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Im Keller von Jan Philipp ReemtsmaTaschenbuch von rororoISBN: 3499222213, Erscheinungsdatum: Oktober 1998, Auflage: 5 Produktgruppe Bücher |
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ProduktbeschreibungIm Keller.Aus der Amazon.de-RedaktionEs ist mittlerweile einige Zeit her, daß Jan Philipp Reemtsma entführt und erpreßt wurde. Bis zur Geldübergabe von DM 30 Millionen befand er sich 33 Tage in den Händen seiner Entführer -- gefangen in einem Kellerloch. Nun hat er ein Buch über diese Zeit geschrieben. Als Vorgeschmack sind Auszüge aus diesem Bericht in einer dreiteiligen Spiegel-Serie erschienen und diese Passagen waren beeindruckend. Der jetzt erschienene schmale Band beschreibt auf eine so noch nicht gelesene Art und Weise sein Leben im und nach dem Keller. Zunächst schildert Reemtsma den äußeren Ablauf der Entführung. Wie er brutal vor seinem Haus in Hamburg, Blankenese, niedergeschlagen und in einem Auto verschleppt wurde. Die Rolle seiner Frau, als sie die Polizei hinzuzog und das schwierige Verhandeln mit den Entführern selbst. Es ist die Perspektive von außen, wie sie später in den Medien nachgelesen werden konnte. Der zweite Teil des Buches berichtet über Reemtsmas Aufenthalt im Keller. Um die notwendige Distanz zu wahren, schreibt er von sich in der dritten Person. "Er" im Keller hat mit der Person, die er vorher war und nachher ist, nicht das geringste zu tun. Reemstma schildert seinen erzwungenen Aufenthalt, der eine absolute Extremsituation war, mit einer gedanklichen und sprachlichen Präzision, wie man sie in Büchern selten findet. Mit aller Kraft versucht er die immer wieder aufsteigende Panik in Schach zu halten. In seinem Leben als Wissenschaftler hat er sich theoretisch mit Traumen und den Folgen von Folter beschäftigt. Die erlebte Todesangst im Keller, das hilflose Ausgeliefertsein an Entführer, die er nicht einschätzen kann, ist etwas völlig anderes und mit nichts zu vergleichen. Sein Leben wird von anderen Menschen auf sein Geld reduziert: "It's just a business" -- nichts weiter. Es geht ihm nicht um Mitleid oder Lamentieren. Es geht darum, daß durch diesen Eingriff von außen der innerste Kern der Persönlichkeit eines Menschen angetastet wurde, und auf irreparable Weise verletzt bleibt. Auch als er viel später der Polizei dabei behilflich ist, den Keller, in dem er gefangengehalten wurde, zu identifizieren, stellt sich das erhoffte Erleichtertsein nicht ein. Der Keller ist aus seinem Leben nicht mehr wegzudenken -- nicht einmal mit der größtmöglichen Anstrengung. Reemtsma zieht ein niederschmetterndes Resümee: Das Gefühl, um das ich mich hier bemüht habe, ist kaum anders auf den Punkt zu bringen: Alles ist, wie es war, nur paßt es mit mir nicht mehr zusammen. Als trüge ich eine Brille, die alles einen halben Zentimeter nach links oder rechts verschiebt. Am Ende seiner Aufzeichnungen steht die verzweifelte Erkenntnis, daß alles was wichtig ist, in der Welt ist, "und ich bin eben nicht darin". --Manuela Haselberger Lade Kundenrezensionen... |
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Die Gewalt spricht nicht: Drei Reden von Jan Ph ReemtsmaBroschiert von Reclam, Philipp, jun. GmbH, VerlagISBN: 3150181925, Erscheinungsdatum: Juni 2002 Produktgruppe Bücher |
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Vertrauen und Gewalt: Versuch über eine besondere Konstellation der Moderne von Jan Philipp ReemtsmaGebundene Ausgabe von Pantheon VerlagISBN: 3570550869, Erscheinungsdatum: Juni 2009 Produktgruppe Bücher |
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Vertrauen und Gewalt. Versuch über eine besondere Konstellation der Moderne von Jan Philipp ReemtsmaGebundene Ausgabe von Hamburger EditionISBN: 3936096899, Erscheinungsdatum: Februar 2008, Auflage: 1. Aufl. Produktgruppe Bücher |
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Mehr als ein Champion. Über den Stil des Boxers Muhammad Ali von Jan Philipp ReemtsmaGebundene Ausgabe von Klett-CottaISBN: 3608933743, Erscheinungsdatum: 1997, Auflage: 2 Produktgruppe Bücher |
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Mord am Strand. Allianzen von Zivilisation und Barbarei von Jan Philipp ReemtsmaGebundene Ausgabe von Hamburger EditionISBN: 3930908344, Erscheinungsdatum: April 1998, Auflage: 1. Aufl. Produktgruppe Bücher |
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Aus der Amazon.de-RedaktionJan Philipp Reemtsmas in diesem Band versammelten Aufsätze und Reden drehen sich um das Schlüsselproblem des 20. Jahrhunderts: die Gewalt und ihre Regulierung durch die Gesellschaft. Reemtsma setzt sich insbesondere mit verschiedenen Aspekten individueller und sozialer Gewalterfahrung auseinander. Neben philosophischen Einzelstudien über Leben und Werk Georg Fosters, Kurt Eisslers und Hans Henry Jahnns, treten theoretisch orientierte Texte zum Thema Macht, Gewalt und Krieg sowie zur Dynamik sozialer und politischer Gewalt im Nationalsozialismus, der "Zentralkatastrophe" des 20. Jahrhunderts. Auschwitz hat die Ideale der Moderne, die von der Grenzziehung zwischen Zivilisation und Barbarei lebten, endgültig zerstört. "Aber die Ideale sind darum nicht lächerlich geworden", so Reemtsma. Dies belegen gerade die Memoiren der Überlebenden des Holocaust, denen in unserer Gesellschaft ein -- alles andere als selbstverständlicher -- hoher moralischer Rang zugemessen wird. Eine besondere Stellung nehmen darunter die Tagebücher Victor Klemperers ein. Für Reemtsma sind es "Stenogramme aus der Vorhölle", zu der zwischen 1933 und 1945 das Deutschland außerhalb der Vernichtungslager für die Juden geworden war. Klemperer beschreibt den alltäglichen Terror, die Entrechtung und Hilflosigkeit einer Randgruppe, die in ständiger Furcht lebte, ermordet zu werden. In der unerwartet großen Resonanz, auf die seine Erinnerungen in Deutschland stoßen, erkennt Reemtsma "den Wunsch nach Wahrheit". Aber er ist skeptisch, ob "die brutale Weigerung, sich dem tatsächlich Geschehenen zu stellen", überwunden ist und nicht einfach in eine Sentimentalität verkehrt hat. Jan Philipp Reemtsma erhebt in seinen Texten nicht den Anspruch auf eine schlüssige Erklärung für die Gewaltphänomene unserer Zeit, doch er eröffnen neue Perspektiven auf das schwierige Verhältnis von Gewalt und Kultur. --Stephan Fingerle
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"Wie hätte ich mich verhalten?" und andere nicht nur deutsche Fragen von Jan Philipp ReemtsmaTaschenbuch von C.H. Beck VerlagISBN: 3406476295, Erscheinungsdatum: Sept. 2002, Auflage: 1. Aufl. Produktgruppe Bücher |
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ProduktbeschreibungWie hätte ich mich verhalten? Und andere nicht nur deutsche Fragen. TbAus der Amazon.de-RedaktionDarf nur der urteilen, der dabei gewesen ist? Wie hätte ich mich verhalten? Die Selbstverständlichkeit und allgemeine öffentliche Akzeptanz dieser aus Diskursen zur Vergangenheitsbewältigung bekannten Topoi ist für Jan Philipp Reemtsma Anlass, in seiner neuesten Essaysammlung die Berechtigung solcher Fragen anzufechten. Zu Recht erinnert er an die einfache Tatsache, dass die Frage, wie man handeln soll, immer den Vorrang hat vor der Frage, wie realistisch es sei, dass man tatsächlich so oder so handle. Gegen die zu Entlastungszwecken vorgebrachte Mahnung zur Bescheidenheit in der moralischen Beurteilung der Handlungen anderer betont Reemtsma, dass es oftmals das Gefühl der Überlegenheit ist, der Wille, sich nicht mit den Mördern gemein zu machen, nicht einer Welt sich anzupassen, die den eigenen Idealen widerspricht, das die Menschen dazu motivieren kann, tatsächlich moralisch zu handeln. Den Kritikern des Universalismus kann er daher auch entgegenhalten, dass die universalistischen Ideale ihren Bestand der Tatsache verdanken, dass es Menschen gibt, die das universalistische Projekt als partikulare Moral betreiben. Dies sind nur Beispiele für die Art und Weise, wie Reemtsma durch die Erprobung allgemeiner moralischer Kategorien an gesellschaftlichen, politischen und historischen Realitäten zu verblüffenden Ergebnissen kommt, die aber letztlich doch nur Selbstverständlichkeiten mit Nachdruck ins Bewusstsein zurückrufen. Reemtsmas nachdenklich und unprätentiös geschriebene Essays verbinden auf diese Weise gesellschaftspolitische Relevanz der Fragestellungen und Antwortversuche mit abstrakteren philosophischen und theoretischen Überlegungen auf einem Niveau, das man sich von manchem Berufsphilosophen wünschen würde. Fragen der Vergangenheitspolitik, die politische Verantwortung der Wissenschaften, die Goldhagen-Debatte oder die Kontroverse um die Wehrmachtausstellung; so lauten einige Themen dieses lesenswerten Buches, das durchaus als Beitrag zur Klärung des moralischen Bewusstseins angesichts der Katastrophen des 20. Jahrhunderts gelesen werden sollte. --Jens Kertscher Lade Kundenrezensionen... |
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Über Arno Schmidt: Vermessungen eines poetischen Terrains von Jan Philipp ReemtsmaGebundene Ausgabe von Suhrkamp VerlagISBN: 3518417622, Erscheinungsdatum: März 2006, Auflage: 1 Produktgruppe Bücher |
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Mehr als ein Champion. Über den Stil des Boxers Muhammad Ali. von Jan Philipp ReemtsmaTaschenbuch von Rowohlt Tb.ISBN: 3499222345, Erscheinungsdatum: 1997 Produktgruppe Bücher |
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Im Keller von Jan Philipp ReemtsmaGebundene Ausgabe von Hamburger EditionISBN: 3930908298, Erscheinungsdatum: Januar 1997, Auflage: 3. Aufl. Produktgruppe Bücher |
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Aus der Amazon.de-RedaktionEs ist mittlerweile einige Zeit her, daß Jan Philipp Reemtsma entführt und erpreßt wurde. Bis zur Geldübergabe von DM 30 Millionen befand er sich 33 Tage in den Händen seiner Entführer -- gefangen in einem Kellerloch. Nun hat er ein Buch über diese Zeit geschrieben. Als Vorgeschmack sind Auszüge aus diesem Bericht in einer dreiteiligen Spiegel-Serie erschienen und diese Passagen waren beeindruckend. Der jetzt erschienene schmale Band beschreibt auf eine so noch nicht gelesene Art und Weise sein Leben im und nach dem Keller. Zunächst schildert Reemtsma den äußeren Ablauf der Entführung. Wie er brutal vor seinem Haus in Hamburg, Blankenese, niedergeschlagen und in einem Auto verschleppt wurde. Die Rolle seiner Frau, als sie die Polizei hinzuzog und das schwierige Verhandeln mit den Entführern selbst. Es ist die Perspektive von außen, wie sie später in den Medien nachgelesen werden konnte. Der zweite Teil des Buches berichtet über Reemtsmas Aufenthalt im Keller. Um die notwendige Distanz zu wahren, schreibt er von sich in der dritten Person. "Er" im Keller hat mit der Person, die er vorher war und nachher ist, nicht das geringste zu tun. Reemstma schildert seinen erzwungenen Aufenthalt, der eine absolute Extremsituation war, mit einer gedanklichen und sprachlichen Präzision, wie man sie in Büchern selten findet. Mit aller Kraft versucht er die immer wieder aufsteigende Panik in Schach zu halten. In seinem Leben als Wissenschaftler hat er sich theoretisch mit Traumen und den Folgen von Folter beschäftigt. Die erlebte Todesangst im Keller, das hilflose Ausgeliefertsein an Entführer, die er nicht einschätzen kann, ist etwas völlig anderes und mit nichts zu vergleichen. Sein Leben wird von anderen Menschen auf sein Geld reduziert: "It's just a business" -- nichts weiter. Es geht ihm nicht um Mitleid oder Lamentieren. Es geht darum, daß durch diesen Eingriff von außen der innerste Kern der Persönlichkeit eines Menschen angetastet wurde, und auf irreparable Weise verletzt bleibt. Auch als er viel später der Polizei dabei behilflich ist, den Keller, in dem er gefangengehalten wurde, zu identifizieren, stellt sich das erhoffte Erleichtertsein nicht ein. Der Keller ist aus seinem Leben nicht mehr wegzudenken -- nicht einmal mit der größtmöglichen Anstrengung. Reemtsma zieht ein niederschmetterndes Resümee: Das Gefühl, um das ich mich hier bemüht habe, ist kaum anders auf den Punkt zu bringen: Alles ist, wie es war, nur paßt es mit mir nicht mehr zusammen. Als trüge ich eine Brille, die alles einen halben Zentimeter nach links oder rechts verschiebt. Am Ende seiner Aufzeichnungen steht die verzweifelte Erkenntnis, daß alles was wichtig ist, in der Welt ist, "und ich bin eben nicht darin". --Manuela Haselberger Lade Kundenrezensionen... |
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