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Produkt-Bild: Außer Dienst: Eine Bilanz

Außer Dienst: Eine Bilanz von Helmut Schmidt

Broschiert von Pantheon Verlag
Angebote bei Amazon: ab EUR 6,50

ISBN: 3570551032, Erscheinungsdatum: März 2010, Auflage: 9
Produktgruppe Bücher
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Produktbeschreibung

Eine Bilanz
Erscheinungsjahr: 2010
Gewicht: 484 gr / Abmessungen: 205 mm x 135 mm
Von Schmidt, Helmut

Einer der bekanntesten und beliebtesten Politiker und Publizisten zieht Bilanz
In seinen Erinnerungenüber die Zeit nach dem Ausscheiden aus dem Kanzleramt im Herbst 1982 beschreibt Helmut Schmidt die umwälzenden historischen Entwicklungen seit dem Ende des Kalten Kriegs, er macht sich Gedanken über die gegenwärtige Politik und die Zukunft Deutschlands, und er spricht über sehr Persönliches. "Außer Dienst" ist Helmut Schmidts privatestes Buch - und zugleich sein politisches Vermächtnis.
Helmut Schmidt zählt zu den großen Figuren der deutschen Politik, über die Parteigrenzen hinweg verkörpert er für viele Deutsche den idealen Staatsmann. Fünfundzwanzig Jahre nach dem Ende seiner Amtszeit als Bundeskanzler zieht er nun Bilanz und äußert sich gewohnt deutlich zu zentralen Fragen unserer Zeit. So geißelt er die globalen Verwerfungen des Raubtierkapitalismus und appelliert an die Moral der Eliten in unserem Land. Welchen Leitbildern soll man folgen? Kann man aus der Geschichte lernen? Wie erwirbt man politische Klugheit? Immer wieder kreisen die Gedanken des Autors um das schwierige Selbstverständnis der Deutschen, um ihre oft unheilvolle Rolle in der Geschichte und ihre Zukunft innerhalb der Europäischen Union. Eingestreut sind aber auch höchst private Reflexionen und Bekenntnisse.

Pressestimmen:
"In diesem Sammelsurium von Gedanken und Erinnerungen teilt Schmidt nicht immer stringente, aber niemals belanglose Einsichten mit, die der Weisheit recht nahe kommen." ARD Druckfrisch

Aus der Amazon.de-Redaktion

Eine kürzliche Umfrage ergab, dass, wäre der Mann nicht definitiv zu alt, sich 80 Prozent aller Deutschen Helmut Schmidt als idealen Kanzler vorstellen könnten. Wenn dies, 25 Jahre nach dem Rückzug aus allen politischen Ämtern, keine Auszeichnung ist! Der Altkanzler, dessen unglaublicher 90. Geburtstag bevorsteht, rangiert im Bewusstsein der Deutschen immer noch als Staatsmann par excellence. Und eine solch hochrangige Persönlichkeit erlaubt es sich, eine ?außerdienstliche? Bilanzierung seines politischen Erfahrungsschatzes vorzulegen. ?Denn?, so Schmidt verschmitzt bescheiden, ?vielleicht könnte doch einer von den Jüngeren daraus einen Nutzen ziehen.? -- Nichts wäre mehr zu wünschen, Herr Bundeskanzler!

Eines vorab: Es handelt sich hier nicht um die autobiografische Rückblende auf ein politisches Lebens- und Gesamtwerk. Im Gegenteil. Schmidt, der Pragmatiker, möchte seine in aktiver Zeit gewonnenen Erfahrungen angesichts einer völlig veränderten politischen Weltlage zur Verfügung stellen. Immer im Gepäck, die großen philosophischen Fragen: Welchen Leitbildern sollten wir folgen? Was lässt sich aus Geschichte lernen? Im Spiegel gerade dieser Frage reflektiert der Altkanzler über die Unvorstellbarkeit eines Auslandseinsatzes der Bundeswehr in Afghanistan noch zu seinen Zeiten. Gelegenheit für einen historischen Ausflug und die noch immer problematische Stellung Deutschlands im politisch-militärischen Weltgefüge.

Natürlich holt der Wirtschaftsfachmann Schmidt zu einem satten Referat über die Finanzmärkte aus. Beklagt wird die verschlafene ?Modernisierung unseres zerklüfteten Bankensystems?, gewarnt wird vor Spekulantentum und Heuschreckenflügen. Betrauert die große Zeit des von der RAF ermordeten Freundes Herrhausen und seiner Deutschen Bank. Institutionen, so Schmidt, an die sich eine Bundesregierung in ökonomischen Fragen noch vertrauensvoll wenden konnte. Wie anders heute. Der Kanzler wird (in Maßen) privat. Erstaunt vernehmen wir, dass Schmidt die ?Guillaume-Affäre? als Rücktrittsgrund Willy Brandts im Mai 1974 völlig inakzeptabel fand und ihm die eigene künftige Kanzlerschaft große Sorgen bereitete. Risiken und Chancen der Globalisierung. Der ?Sonderfall? der Neuen Bundesländer. Die radikal veränderte Rentensituation, die ebenso radikal veränderte Maßstäbe verlangt. Ein kleiner Seitenhieb auf Lafontaine und seine ?Sekundärtugenden?. Eine Schulung bei den antiken Rhetorikern. Spurensuche nach eigenen Fehlern. In einem der letzten Sätze seiner klugen Reflexion appelliert der Altkanzler mit einer römischen Weisheit an die heutige Politikerkaste: Im Zweifelsfalle sei das Gemeinwohl höherzustellen als die eigene Karriere. Um schließlich witzelnd, aber nicht ohne Wehmut festzustellen: ?Die meisten meiner Weggefährten haben schon endgültig ihre Adresse gewechselt.? - Das können Sie sich aus dem Kopf schlagen, Herr Bundeskanzler. Die Republik braucht Sie noch! ?Ravi Unger

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Produkt-Bild: Zug um Zug

Zug um Zug von Helmut Schmidt, Peer Steinbrück

Gebundene Ausgabe von Hoffmann und Campe
Angebote bei Amazon: ab EUR 8,90

ISBN: 3455501974, Erscheinungsdatum: Oktober 2011
Produktgruppe Bücher
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Produkt-Bild: Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt

Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt von Helmut Schmidt, Giovanni DiLorenzo

Broschiert von Kiepenheuer & Witsch
Angebote bei Amazon: ab EUR 1,69

ISBN: 3462042157, Erscheinungsdatum: August 2010, Auflage: 1., Auflage
Produktgruppe Bücher
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Produktbeschreibung

Erscheinungsjahr: 2010
Gewicht: 240 gr / Abmessung: 19 cm
Von Schmidt, Helmut; Lorenzo, Giovanni di

Der SPIEGEL-Bestseller jetzt als KiWi-Paperback - mit neuen Gesprächen! "Helmut Schmidt raucht ja nicht nur Zigaretten. Jedes Mal bringt er Schnupftabak mit und trinkt dazu Kaffee mit Milch und extra viel Zucker. Unsereins würde angesichts dieser Dröhnung wie Rumpelstilzchen durch die Flure hüpfen. Schmidt dagegen ist dann überhaupt erst auf Betriebstemperatur." Giovanni di Lorenzo im SPIEGEL
Mehr als eineinhalb Jahre lang hat Giovanni di Lorenzo den Altkanzler jeden Freitagmittag auf eine Zigarette in sein Büro am Hamburger Speersort gebeten. Dann begann das Wortgefecht, ein Wechselspiel von Zeigen und Verbergen, Provozieren und Zurechtweisen, Anschauung und Analyse, das mehr als eine Million alter wie junger Leser der ZEIT begeistert hat: Viele von ihnen haben die Lektüre ihres Blattes jede Woche mit dem Magazin begonnen - ganz hinten auf der letzten Seite. Die Interviews dauerten mal zehn Minuten, mal auch eine Stunde, und danach blieben die Fenster im Büro des Chefredakteurs immer übers ganze Wochenende geöffnet. Damit sich der Rauch verzog. Übrig blieb eine einzigartige Mischung aus Politischem, Privatem und erlebter Geschichte: von Schmidts Wut auf Investmentbanker über den Walzer, den er einst mit Gracia Patricia tanzte, bis hin zu seiner Schulzeit mit Loki.
Es gibt keinen zweiten Politiker in Deutschland, von dem man dergleichen so gern lesen möchte. Doch Helmut Schmidt ist nicht nur der berühmteste Raucher der Republik, er ist ein Zeuge des 20. Jahrhunderts, dessen Autorität bis heute ungebrochen ist. Hier leistet sich noch jemand ganz furchtlos eine Meinung - manchmal brachial vorgetragen, meistens aber mit diskretem hanseatischen Charme.
Dies

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Produkt-Bild: Religion in der Verantwortung: Gefährdungen des Friedens im Zeitalter der Globalisierung

Religion in der Verantwortung: Gefährdungen des Friedens im Zeitalter der Globalisierung von Helmut Schmidt

Gebundene Ausgabe von Propyläen Verlag
Angebote bei Amazon: ab EUR 9,35

ISBN: 3549074093, Erscheinungsdatum: April 2011
Produktgruppe Bücher
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Produkt-Bild: Vertiefungen: Neue Beiträge zum Verständnis unserer Welt

Vertiefungen: Neue Beiträge zum Verständnis unserer Welt

Helmut Schmidt (Herausgeber)
Gebundene Ausgabe von Siedler Verlag
Angebote bei Amazon: ab EUR 9,95

ISBN: 3886809676, Erscheinungsdatum: Sept. 2010, Auflage: 4
Produktgruppe Bücher
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Produkt-Bild: Ein Leben - Hannelore und Helmut Schmidt

Ein Leben - Hannelore und Helmut Schmidt von Jens Meyer-Odewald

Hamburger Abendblatt (Herausgeber), Claus Strunz (Herausgeber)
Gebundene Ausgabe von Hamburger Abendblatt
Angebote bei Amazon: ab EUR 25,78

ISBN: 3939716987, Erscheinungsdatum: Oktober 2011
Produktgruppe Bücher
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Produkt-Bild: Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt

Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt von Helmut Schmidt, Giovanni DiLorenzo

Gebundene Ausgabe von Kiepenheuer & Witsch Verlag
Angebote bei Amazon: ab EUR 3,27

ISBN: 3462040650, Erscheinungsdatum: Februar 2009, Auflage: 1
Produktgruppe Bücher
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Produktbeschreibung

Erscheinungsjahr: 2009
m. Fotos.
Gewicht: 350 gr / Abmessung: 19,5 cm
Von Schmidt, Helmut; Lorenzo, Giovanni di

Politik, Privates und erlebte Geschichte - Gespräche mit dem berühmtesten Raucher der Republik
"Helmut Schmidt raucht ja nicht nur Zigaretten. Jedes Mal bringt er Schnupftabak mit und trinkt dazu Kaffee mit Milch und extra viel Zucker. Unsereins würde angesichts dieser Dröhnung wie Rumpelstilzchen durch die Flure hüpfen. Schmidt dagegen ist dann überhaupt erst auf Betriebstemperatur." (Giovanni di Lorenzo im "Spiegel" vom 28. April 2008)
Seit anderthalb Jahren bittet Giovanni di Lorenzo den Altkanzler jeden Freitagmittag auf eine Zigarette in sein Büro am Hamburger Speersort. Dann beginnt das Wortgefecht, ein Wechselspiel von Zeigen und Verbergen, Provozieren und Zurechtweisen, Anschauung und Analyse, das inzwischen mehr als eine Million alter wie junger Leser der "Zeit" begeistert: Viele von ihnen beginnen die Lektüre ihres Blattes jede Woche mit dem Magazin - ganz hinten auf der letzten Seite. Die Interviews dauern mal zehn Minuten, mal auch eine Stunde, und danach bleiben die Fenster im Büro des Chefredakteurs immer übers ganze Wochenende geöffnet. Damit sich der Rauch verzieht. Übrig bleibt eine einzigartige Mischung aus Politischem, Privatem und erlebter Geschichte: von Schmidts Wut auf Investmentbanker über den Walzer, den er einst mit Gracia Patricia tanzte, bis hin zu seiner Schulzeit mit Loki.
Es gibt keinen zweiten Politiker in Deutschland, von dem man dergleichen so gern lesen möchte. Doch Helmut Schmidt ist nicht nur der berühmteste Raucher der Republik, er ist ein Zeuge des 20. Jahrhunderts, dessen Autorität bis heute ungebrochen ist. Hier leistet sich noch jemand ganz furchtlos eine Meinung - manchmal brachial vorgetragen, me

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Produkt-Bild: Helmut Schmidt: Die Biographie

Helmut Schmidt: Die Biographie von Hans-Joachim Noack

Taschenbuch von rororo
Angebote bei Amazon: ab EUR 2,35

ISBN: 3499622203, Erscheinungsdatum: März 2010, Auflage: 2
Produktgruppe Bücher
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Produktbeschreibung

Die Biographie
Erscheinungsjahr: 2010
16 Fototaf.
Gewicht: 257 gr / Abmessungen: 190 mm x 125 mm
Von Noack, Hans-Joachim

Er führte das Land durch die Ölkrise, den Deutschen Herbst und den Kalten Krieg: Helmut Schmidt ist noch immer der beliebteste Politiker Deutschlands. Heute, in Zeiten von Terror und Globalisierung, scheint sein Rat gefragt wie nie - kaum ein anderer Staatsmann hat der Republik so leidenschaftlich Mitte und Maß vorgegeben. Hans-Joachim Noack, der als politischer Korrespondent die Karriere Schmidts über Jahrzehnte verfolgt hat, schildert den Aufstieg des Lehrersohns aus Hamburg-Barmbek zum mächtigsten Mann im Staat. Der Autor, der Zugang zum Privatarchiv des Altkanzlers erhielt, beschreibt, wie der Krieg den Menschen Helmut Schmidt prägte und ihn zugleich auf die Karriere in der Politik vorbereitete. Er spürt dem Geheimnis seines Nimbus nach, der im Kampf gegen die Hamburger Flutkatastrophe 1962 gründet und im Terrorjahr 1977 seinen Höhepunkt erreichte. Und er zeigt, warum die Deutschen den Altkanzler von jeher als Verkörperung des gesunden Menschenverstandes betrachten.

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Produkt-Bild: Unser Jahrhundert: Ein Gespräch

Unser Jahrhundert: Ein Gespräch von Helmut Schmidt, Fritz Stern

Gebundene Ausgabe von C.H. Beck
Angebote bei Amazon: ab EUR 3,00

ISBN: 3406601324, Erscheinungsdatum: Februar 2010, Auflage: 1
Produktgruppe Bücher
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Produktbeschreibung

Ein Gespräch
Erscheinungsjahr: 2010
2. Aufl.
Gewicht: 492 gr / Abmessung: 22,5 cm
Von Schmidt, Helmut; Stern, Fritz

"Fangen Sie an, Fritz" - mit diesem Satz beginnt ein Gespräch unter Freunden. Helmut Schmidt und Fritz Stern kennen sich seit vielen Jahren und haben sich im Sommer 2009 zusammengesetzt, um über Themen miteinander zu reden, die ihnen am Herzen liegen: Erfahrungen und Lehren aus der Geschichte, das gemeinsam erlebte Jahrhundert, Menschen, die ihnen begegnet sind.
Das Ergebnis ist ein ebenso anregendes wie kurzweiliges, freimütiges und nicht selten witziges Buch, in dem sich der Politiker und der Historiker die Bälle zuspielen, mal im Konsens, mal im Widerspruch, stets auf eine pointierte Darlegung ihrer eigenen Positionen bedacht. Das Spektrum der behandelten Fragen reicht von Bismarck bis Israel, vom Zweiten Weltkrieg bis zum Aufstieg Chinas, vom Rückblick auf die Ära Bush bis zu den überhöhten Boni für Banker - und auch die Anekdoten kommen nicht zu kurz. Zwei kluge alte Männer streifen durch das 20. Jahrhundert und die Welt von heute, und der Leser genehmigt sich eine Prise Weisheit.

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nicht schon wieder! Gibt es denn außer Helmut Schmidt (oder Richard von Weizsäcker) wirklich niemanden, der kompetent und umfassend über das 20. Jahrhundert Auskunft zu geben vermag? Bei aller Wertschätzung ist der Altkanzler doch nun wirklich im vergangenen Jubeljahr anlässlich seines Neunzigsten mehr als ausführlich zu Wort gekommen. Doch gemach! Schließlich hat da ja noch ein Anderer am Gesprächstisch gesessen. Und was für einer.

Nicht ganz so alt an Jahren zwar, aber was Weisheit und Lebenserfahrung angeht, seinem Gesprächspartner in jeder Hinsicht ebenbürtig. Zudem als Sprössling einer deutsch-jüdischen Emigrantenfamilie und als führender US-Historiker sozusagen qua Geburt und Profession Experte für alles, was das zurückliegende Jahrhundert an Leben, Leiden und Lehren bereithielt. Dementsprechend handelt es sich bei dem Gespräch, das hier dokumentiert wird, um alles andere als um den Austausch von Höflichkeiten und das Schwelgen zweier Greise in den Erinnerungen an gute wie schlechte, alte Zeiten. Zwar ist Fritz Stern seinem unverhohlen bewunderten Gegenüber seit über drei Jahrzehnten in Freundschaft verbunden. Doch die Beziehung der Beiden ist nicht zuletzt aufgrund der geographischen Distanz dann doch nicht so innig, als dass der Eine den Anderen ohnehin in- und auswendig kennt. Davon kann der Leser profitieren. Denn so entspinnt sich eine äußerst lebhafte Diskussion, weit davon entfernt, sich gegenseitig nur mit Stichworten zu bedienen. Hier sitzen sich zwei Persönlichkeiten auf Augenhöhe gegenüber. Gleichermaßen belesen und eloquent, scheuen sie auch nicht davor zurück, dem Anderen Paroli zu bieten oder sogar in die Parade zu fahren ? was sich ja insbesondere in Anbetracht der berühmt berüchtigten Apodiktik Helmut Schmidts in einem echten Disput kaum vermeiden lässt. Geradezu rührend andererseits, wie Fritz Stern in solchen Fällen den Freund behutsam aber bestimmt auf den Boden zurückholt, wenn sich der einmal verstiegen hat: wenn er beispielsweise das Hohelied auf den Keynesianismus des NS-Chefökonomen Hjalmar Schacht anstimmt oder über die genetische Disposition der Deutschen zum Massenmord sinniert.

Insgesamt eine ebenso spannende wie lehrreiche Geschichtsstunde, in der nicht nur die Vergangenheit Revue passiert, sondern auch die Probleme der Gegenwart nicht zu kurz kommen. ? Arnold Abstreiter

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Produkt-Bild: Außer Dienst: Eine Bilanz

Außer Dienst: Eine Bilanz von Helmut Schmidt

Gebundene Ausgabe von Siedler Verlag
Angebote bei Amazon: ab EUR 2,18

ISBN: 3886808637, Erscheinungsdatum: Sept. 2008, Auflage: 15
Produktgruppe Bücher
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Produktbeschreibung

Eine Bilanz
Erscheinungsjahr: 2008
Gewicht: 567 gr / Abmessung: 22 cm
Von Schmidt, Helmut

In seinem Buch über die Zeit nach dem Ausscheiden aus dem Kanzleramt beschreibt Helmut Schmidt die umwälzenden historischen Entwicklungen seit dem Ende des Kalten Kriegs, er macht sich Gedanken über die gegenwärtige Politik und die Zukunft Deutschlands, und er spricht über sehr Persönliches: über prägende Kriegserfahrungen, über eigene Fehler und Versäumnisse, seinen Glauben und das Lebensende.

Pressestimmen:
"Helmut Schmidt war Senator in Hamburg, Verteidigungs- und Finanzminister, schließlich Bundeskanzler. Stets hat er beteuert, keines dieser Ämter angestrebt zu haben. In diesem Sammelsurium von Gedanken und Erinnerungen teilt Schmidt nicht immer stringente, aber niemals belanglose Einsichten mit, die der Weisheit recht nahe kommen. Zum Beispiel: "Mein Ehrgeiz war nicht auf Ämter gerichtet, sondern auf Anerkennung - ähnlich wie ein Künstler oder ein Sportler Anerkennung durch Leistung sucht." Für sein neues Buch verdient Helmut Schmidt jedenfalls Applaus."
Denis Scheck in "Druckfrisch - Neue Bücher mit Denis Scheck", ARD)
"Zwar hat Schmidt keine Ämter mehr, dafür aber umso mehr Autorität. Mit 89 Jahren mischt er sich jetzt nicht nur ein, sondern auch wieder kräftig mit." (Aachener Zeitung)

Leseprobe:
Vorrede
Gegen Ende des Lebens wollte ich einmal aufschreiben, was ich glaube, im Laufe der Jahrzehnte politisch gelernt zu haben. Denn vielleicht könnte doch einer von den Jüngeren daraus einen Nutzen ziehen. Die meisten meiner Weggefährten haben schon endgültig ihre Adresse gewechselt; ihnen habe ich vor zwölf Jahren in dem Band "Weggefährten" meinen Dank abgetragen. In dem hier vorgelegten Buch geht es in erster Linie um persönliche Erfahrungen. Sie w

Aus der Amazon.de-Redaktion

Eine kürzliche Umfrage ergab, dass, wäre der Mann nicht definitiv zu alt, sich 80 Prozent aller Deutschen Helmut Schmidt als idealen Kanzler vorstellen könnten. Wenn dies, 25 Jahre nach dem Rückzug aus allen politischen Ämtern, keine Auszeichnung ist! Der Altkanzler, dessen unglaublicher 90. Geburtstag bevorsteht, rangiert im Bewusstsein der Deutschen immer noch als Staatsmann par excellence. Und eine solch hochrangige Persönlichkeit erlaubt es sich, eine ?außerdienstliche? Bilanzierung seines politischen Erfahrungsschatzes vorzulegen. ?Denn?, so Schmidt verschmitzt bescheiden, ?vielleicht könnte doch einer von den Jüngeren daraus einen Nutzen ziehen.? -- Nichts wäre mehr zu wünschen, Herr Bundeskanzler!

Eines vorab: Es handelt sich hier nicht um die autobiografische Rückblende auf ein politisches Lebens- und Gesamtwerk. Im Gegenteil. Schmidt, der Pragmatiker, möchte seine in aktiver Zeit gewonnenen Erfahrungen angesichts einer völlig veränderten politischen Weltlage zur Verfügung stellen. Immer im Gepäck, die großen philosophischen Fragen: Welchen Leitbildern sollten wir folgen? Was lässt sich aus Geschichte lernen? Im Spiegel gerade dieser Frage reflektiert der Altkanzler über die Unvorstellbarkeit eines Auslandseinsatzes der Bundeswehr in Afghanistan noch zu seinen Zeiten. Gelegenheit für einen historischen Ausflug und die noch immer problematische Stellung Deutschlands im politisch-militärischen Weltgefüge.

Natürlich holt der Wirtschaftsfachmann Schmidt zu einem satten Referat über die Finanzmärkte aus. Beklagt wird die verschlafene ?Modernisierung unseres zerklüfteten Bankensystems?, gewarnt wird vor Spekulantentum und Heuschreckenflügen. Betrauert die große Zeit des von der RAF ermordeten Freundes Herrhausen und seiner Deutschen Bank. Institutionen, so Schmidt, an die sich eine Bundesregierung in ökonomischen Fragen noch vertrauensvoll wenden konnte. Wie anders heute. Der Kanzler wird (in Maßen) privat. Erstaunt vernehmen wir, dass Schmidt die ?Guillaume-Affäre? als Rücktrittsgrund Willy Brandts im Mai 1974 völlig inakzeptabel fand und ihm die eigene künftige Kanzlerschaft große Sorgen bereitete. Risiken und Chancen der Globalisierung. Der ?Sonderfall? der Neuen Bundesländer. Die radikal veränderte Rentensituation, die ebenso radikal veränderte Maßstäbe verlangt. Ein kleiner Seitenhieb auf Lafontaine und seine ?Sekundärtugenden?. Eine Schulung bei den antiken Rhetorikern. Spurensuche nach eigenen Fehlern. In einem der letzten Sätze seiner klugen Reflexion appelliert der Altkanzler mit einer römischen Weisheit an die heutige Politikerkaste: Im Zweifelsfalle sei das Gemeinwohl höherzustellen als die eigene Karriere. Um schließlich witzelnd, aber nicht ohne Wehmut festzustellen: ?Die meisten meiner Weggefährten haben schon endgültig ihre Adresse gewechselt.? - Das können Sie sich aus dem Kopf schlagen, Herr Bundeskanzler. Die Republik braucht Sie noch! ?Ravi Unger

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