocken geschrieben sind. Zum Glück ist gerade ein Buch erschienen, das diese Kriterien erfüllt und bei mir zu einigen Aha-Erlebnissen geführt hat. Robin Lane Fox hat ein umfangreiches Werk vorgelegt, das sehr gut meine vorhandenen Wissenslücken geschlossen hat und dabei glänzend geschrieben ist.
Die griechische und die römische Zivilisation bilden die zwei Stränge dieses Buches, dessen Kapiteleinteilung so übersichtlich ist, dass man es nach dem Durchlesen auch als Nachschlagewerk nutzen kann.
Fox stellt die klassische Welt nicht nur dar, er erzählt von ihr, ausgehend von Hadrian, der die klassische Welt ausgiebig bereist hat. Fox versetzt sich in Hadrian hinein und beschreibt, wie dieser die Geschehnisse der 900 Jahre vor seiner Machtergreifung beurteilt hätte. Deshalb liest sich das Buch fast wie ein Roman. Statt lediglich die Ereignisse chronologisch aufzuzählen, konzentriert Fox sich auf die wechselnden Machtbeziehungen und darauf, wie diese durch Ereignisse einschneidend verändert werden und wie sich damit auch Bedeutung und Zusammenhang der Themen und Fragestellungen ändern.
Drei Themen und ihre durch die Zeiten unterschiedliche Bedeutungen ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch: Freiheit, Gerechtigkeit und Luxus. Alle drei Begriffe werden nicht nur in den griechischen und römischen Zivilisationen, sondern auch in modernen Zeiten immer wieder anders definiert. Aus den veränderten Konnotationen dieser Begriffe lässt sich viel über die Gesellschaftsstruktur der jeweiligen Zeit ablesen.
In diese Erzählstränge eingestreut sind Informationen über die Entwicklung von Kunst, Militärstrategien, Geschlechterverhältnissen, Sklaverei, Homosexualität, Religion und Philosophie.
Positiv anmerken möchte ich auch die (für mich immer sehr wichtige) Ausstattung des Buches: Gutes Papier, angenehmes Schriftbild, Lesebändchen, Fototafeln, Kartenmaterial und ein 90seitiger (!) Anhang, der es leicht macht, die Gesichtspunkte, die man besonders interessant findet, weiter zu vertiefen.
Ich kann das Buch also allen, die sich mit den geschichtlichen Grundlagen unserer Kultur beschäftigen möchten, nur empfehlen. Für diejenigen, die Latein und/oder Altgriechisch lernen, ist dieses Buch ein besonderer Gewinn.
Geschichte - meisterhaft präsentiert
5 Punkte 5 von 5 Punkten
"Eine Weltgeschichte von Homer bis Hadrian" kündigt der Verlag an. Ich habe das Buch gelesen und bin begeistert. Sicher werden Studenten sich mit den Massen von Fachwissen im Buch abschindern dürfen, wenn man aber diesen Druck des lernen müssens nicht im Nacken verspürt, dann ist dieses Buch eine spannende Lektüre und Spaziergang durch 1000 Jahre Geschichte zugleich.

Dieses Buch hat so ziemlich nichts lehrmeisterliches an sich. Es betrachtet sehr übersichtlich 1000 Jahre, porträtiert wichtige Gestalten der Geschichte und beschreibt den Alltag der einfachen Menschen, aber auch der gehobenen Gesellschaft.

Sehr gut wird die römische und die griechische Welt beschrieben. Mal geht es in ganz spezielle Themen wie Sklaverei und Religion, aber auch Militär und Kunst hinein und doch darf sich der Leser vertrauensvoll des gelehrten Autors anvertrauen, er behält den Überblick über das Ganze und verzettelt sich nirgends.

Dieses Buch kommt sehr sympathisch rüber. Dazu gehört das rote Lesebändchen, zahlreiche Fotos und Karten und der sehr umfangreiche Anhang, der Möglichkeiten zur weiteren Vertiefung einzelner behandelter Themen anbietet.

Wenn man Geschichte erzählerisch so gut präsentiert bekommt, macht es Spaß sich mit ihr zu beschäftigen. Warum lassen sich die Fachleute nur so selten zu solchen Büchern hinreißen ? Nehmen sie sich nicht die Zeit oder haben Sie sie nicht ?
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Alexander der Große: Eroberer der Welt

Alexander der Große: Eroberer der Welt von Robin Lane Fox

Taschenbuch von rororo
Angebote bei Amazon: ab EUR 13,00

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3499626411, Erscheinungsdatum: Mai 2010
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5 Kundenrezensionen:

Spannende Biographie
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Robin Lane Fox hat diese Biographie im Alter von 27 Jahren nach ausführlichen Quellenstudien und Reisen verfasst. Man merkt das immer wieder während des Lesens. Der Autor ist auch ein guter Erzähler, die Übersetzung aus dem Englischen ist - nicht selbstverständlich! - gut gelungen, also die besten Voraussetzungen, eine spannende Biographie hervorzubringen. Wenn noch ein paar Photos von den Stationen des Alexanderzuges eingebracht würden, wäre das Werk unschlagbar. Im Text wird mit Jahreszahlen gespart, so dass manchmal die Zeit aufgehoben scheint, und man muss in der Zeittafel nachsehen, wann welche Ereignisse stattgefunden und wie lange bestimmte Aktionen gedauert haben. Bei manchen Kapiteln ist offensichtlich, dass es zu vielen Lebensabschnitten wenig Fakten gibt und dass auch der Autor auf Spekulationen angewiesen ist; er lässt uns darüber nicht im Unklaren. Man muss sich jedoch immer vergegenwärtigen, dass von den angeblich 20 zeitgenössischen Überlieferungen keine einzige direkt auf uns gekommen ist. Robin Lane Foxens Werk verdient, ein zweites Mal gelesen zu werden.
Fesselnde Biografie, empfehlenswert
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Schon zu Lebzeiten war Alexander ein Mythos, denn er wusste sich als Götterspross in Szene zu setzen. Dabei waren bereits seine Zeitgenossen auf fremde Berichte angewiesen. Die jüngsten Quellen, auf die sich Historiker heute beziehen können, entstanden rund 250 Jahre nach Alexanders Tod - Zeit genug für weitere Verklärungen. Der britische Historiker Robin Lane Fox studierte 1500 Quellen und versuchte mit detektivischem Gespür, den Kern der damaligen Ereignisse aus dem Hintergrund der zahlreichen Mythen herauszuschälen. 25 Jahre nach der Erstausgabe 1973 überarbeitete Fox seine Alexander-Biografie grundlegend, indem er erneut die neuesten Forschungsergebnisse integrierte. Besessen von seinem Thema unternahm Fox ausgedehnte Reisen an die Schauplätze von Alexanders Wirken, um sich einen Eindruck von Landschaft, Leuten und Gebräuchen zu verschaffen. Last but not least stand er Oliver Stone für dessen Alexander-Verfilmung als Berater zur Verfügung. An dieser Begeisterung für den Helden dürfte es liegen, dass es dem Autor so hervorragend gelingt, uns Alexander lebensnah zu präsentieren. Wir meinen: ein packender Lesegenuss für alle, die Alexander nicht nur als großen Feldherrn und Führer, sondern auch als Menschen kennen lernen wollen.
Alexander ungeschminkt
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Geschichte ist ewtas ungemein Spannendes und Fesselndes und in keinem historischen Sachbuch, das ich bisher gelesen habe, kommt dies so klar zum Ausdruck, wie in diesem.
In einem 600-Seiten dicken Schmöcker (der sich jedoch besser und flüssiger lesen lässt als so manches Taschenbuch zu diesem Thema) beschreibt Robin Lane Fox das Leben, Kämpfen und Sterben von Alexander dem Großen. Dass er dabei sämtliche Quellenangaben in den Anhang verbannt hat, mag auf den echten Historiker befremdlich wirken, für einen Geschichtslaien wie mich war der Lesegenuss dadurch jedoch umso größer.
Lane Fox steht Alexander eindeutig positiv gegenüber, stellt ihn nicht als Tyrann oder größenwahnsinnigen Brutalo dar, verschweigt jedoch auch seine dunkle, widersprüchliche Seite nicht. Er versucht die Beweggründe und Motive der Taten des antiken Feldherrn verständlich zu machen, nicht jedoch sie zu entschuldigen. Der Autor lädt den Leser ein auf eine überraschende, spannende, manchmal erschreckende und oppulente Suche nach Alexander dem Großen, und man folgt ihm nur zu gerne, was, neben einer Fülle von Informationen zur makedonischen, griechischen und persischen Kultur, vorallem auch an dem unkomplizierten und famosen Erzählstil von Lane Fox liegt. Manche Kapitel waren so interessant und spannend, dass ich sie zweimal lesen musste, wie etwa der Tod Phillips, die Schlacht bei Gaugamela, die Ermordung des Kleitos oder die Verschwörung der königlichen Pagen.
Ich muss sagen, wenn man dieses Buch gelesen hat, versteht man auch den umstrittenen Film von Oliver Stone um ein vielfaches besser. Auch wenn ich nach wie vor nicht nachvollziehen kann, warum so wichtige Ereignisse, wie die Schlacht von Issos oder die Zerstörung von Persepolis darin nicht vorkommen.
In jedem Fall kann ich diese Biographie jedem wärmstens empfehlen, der sich für Alexander oder für Geschichte im Allgemeinen interessiert. Ein besseres Buch zu diesem Thema ist kaum zu finden.
Alexander als Achilles
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Lane Fox schrieb seine Alexander-Biographie in jungen Jahren (1973 erschienen) und erfuhr dafür viel Aufmerksamkeit, aber auch einige Kritik. Für die einen war das Buch eine der besten historischen Biographien, für die anderen nicht viel mehr als ein romantisch verklärtes Bild. Tatsächlich sieht Lane Fox Alexander als einen "zweiten Achilles" - eben genau so, wie Alexander sich wohl selbst sah. Lane Fox bot eine Rekonstruktion der Figur des großen Makedonenkönigs als homerischen Heros - und das gelang ihm ausgesprochen gut.
Man mag einiges kritisieren: weder werden strukturgeschichtliche Fragen tiefergehend erörtert (wie etwa der Aspekt von Alexanders Vergöttlichung, sein Verhältnis zur indigenen Bevölkerung oder die Logistik seiner Feldzüge), doch war es ja auch nicht die Absicht des Autors, dies zu tun (dem daran interessierten Leser sei unter anderem Joseph Roisman (Hg.): Brill's companion to Alexander the Great, Leiden 2003 und Hans-Ulrich Wiemer: Alexander der Große, München 2005, ans Herz gelegt).
Lane Fox wollte ein Panorama des Mannes entwerfen, der auch noch in der Moderne verehrt (Droysen, Tarn oder auch Hammond) oder eher abgelehnt wird (Worthington, Bosworth, ähnlich Peter Green und Ernst Badian). Das ist ihm eindrucksvoll gelungen. Seine Darstellung ist sehr flüssig geschrieben, teils sogar ausgesprochen spannend, und dabei doch, bei aller Zuneigung, die er zweifellos für Alexander empfindet, kein reines Loblied, sondern eine historisch funiderte Lebensbeschreibung des Mannes, der aus Makedonien auszog, ein Weltreich zu erobern und der damit den Griechen das Tor zur Welt öffnete: Auch wenn bereits vorher die Griechen im Osten wirkten, erst der Alexanderzug ebnete den Weg für die Hellenisierung des Orients und damit für das Römische Reich, welches daran anknüpfte, und das Christentum, welches sich nach Paulus Aspekte der griechischen Philosophie bediente.
Aufgrund der ambivalenten Quellenlage bezüglich Alexanders ist das Problem, das sich jedem Biographen dieses Mannes stellt, beträchtlich: nicht so sehr die Ereignisse, vielmehr ihre Interpretation ist eine höchst subjektive Angelegenheit. Daher muss man die Darstellung von Lane Fox nicht unbedingt teilen, sie ist aber kaum weniger treffend als diverse andere Versuche, das Wesen des Makedonen einzufangen - jede Generation schafft sich wohl ihren eigenen Alexander und das vorliegende Buch ist dabei durchaus überzeugend.
Kritisieren möchte ich an dieser höchst geschmackvoll gestalteten Neuausgabe (an der mir auch das interessante Nachwort von Wolfgang Will gefiel; Klett-Cotta mausert sich langsam zu einem interessanten Anbieter für antiken Geschichte: siehe auch "Die Römische Revolution" von Syme, "Hannibal" von Barceló und "Sparta" von Welwei) nur wenig: der Anmerkungsapparat ist etwas umständlich gestaltet (man wollte wohl wieder auf "abschreckende" Fußnoten verzichten...), ein paar Abbildungen mehr hätten nicht geschadet, ebenso wünschte ich mir, dass manche Ergebnisse der modernen Forschung stärker mit eingeflossen wären - sei`s drum, die Biographie von Lane Fox ist hervorragend geschrieben und recherchiert und ein Beispiel für lebendige Geschichtsschreibung - dies kann man leider nicht von vielen modernen Geschichtswerken sagen.
Unglaublich
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Dies ist mein erstes Buch über Alexander, das ich gelesen habe. In Sachen Geschichte bin ich ein Laie. Aber meine Lektüre wurde immer wieder unterbrochen von meinem Satz: "Unglaublich, einfach unglaublich, was der alles getan/erobert/bereist hat." Ein lohnendes Buch für "Alexander-Einsteiger". Manchmal geraten die Daten und die Ortschaften durcheinander (eine Karte hilft zum Glück), aber für den Feierabendleser ist dies halb so schlimm.
Ich habe dieses Buch sehr genossen.
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Alexander der Große. Eroberer der Welt

Alexander der Große. Eroberer der Welt von Robin Lane Fox

Gebundene Ausgabe von Klett-Cotta
Angebote bei Amazon: ab EUR 14,62

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3608940782, Erscheinungsdatum: 2005, Auflage: 4., Aufl.
Zoom ± Produkt-Bild: Alexander der Große. Eroberer der Welt

5 Kundenrezensionen:

Spannende Biographie
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Robin Lane Fox hat diese Biographie im Alter von 27 Jahren nach ausführlichen Quellenstudien und Reisen verfasst. Man merkt das immer wieder während des Lesens. Der Autor ist auch ein guter Erzähler, die Übersetzung aus dem Englischen ist - nicht selbstverständlich! - gut gelungen, also die besten Voraussetzungen, eine spannende Biographie hervorzubringen. Wenn noch ein paar Photos von den Stationen des Alexanderzuges eingebracht würden, wäre das Werk unschlagbar. Im Text wird mit Jahreszahlen gespart, so dass manchmal die Zeit aufgehoben scheint, und man muss in der Zeittafel nachsehen, wann welche Ereignisse stattgefunden und wie lange bestimmte Aktionen gedauert haben. Bei manchen Kapiteln ist offensichtlich, dass es zu vielen Lebensabschnitten wenig Fakten gibt und dass auch der Autor auf Spekulationen angewiesen ist; er lässt uns darüber nicht im Unklaren. Man muss sich jedoch immer vergegenwärtigen, dass von den angeblich 20 zeitgenössischen Überlieferungen keine einzige direkt auf uns gekommen ist. Robin Lane Foxens Werk verdient, ein zweites Mal gelesen zu werden.
Fesselnde Biografie, empfehlenswert
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Schon zu Lebzeiten war Alexander ein Mythos, denn er wusste sich als Götterspross in Szene zu setzen. Dabei waren bereits seine Zeitgenossen auf fremde Berichte angewiesen. Die jüngsten Quellen, auf die sich Historiker heute beziehen können, entstanden rund 250 Jahre nach Alexanders Tod - Zeit genug für weitere Verklärungen. Der britische Historiker Robin Lane Fox studierte 1500 Quellen und versuchte mit detektivischem Gespür, den Kern der damaligen Ereignisse aus dem Hintergrund der zahlreichen Mythen herauszuschälen. 25 Jahre nach der Erstausgabe 1973 überarbeitete Fox seine Alexander-Biografie grundlegend, indem er erneut die neuesten Forschungsergebnisse integrierte. Besessen von seinem Thema unternahm Fox ausgedehnte Reisen an die Schauplätze von Alexanders Wirken, um sich einen Eindruck von Landschaft, Leuten und Gebräuchen zu verschaffen. Last but not least stand er Oliver Stone für dessen Alexander-Verfilmung als Berater zur Verfügung. An dieser Begeisterung für den Helden dürfte es liegen, dass es dem Autor so hervorragend gelingt, uns Alexander lebensnah zu präsentieren. Wir meinen: ein packender Lesegenuss für alle, die Alexander nicht nur als großen Feldherrn und Führer, sondern auch als Menschen kennen lernen wollen.
Alexander ungeschminkt
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Geschichte ist ewtas ungemein Spannendes und Fesselndes und in keinem historischen Sachbuch, das ich bisher gelesen habe, kommt dies so klar zum Ausdruck, wie in diesem.
In einem 600-Seiten dicken Schmöcker (der sich jedoch besser und flüssiger lesen lässt als so manches Taschenbuch zu diesem Thema) beschreibt Robin Lane Fox das Leben, Kämpfen und Sterben von Alexander dem Großen. Dass er dabei sämtliche Quellenangaben in den Anhang verbannt hat, mag auf den echten Historiker befremdlich wirken, für einen Geschichtslaien wie mich war der Lesegenuss dadurch jedoch umso größer.
Lane Fox steht Alexander eindeutig positiv gegenüber, stellt ihn nicht als Tyrann oder größenwahnsinnigen Brutalo dar, verschweigt jedoch auch seine dunkle, widersprüchliche Seite nicht. Er versucht die Beweggründe und Motive der Taten des antiken Feldherrn verständlich zu machen, nicht jedoch sie zu entschuldigen. Der Autor lädt den Leser ein auf eine überraschende, spannende, manchmal erschreckende und oppulente Suche nach Alexander dem Großen, und man folgt ihm nur zu gerne, was, neben einer Fülle von Informationen zur makedonischen, griechischen und persischen Kultur, vorallem auch an dem unkomplizierten und famosen Erzählstil von Lane Fox liegt. Manche Kapitel waren so interessant und spannend, dass ich sie zweimal lesen musste, wie etwa der Tod Phillips, die Schlacht bei Gaugamela, die Ermordung des Kleitos oder die Verschwörung der königlichen Pagen.
Ich muss sagen, wenn man dieses Buch gelesen hat, versteht man auch den umstrittenen Film von Oliver Stone um ein vielfaches besser. Auch wenn ich nach wie vor nicht nachvollziehen kann, warum so wichtige Ereignisse, wie die Schlacht von Issos oder die Zerstörung von Persepolis darin nicht vorkommen.
In jedem Fall kann ich diese Biographie jedem wärmstens empfehlen, der sich für Alexander oder für Geschichte im Allgemeinen interessiert. Ein besseres Buch zu diesem Thema ist kaum zu finden.
Alexander als Achilles
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Lane Fox schrieb seine Alexander-Biographie in jungen Jahren (1973 erschienen) und erfuhr dafür viel Aufmerksamkeit, aber auch einige Kritik. Für die einen war das Buch eine der besten historischen Biographien, für die anderen nicht viel mehr als ein romantisch verklärtes Bild. Tatsächlich sieht Lane Fox Alexander als einen "zweiten Achilles" - eben genau so, wie Alexander sich wohl selbst sah. Lane Fox bot eine Rekonstruktion der Figur des großen Makedonenkönigs als homerischen Heros - und das gelang ihm ausgesprochen gut.
Man mag einiges kritisieren: weder werden strukturgeschichtliche Fragen tiefergehend erörtert (wie etwa der Aspekt von Alexanders Vergöttlichung, sein Verhältnis zur indigenen Bevölkerung oder die Logistik seiner Feldzüge), doch war es ja auch nicht die Absicht des Autors, dies zu tun (dem daran interessierten Leser sei unter anderem Joseph Roisman (Hg.): Brill's companion to Alexander the Great, Leiden 2003 und Hans-Ulrich Wiemer: Alexander der Große, München 2005, ans Herz gelegt).
Lane Fox wollte ein Panorama des Mannes entwerfen, der auch noch in der Moderne verehrt (Droysen, Tarn oder auch Hammond) oder eher abgelehnt wird (Worthington, Bosworth, ähnlich Peter Green und Ernst Badian). Das ist ihm eindrucksvoll gelungen. Seine Darstellung ist sehr flüssig geschrieben, teils sogar ausgesprochen spannend, und dabei doch, bei aller Zuneigung, die er zweifellos für Alexander empfindet, kein reines Loblied, sondern eine historisch funiderte Lebensbeschreibung des Mannes, der aus Makedonien auszog, ein Weltreich zu erobern und der damit den Griechen das Tor zur Welt öffnete: Auch wenn bereits vorher die Griechen im Osten wirkten, erst der Alexanderzug ebnete den Weg für die Hellenisierung des Orients und damit für das Römische Reich, welches daran anknüpfte, und das Christentum, welches sich nach Paulus Aspekte der griechischen Philosophie bediente.
Aufgrund der ambivalenten Quellenlage bezüglich Alexanders ist das Problem, das sich jedem Biographen dieses Mannes stellt, beträchtlich: nicht so sehr die Ereignisse, vielmehr ihre Interpretation ist eine höchst subjektive Angelegenheit. Daher muss man die Darstellung von Lane Fox nicht unbedingt teilen, sie ist aber kaum weniger treffend als diverse andere Versuche, das Wesen des Makedonen einzufangen - jede Generation schafft sich wohl ihren eigenen Alexander und das vorliegende Buch ist dabei durchaus überzeugend.
Kritisieren möchte ich an dieser höchst geschmackvoll gestalteten Neuausgabe (an der mir auch das interessante Nachwort von Wolfgang Will gefiel; Klett-Cotta mausert sich langsam zu einem interessanten Anbieter für antiken Geschichte: siehe auch "Die Römische Revolution" von Syme, "Hannibal" von Barceló und "Sparta" von Welwei) nur wenig: der Anmerkungsapparat ist etwas umständlich gestaltet (man wollte wohl wieder auf "abschreckende" Fußnoten verzichten...), ein paar Abbildungen mehr hätten nicht geschadet, ebenso wünschte ich mir, dass manche Ergebnisse der modernen Forschung stärker mit eingeflossen wären - sei`s drum, die Biographie von Lane Fox ist hervorragend geschrieben und recherchiert und ein Beispiel für lebendige Geschichtsschreibung - dies kann man leider nicht von vielen modernen Geschichtswerken sagen.
Unglaublich
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Dies ist mein erstes Buch über Alexander, das ich gelesen habe. In Sachen Geschichte bin ich ein Laie. Aber meine Lektüre wurde immer wieder unterbrochen von meinem Satz: "Unglaublich, einfach unglaublich, was der alles getan/erobert/bereist hat." Ein lohnendes Buch für "Alexander-Einsteiger". Manchmal geraten die Daten und die Ortschaften durcheinander (eine Karte hilft zum Glück), aber für den Feierabendleser ist dies halb so schlimm.
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Produkt-Bild: Die Geheimnisse der Bibel richtig entschlüsselt. Legende und Wahrheit in der Bibel

Die Geheimnisse der Bibel richtig entschlüsselt. Legende und Wahrheit in der Bibel von Robin Lane Fox, Robin Lane Fox

Gebundene Ausgabe von Bechtermünz
Angebote bei Amazon: ab EUR 14,87

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3828948561, Erscheinungsdatum: 2000
Zoom ± Produkt-Bild: Die Geheimnisse der Bibel richtig entschlüsselt. Legende und Wahrheit in der Bibel

2 Kundenrezensionen:

Langes Werk aus fundiertem Wissen
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Robin Laine Fox zeigt am Anfang seines 600 Seiten langen Buches von 1991, wie absurd die Inhalte der Bibel sind, wenn man sie wörtlich nimmt: Nicht nur, dass es z.B. zwei widersprüchliche Schöpfungsgeschichten und zwei Versionen von Jesu Geburt gebe, die Inhalte würden auch den historischen Fakten diametral widersprechen. Daneben gebe es noch die allegorische Deutung der Bibel, wonach die wahren Aussagen etwa in Symbolen oder Gleichnissen verborgen seien. Historiker Fox begibt sich nun auf die Suche nach Botschaften, die in der Art und Weise verborgen sind, wie das Werk entstanden ist, wie deren Autoren versuchten die Herkunft der Texte zu verschleiern usw.

Das Buch ist ein reichhaltiges Werk aus einem unglaublichen Wissensschatz, mit dem überaus sorgfältig argumentiert wird. Darin und in der wunderbar flüssigen Sprache liegt seine Qualität. Zwischendurch hat es aber auch die bei Historikern wohl unvermeidlichen Längen. Mich hat das Ausmaß überrascht, in dem die Bibel offenbar von Autoren, Lektoren, Übersetzern und Herausgebern im Sinne von jeweiligem Zeitgeist und Interessen zusammengeschustert worden ist. Fox kommt zu dem naheliegenden Schluss, dass die Bibel zwar nicht Gotteswerk, aber ein wertvolles kulturhistorisches Dokument sei, das uns vor allem zeige, woran die Menschen in der Antike geglaubt hätten.

Wo der Philosoph Michel Onfray in seinem aktuellen Werk "Wir brauchen keinen Gott" übers Ziel hinausschießt, vermeidet es Fox, ebenfalls Atheist, zu sehr Position zu beziehen und seine anfänglichen Argumente weiter zu verfolgen: Wenn die Bibel allegorisch zu deuten ist, gibt es ohne Zweifel eine beliebig große Anzahl möglicher Interpretationen. Dann entscheidet u.a. die Intelligenz des Lesers über den richtigen Glauben. Ist das im Sinne des möglichen Erfinders? Und wenn es nichts gibt, woran man sich festhalten kann, ist die Bibel nicht falsifizierbar. Sie soll es auch gar nicht sein, werden nun die Klugen unter den Gläubigen sagen, denn sonst wäre es kein Glaube mehr, sondern Wissen. Richtig, aber mit dieser Argumentation könnte man einen alles glauben machen. Wenn Religion die Menschen besser macht, ist nichts gegen sie einzuwenden, aber sie ist dazu nicht notwendig. Dass Religion den Menschen klüger macht, wage ich indes zu bezweifeln.

Fox Buch ist auf jeden Fall eine wunderbare Grundlage für fundierte Diskussionen über ein Thema, das die Menschheit wohl noch lange beschäftigen wird.
Empfehlenswert
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Robin Lane Fox bewegt sich durchweg auf dem Boden der Seriosität, schreckt aber auch vor gewagten Thesen nicht zurück. Unreflektierte Behauptungen über die Bibel und das frühe Christentum werden dagegen nicht aufgestellt, wie man sie oft von sensationsheischenden Autoren zu lesen bekommt.

Großes Manko dieses Buches ist seine Unübersichtlichkeit, die es schwer macht, darin nachzuschlagen. Andererseits beabsichtigt der Verfasser auch nicht, eine systematische Übersicht der Bibelkunde zu geben. Es handelt sich vielmehr um eine Einführung für Laien. Die Ergebnisse der historisch-kritischen Forschungen werden anhand einiger eingängiger Beispiele dargelegt, vermischt mit eher persönlichen Betrachtungen des Verfassers über seine Arbeit.

Der reißerische Titel sollte Interessierte nicht abschrecken, den hat der Verlag verbrochen.
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Im Anfang war das Wort

Im Anfang war das Wort von Robin Lane Fox, Robin Lane Fox

Gebundene Ausgabe von Bertelsmann, München
Angebote bei Amazon: ab EUR 12,00

ISBN: 3570063402, Erscheinungsdatum: 1995
Zoom ± Produkt-Bild: Im Anfang war das Wort
Produkt-Bild: Alexander der Grosse

Alexander der Grosse von Robin Lane Fox

Unbekannter Einband von Claassen Verlag
Angebote bei Amazon: ab EUR 6,00

ISBN: , Erscheinungsdatum: Januar 1974
Zoom ± Produkt-Bild: Alexander der Grosse
Produkt-Bild: Alexander der Grosse : Eroberer d. Welt.

Alexander der Grosse : Eroberer d. Welt. von Robin Lane Fox

Broschiert von München : Heyne,
Angebote bei Amazon: ab EUR 1,08

ISBN: 3453550412, Erscheinungsdatum: Januar 1977
Zoom ± Produkt-Bild: Alexander der Grosse : Eroberer d. Welt.
Produkt-Bild: Alexander der Große. Biographie

Alexander der Große. Biographie von Robin Lane Fox

Gebundene Ausgabe von Claassen-Verlag
Angebote bei Amazon: ab EUR 4,49

ISBN: 3546429109, Erscheinungsdatum: Mai 1987
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Produkt-Bild: Alexander der Große. Eroberer der Welt.

Alexander der Große. Eroberer der Welt. von Robin Lane Fox

Broschiert von Heyne Verlag
Angebote bei Amazon: ab EUR 1,10

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3453550412, Erscheinungsdatum: Januar 1994
Zoom ± Produkt-Bild: Alexander der Große. Eroberer der Welt.

5 Kundenrezensionen:

Spannende Biographie
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Robin Lane Fox hat diese Biographie im Alter von 27 Jahren nach ausführlichen Quellenstudien und Reisen verfasst. Man merkt das immer wieder während des Lesens. Der Autor ist auch ein guter Erzähler, die Übersetzung aus dem Englischen ist - nicht selbstverständlich! - gut gelungen, also die besten Voraussetzungen, eine spannende Biographie hervorzubringen. Wenn noch ein paar Photos von den Stationen des Alexanderzuges eingebracht würden, wäre das Werk unschlagbar. Im Text wird mit Jahreszahlen gespart, so dass manchmal die Zeit aufgehoben scheint, und man muss in der Zeittafel nachsehen, wann welche Ereignisse stattgefunden und wie lange bestimmte Aktionen gedauert haben. Bei manchen Kapiteln ist offensichtlich, dass es zu vielen Lebensabschnitten wenig Fakten gibt und dass auch der Autor auf Spekulationen angewiesen ist; er lässt uns darüber nicht im Unklaren. Man muss sich jedoch immer vergegenwärtigen, dass von den angeblich 20 zeitgenössischen Überlieferungen keine einzige direkt auf uns gekommen ist. Robin Lane Foxens Werk verdient, ein zweites Mal gelesen zu werden.
Fesselnde Biografie, empfehlenswert
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Schon zu Lebzeiten war Alexander ein Mythos, denn er wusste sich als Götterspross in Szene zu setzen. Dabei waren bereits seine Zeitgenossen auf fremde Berichte angewiesen. Die jüngsten Quellen, auf die sich Historiker heute beziehen können, entstanden rund 250 Jahre nach Alexanders Tod - Zeit genug für weitere Verklärungen. Der britische Historiker Robin Lane Fox studierte 1500 Quellen und versuchte mit detektivischem Gespür, den Kern der damaligen Ereignisse aus dem Hintergrund der zahlreichen Mythen herauszuschälen. 25 Jahre nach der Erstausgabe 1973 überarbeitete Fox seine Alexander-Biografie grundlegend, indem er erneut die neuesten Forschungsergebnisse integrierte. Besessen von seinem Thema unternahm Fox ausgedehnte Reisen an die Schauplätze von Alexanders Wirken, um sich einen Eindruck von Landschaft, Leuten und Gebräuchen zu verschaffen. Last but not least stand er Oliver Stone für dessen Alexander-Verfilmung als Berater zur Verfügung. An dieser Begeisterung für den Helden dürfte es liegen, dass es dem Autor so hervorragend gelingt, uns Alexander lebensnah zu präsentieren. Wir meinen: ein packender Lesegenuss für alle, die Alexander nicht nur als großen Feldherrn und Führer, sondern auch als Menschen kennen lernen wollen.
Alexander ungeschminkt
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Geschichte ist ewtas ungemein Spannendes und Fesselndes und in keinem historischen Sachbuch, das ich bisher gelesen habe, kommt dies so klar zum Ausdruck, wie in diesem.
In einem 600-Seiten dicken Schmöcker (der sich jedoch besser und flüssiger lesen lässt als so manches Taschenbuch zu diesem Thema) beschreibt Robin Lane Fox das Leben, Kämpfen und Sterben von Alexander dem Großen. Dass er dabei sämtliche Quellenangaben in den Anhang verbannt hat, mag auf den echten Historiker befremdlich wirken, für einen Geschichtslaien wie mich war der Lesegenuss dadurch jedoch umso größer.
Lane Fox steht Alexander eindeutig positiv gegenüber, stellt ihn nicht als Tyrann oder größenwahnsinnigen Brutalo dar, verschweigt jedoch auch seine dunkle, widersprüchliche Seite nicht. Er versucht die Beweggründe und Motive der Taten des antiken Feldherrn verständlich zu machen, nicht jedoch sie zu entschuldigen. Der Autor lädt den Leser ein auf eine überraschende, spannende, manchmal erschreckende und oppulente Suche nach Alexander dem Großen, und man folgt ihm nur zu gerne, was, neben einer Fülle von Informationen zur makedonischen, griechischen und persischen Kultur, vorallem auch an dem unkomplizierten und famosen Erzählstil von Lane Fox liegt. Manche Kapitel waren so interessant und spannend, dass ich sie zweimal lesen musste, wie etwa der Tod Phillips, die Schlacht bei Gaugamela, die Ermordung des Kleitos oder die Verschwörung der königlichen Pagen.
Ich muss sagen, wenn man dieses Buch gelesen hat, versteht man auch den umstrittenen Film von Oliver Stone um ein vielfaches besser. Auch wenn ich nach wie vor nicht nachvollziehen kann, warum so wichtige Ereignisse, wie die Schlacht von Issos oder die Zerstörung von Persepolis darin nicht vorkommen.
In jedem Fall kann ich diese Biographie jedem wärmstens empfehlen, der sich für Alexander oder für Geschichte im Allgemeinen interessiert. Ein besseres Buch zu diesem Thema ist kaum zu finden.
Alexander als Achilles
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Lane Fox schrieb seine Alexander-Biographie in jungen Jahren (1973 erschienen) und erfuhr dafür viel Aufmerksamkeit, aber auch einige Kritik. Für die einen war das Buch eine der besten historischen Biographien, für die anderen nicht viel mehr als ein romantisch verklärtes Bild. Tatsächlich sieht Lane Fox Alexander als einen "zweiten Achilles" - eben genau so, wie Alexander sich wohl selbst sah. Lane Fox bot eine Rekonstruktion der Figur des großen Makedonenkönigs als homerischen Heros - und das gelang ihm ausgesprochen gut.
Man mag einiges kritisieren: weder werden strukturgeschichtliche Fragen tiefergehend erörtert (wie etwa der Aspekt von Alexanders Vergöttlichung, sein Verhältnis zur indigenen Bevölkerung oder die Logistik seiner Feldzüge), doch war es ja auch nicht die Absicht des Autors, dies zu tun (dem daran interessierten Leser sei unter anderem Joseph Roisman (Hg.): Brill's companion to Alexander the Great, Leiden 2003 und Hans-Ulrich Wiemer: Alexander der Große, München 2005, ans Herz gelegt).
Lane Fox wollte ein Panorama des Mannes entwerfen, der auch noch in der Moderne verehrt (Droysen, Tarn oder auch Hammond) oder eher abgelehnt wird (Worthington, Bosworth, ähnlich Peter Green und Ernst Badian). Das ist ihm eindrucksvoll gelungen. Seine Darstellung ist sehr flüssig geschrieben, teils sogar ausgesprochen spannend, und dabei doch, bei aller Zuneigung, die er zweifellos für Alexander empfindet, kein reines Loblied, sondern eine historisch funiderte Lebensbeschreibung des Mannes, der aus Makedonien auszog, ein Weltreich zu erobern und der damit den Griechen das Tor zur Welt öffnete: Auch wenn bereits vorher die Griechen im Osten wirkten, erst der Alexanderzug ebnete den Weg für die Hellenisierung des Orients und damit für das Römische Reich, welches daran anknüpfte, und das Christentum, welches sich nach Paulus Aspekte der griechischen Philosophie bediente.
Aufgrund der ambivalenten Quellenlage bezüglich Alexanders ist das Problem, das sich jedem Biographen dieses Mannes stellt, beträchtlich: nicht so sehr die Ereignisse, vielmehr ihre Interpretation ist eine höchst subjektive Angelegenheit. Daher muss man die Darstellung von Lane Fox nicht unbedingt teilen, sie ist aber kaum weniger treffend als diverse andere Versuche, das Wesen des Makedonen einzufangen - jede Generation schafft sich wohl ihren eigenen Alexander und das vorliegende Buch ist dabei durchaus überzeugend.
Kritisieren möchte ich an dieser höchst geschmackvoll gestalteten Neuausgabe (an der mir auch das interessante Nachwort von Wolfgang Will gefiel; Klett-Cotta mausert sich langsam zu einem interessanten Anbieter für antiken Geschichte: siehe auch "Die Römische Revolution" von Syme, "Hannibal" von Barceló und "Sparta" von Welwei) nur wenig: der Anmerkungsapparat ist etwas umständlich gestaltet (man wollte wohl wieder auf "abschreckende" Fußnoten verzichten...), ein paar Abbildungen mehr hätten nicht geschadet, ebenso wünschte ich mir, dass manche Ergebnisse der modernen Forschung stärker mit eingeflossen wären - sei`s drum, die Biographie von Lane Fox ist hervorragend geschrieben und recherchiert und ein Beispiel für lebendige Geschichtsschreibung - dies kann man leider nicht von vielen modernen Geschichtswerken sagen.
Unglaublich
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Dies ist mein erstes Buch über Alexander, das ich gelesen habe. In Sachen Geschichte bin ich ein Laie. Aber meine Lektüre wurde immer wieder unterbrochen von meinem Satz: "Unglaublich, einfach unglaublich, was der alles getan/erobert/bereist hat." Ein lohnendes Buch für "Alexander-Einsteiger". Manchmal geraten die Daten und die Ortschaften durcheinander (eine Karte hilft zum Glück), aber für den Feierabendleser ist dies halb so schlimm.
Ich habe dieses Buch sehr genossen.
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Produkt-Bild: Alexander der Grosse : e. Biographie.

Alexander der Grosse : e. Biographie. von Robin Lane Fox

Gebundene Ausgabe von Stuttgart, Hamburg, München : Dt. Bücherbund,
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ISBN: , Erscheinungsdatum: 1977
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