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Produkt-Bild: Marthe und Mathilde: Eine Familie zwischen Frankreich und Deutschland

Marthe und Mathilde: Eine Familie zwischen Frankreich und Deutschland von Pascale Hugues

Taschenbuch von rororo
Angebote bei Amazon: ab EUR 4,98

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 349962415X, Erscheinungsdatum: Februar 2010, Auflage: 4
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3 Kundenrezensionen:

Zwei sehr verschiedene, gleich liebenswerte Damen.
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Nicht nur die Materie ist fesselnd und anrührend; das fabelhafte Talent der Enkelin macht das Lesen zu einem intellektuellen und nachdenklich machenden Erlebnis.
Wichtig für die Nachwelt
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wer durch Großeltern oder Eltern keinen Zugang zu diesem Kapitel der dt.-frz Beziehungen hat oder hatte, wird staunen und es kaum für möglich halten, dass es noch vor 50-60 Jahren mal so war...
Es ist gut, dass heute die deutsch-französische Freundschaft eine Selbstverständlichkeit geworden zusein scheint.
Marthe und Mathilde
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Da ich das Elsaß schon viele Male bereist habe, hat mich diese Geschichte einer lebenslangen, intensiven Freundschaft zweier Frauen sehr interessiert und die besondere Lage des Elsaß wurde durch die persönlichen Schicksale sehr einfühlsam und eindrücksvoll geschildert.
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Die Französische Revolution von Axel Kuhn

Taschenbuch von Reclam, Ditzingen
Angebote bei Amazon: ab EUR 2,88

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3150170176, Erscheinungsdatum: 1999
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5 Kundenrezensionen:

Mit verborgener Sympathie erzählt
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Axel Kuhn erzählt, manchmal spannend, den Verlauf der französischen Revolution. Vorweg schildert er ideengeschichtliche Voraussetzungen für die Revolution, dann ihren Ablauf und zum Schluss ihre Beendigung durch Napoleon und dessen Ausklang.
Er vertieft seinen Überblick durch Einordnung der Revolution in Geschichtsschreibung, Einfluss auf Deutschland, der Frage, ob sich eine Revolution exportieren läßt und dem Verhältnis von Reform zu Revolution.
Weiter bietet er eine Menge an Quellentexten im Anhang, leider ohne Hinweise auf sie im Darstellungsteil.
Eine gelungene Einführung in die Thematik, leichter lesbar als die von Hans-Ulrich Thamer!
Die Jakobiner, die Revolution und die Deutschen....
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Zum Einlesen in das Thema "Französische Revolution" girff ich zu diesem Werk von Kuhn und muss wirklich sagen: Es ist rundherum gelungen.
Das Werk ist eingängig geschrieben - gut lesbar - gut verständlich - gute Übersicht. Es liest sich fast wie ein historischer Roman.
Der darstellende Teil ist sehr detaillreich und trotzdem knapp hinzu kommt ein Teil, der sich mit interessanten Teilaspekten der Revolution beschäftigt (etwa die Revolution als Deutschlandimport) und der abschließende Teil ist eine gute und ausgewogene Quellensammlung, die eine ideale Materialgrundlage (z.B. für Lehrer) bildet.
Fazit: DAS Buch hat mich wirklich überzeugt!
Der Klassiker - zu einem guten Preis
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Das Buch enthält alle wesentliche Fakten und Zusammenhänge um sich von der Thematik einen ersten Eindruck zu verschaffen. Das Buch enthält sowohl eine sinnvolle und übersichtliche Gliederung als auch eine Zeittafel, die gut mit den Darstellungstexten harmoniert. Wer sich jedoch eingehender mit der Aufklärung befassen will, sollte dieses Buch nicht kaufen, da hier nur sehr kurz die wesentlichen Richtungen und der aktuelle Stand der Wissenschaft andiskutiert wird. Ähnliches gilt auch für die sogenannten Ursachen der Franz. Rev.. Auch hier ist die Diskussion, also die unterschiedliche Wertung der einzelnen Faktoren, relativ knapp gehalten.
Trotzdem bekommt man als Lehrer, Schüler, Student oder Interessierter kein besseres Buch für diesen Preis. Zudem kann man, trotz der kleinen Mängel sein Studium gezielt und problemlos über die recht ausführlichen Literaturhinweise fortführen.
Guter, übersichtlicher Einstieg
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Axel Kuhn bietet mit seinem Buch "Die Französische Revolution" einen sehr guten Einstieg in das Thema der Großen Revolution und ihrer Folgen und Zusammenhänge. Knapp und übersichtlich vermittelt Kuhn zunächst die Rahmenbedingungen (Industrialisierung, Aufklärung). Die Revolution und ihre Hintergründe schließen sich an, wobei Kuhn vor allem die Auswirkungen auf das europäische Ausland in den Blick nimmt.
Er beurteilt ausgezeichnet die Verbindungen einzelner Proteste mit der französischen Situation und spart nicht mit Kritik, wenn er einige populäre Rückschlüsse für abwegig hält. Den Phasen der Jakobinerherrschaft, des (doppelten) Direktoriums und der napoleonischen Kriege widmet Kuhn ebenfalls ein eigenes Kapitel, in dem er Ereignisse und Zusammenhänge gut beleuchtet. Vor allem verbindet er die politischen Veränderungen in Frankreich gut mit der militärischen Situation der Truppen im Ausland.
Auf den darstellenden Teil folgen einzelne - gut ausgewählte - Quellen, die zu einem tieferen Studium anregen.
Zwischen darstellendem Teil und den Quellen stellt der Autor "Aspekte". Kuhn behandelt u.a. verschiedene Deutungen der Revolution (konservative, liberale, sozialistische) und fragt nach dem Export der revolutionären Werte.

Alles in allem hat Axel Kuhn ein Buch geschrieben, das wie kein zweites dem interessierten Laien einen guten Einstieg bietet. Doch auch bereits fortgeschrittene Leser können mit Hilfe dieses Werkes ihr Wissen auffrischen. Im teilweise unübersichtlichen Dschungel der Französischen Revolutions-Bücher stellt dieses ein Highlight dar. So viel Leistung für so wenig Preis sind selten.
Perfekt
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Der Autor bringt es zuwege, auf 272 knappen (Reclam-UB-)Seiten einen umfassenden Überblick über die große Revolution zu geben. Der Text zeichnet sich nicht nur durch eine gemesssen an seinem Umfang stupende Informationsfülle aus, sondern ist auch stilsicher und gut lesbar geschrieben. Neben den historichen Ereignissen werden auch die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen, die zur Revolution führten und deren Auswirkungen auf das übrige Europa, insbesonere Deutschland beschrieben. In dem Bändchen finden aber auch gut gewählte Abbildungen, eine Zeittafel, Auszüge aus Original-Dokumenten, ein informatives Literaturverzeichnis und ein Namensregister Platz. Das Buch ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie auf engstem Raum ein umfangreiches Thema ohne journalistischen Schnick-Schnack und trotzdem lesbar abgehandelt werden kann. Dem Werk ist jedenfalls eine lange Karriere als "Klassiker", vielleicht verbunden mit einer besser ausgestatteten gebundenen Neuausgabe zu wünschen.
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Produkt-Bild: 1944  das Jahr der Entscheidung: Erwin Rommel in Frankreich

1944 das Jahr der Entscheidung: Erwin Rommel in Frankreich von Manfred Rommel

Gebundene Ausgabe von Hohenheim Verlag
Angebote bei Amazon: ab EUR 15,94

ISBN: 3898501965, Erscheinungsdatum: Juli 2010, Auflage: 1
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Produkt-Bild: Napoleon

Napoleon von Volker Ullrich

Taschenbuch von rororo
Angebote bei Amazon: ab EUR 8,40

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3499506467, Erscheinungsdatum: Dezember 2006, Auflage: 2
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Aus der Amazon.de-Redaktion


"Am Anfang war Napoleon", zitiert Volker Ullrich treffend den Beginn von Thomas Nipperdeys dreibändiger Studie über die Deutsche Geschichte von 1800 bis 1819. Und weiter: "Die Geschichte der Deutschen, ihr Leben und ihre Erfahrungen in den ersten eineinhalb Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts, in denen die ersten Grundlagen eines modernen Deutschland gelegt worden sind, steht unter seinem überwältigenden Einfluss." ? Nicht nur Deutschland, ganz Europa hat Napoleon Bonaparte neu geordnet, dabei den Bogen freilich am Ende reichlich überspannt. Friedrich von Gentz notierte schon 1801: "Es ist nicht genug zu sagen, dass Frankreich durch seine Eroberungen auf allen Seiten seine Grenzen erweitert. Die Wahrheit ist, dass Frankreich in seiner jetzigen Lage eigentlich gar keine Grenzen mehr kennt."
Keine Grenzen kannte vor allem Napoleon selbst, der in seinem Leben jeden Widerstand brach, auf den sein Streben, ganz gleich welches, traf. Volker Ullrich hat dem kleinwüchsigen, großmannssüchtigen Korsen eine kleine aber glänzende Biographie gewidmet, die zu lesen die Lektüre manch dicken Wälzers zu ersetzen vermag. Ullrich befindet sich mit seiner Darstellung voll und ganz auf der Höhe der historisch-biografischen Napoleonforschung, deren wichtigsten Publikationen samt ihrer Stärken und Schwächen er in der Einleitung in prägnanter Kürze Revue passieren lässt. Von Napoleons früher Jugend und die Zeit seiner Militärausbildung, über den allmählich-stetigen "Aufstieg mit Fortune" auf den Kaiserthron, seinen Fall, Wiederaufstieg und endgültigen Untergang bis zum "Martyrium auf Sankt Helena" führt uns der Autor souverän durch das bewegte napoleonische Leben und die mit diesem verbundene, nicht minder bewegte französische und europäische Geschichte. Eine kluge Auswahl von Abbildungen sowie Anmerkungsapparat, Zeittafel, Namensregister und die umfangreiche, sorgsam erstellte und thematisch gegliederte Bibliographie runden den Band gelungen ab. -- Andreas Vierecke
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5 Kundenrezensionen:

Herr Ober, einmal Napoleon bitte
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Volker Ullrich hat mit "Napoleon" eine Biographie geschrieben, die jedem geschichtsinteressierten nur nahe gelegt werden kann.
Der Autor beginnt in Napoleons Jugend und beleuchtet seine Jugend an einer französischen Militärschule. Doch trotz allem bleibt der Lebensmittelpunkt des jungen Militärs zunächst seine Geburtsstädte Korsika. Erst im weiteren Verlauf wird die Bindung zu Frankreich immer stärker. Ullrich beleuchtet gelungen Napoleons Rolle während der Revolution und der Jakobinerherrschaft. Gelungen beschreibt er den militärischen Aufstieg durch den Italien- und den Ägyptenfeldzug und dem Protectorat Paul de Barras. Auch die Machtübernahme, -sicherung und der letztendliche Fall Napoleons wird gut und knapp dargestellt. Am Ende steht die Verbannung auf die Insel Elba, die Herrschaft der 100 Tage und die Verbannung auf St. Hellena, sowie der Tod des Korsen 1821.
Ullrich lässt in seiner auf gut 150 Seiten angelegte Biographie immer wieder Zeitzeugen, sowie Napoleon selbst zu Wort kommen. Dieses Zitate dienen seinen Thesen als Belege. Folgerichtig wirft Ullrich einen verstärkten Blick in das innere Napoleons. Besonders in den Blick gefasst hat er Napoleons Drang, seine Herrschaft durch immer neue militärsche Erfolge zu konsolidieren.

Mein Fazit: Für alle Einsteiger in die Thematik "Napoleon und die napoleonischen Kriege" ein äußerst gelunges Buch. Allen fortgeschrittenen Lesern seien die Biographien von Georges Lefebvre und Johannes Willms ans Herz gelegt.
Guter Überblick!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Das Buch war als Einstieg in meine Recherche über Napoleons Leben und seine Zeit gedacht und hat meine Erwartungshaltung vortrefflich erfüllt! Die Monographie fasst die Stationen seines Lebens kurz und einleuchtend zusammen, der Einblick wird durch diverse Bilder und Grafiken verstärkt. Das Buch macht definitiv Lust Napoleon und seine Zeit noch näher kennen zu lernen!
Wo Napoleon drauf steht, ist er auch drin
5 Punkte 5 von 5 Punkten
k - k - p - kurz, knapp, prägnant. Auch wenn die Seitenanzahl vermuten lässt, dass noch lange nicht alles über Napoleon gesagt wurde, ist dieses Buch sehr informativ und anschaulich geschrieben. Wie sagte schon Christian Morgenstern über ihn....
**Napoleon war ein Naturereignis. Ihn einen großen Schlächter schmähen heißt nichts anderes, als ein Erdbeben groben Unfug schelten oder ein Gewitter öffentliche Ruhestörung**
Wer Lust auf Biographien hat: bestellen!
Ideal für Einsteiger
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Flüssig geschrieben gibt dieses Buch einen guten Überblick über die wesentlichen Ereignisse in der Biografie Napoleons. Wer mehr in die Tiefe gehen möchte, findet hier Anknüpfungspunkte zur weiteren Recherche sowohl im Text als auch im Anhang (Bibliografie, Zeittafel). Die immer wieder eingestreuten Abbildungen helfen zusätzlich, sich ein lebendiges Bild vom damaligen Zeitgeschehen und von Napoleon als Person zu machen.
Gelungen
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Genau das habe ich gesucht: Ein Buch, das in Kürze einen Einblick in das Leben Napoleons gibt, sehr faktenorientiert ist und sich gut lesen lässt - prima.
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Produkt-Bild: Blitzkrieg-Legende: Der Westfeldzug 1940

Blitzkrieg-Legende: Der Westfeldzug 1940 von Karl-Heinz Frieser

Gebundene Ausgabe von Oldenbourg
Angebote bei Amazon: ab EUR 26,70

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3486578243, Erscheinungsdatum: August 2005, Auflage: 3. A.
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5 Kundenrezensionen:

Entzauberung eines Mythos
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Diese Buch ist inzwischen ein Klassiker.

Ich bin seit vielen Jahren an der Geschichte des zweiten Weltkriegs interessiert. Dieses Buch ist das beste das ich zu diesem Thema gelesen habe.

Es zeigt auf, dass erst mit dem Sichelschnittplan der Westfeldzug zum Blitzkrieg wurde.

Es zeigt auf, dass die Westmächte ausreichend bewaffnet gewesen wären, um den deutschen Angriff zurückzuschlagen, aber dass sie schlecht organisiert und schlecht geführt waren.

Das beste an dem Buch ist jedoch, dass es eine überzeugende Argumentation liefert, warum diue deutschen Panzerspitzen gestoppt wurden bevor das britische Expetiotionskorps auf dem Kontinent eingeschlossen war.

Es ist sehr schade das das militärgeschichtliche Forschungsamt die Reihe Operationen des zweiten Weltkriegs nicht fortgesetzt hat.
Es gibt kein besseres Buch über den Westfeldzug 1940
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Frieser zeigt anhand vieler historischer Einzelheiten, daß die Blitzkrieg-Strategie Hitlers nur eine Legende ist. Außerdem stellt er klar, daß nicht das Gesamtkonzept des Westfeldzuges für den Erfolg der deutschen Wehrmacht Ausschlag gebend war, sondern Mansteins militärisches Genie und das teilweise forsche Vorgehen einiger einzelner Truppenführer! (u.a. Guderians Durchbruch bei Sedan und der daraus resultierende, für die Allierten verhängnisvolle "Sichelschnitt") Ohne Rücksicht auf die offene, linke Flanke stieß Guderian bis zur Kanalküste vor und besiegelte die Niederlage der Briten und Franzosen.
Nicht die Überlegenheit der deutschen Truppen, sondern das militärische Versagen der Allierten und die Initiative der deutschen Truppenführer machten diesen Sieg möglich.
Nebenbei erwähnt ist es auch eines der am spannensten geschrieben Geschichtsbücher, die ich je gelesen habe.
Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der sich für Taktik und Strategie des 2. Weltkrieges interessiert. Eigentlch hätte dieses Buch 7 Sterne verdient!
Tolle Militärdokumentation - mit einem kleinen Haken
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ich bin seit Jahren sehr an der neueren Geschichte und vor allem an der Zeit des 2. Weltkrieg interessiert. Diese Dokumentation kann ich jedem, der an den detaillierten Zusammenhängen und Abläufen des Westfeldzugs 1940 interessiert ist, nur empfehlen! Es ist ausgezeichnet strukturiert und weitestgehend (Ausnahme: die Bewertung der deutschen Verluste als "gering" und das bei rund 49.000 Toten!) hervorragend formuliert.

Ich gebe trotzdem nur 4 Punkte, da der Autor ausschließlich auf die militärischen und taktischen Gesichtspunkte eingeht. Mir fehlt die Bewertung der Verantwortung des Militärs bei der Kumpanei mit Hitler, welche dessen waghalsige Politik ja erst möglich machte.

Der Einsatz der Waffen-SS wird zwar erwähnt, die von ihr schon damals begangenen Kriegsverbrechen (Gefangenenerschießung) jedoch verschwiegen. Auf Adolf Hitler wird zwar eingegangen, doch vor allem um den Mythos des GröFaZ (größter Feldherr aller Zeiten) bzw. als Miterfinder des Feldzugplans zu widerlegen.

Ich hätte mir auch von einem Militärhistoriker zumindest einen Hinweis darauf erwartet, daß die Wehrmacht zwar handwerklich auf der Höhe der Zeit war, jedoch moralisch und gesellschaftlich versagte.

Der 2. Weltkrieg wurde vom 1. September 1939 an von Deutschland brutal und rücksichtslos geführt. Völkerrecht und Genfer Konventionen wischte man einfach Beiseite. Die Wehrmacht war in Polen von Anbeginn in Kriegsverbrechen involviert und Teil des nationalsozialistischen Gewaltsystems. Ich halte es für unverzichtbar in Publikationen stets deutlich auf diesen weiter gefassten Kontext hinzuweisen. Ansonsten läuft man Gefahr sich für die militärische Perfektion der deutschen Wehrmacht zu sehr zu begeistern (und eventuell im Nachhinein noch stolz darauf zu sein). Mein Onkel starb im Januar 1945 einen überflüssigen Tod, er hatte, wie all die anderen Opfer des Krieges, ein friedliches Leben verdient!
Sehr Gelungen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Eines der besten Bücher zum Thema zweiter Weltkrieg und Frankreichfeldzug. Vor allem in vergleich zu den Erinnerungs-Bücher der einzelnen beteiligten Kommandeure liest sich das Buch sehr gut.
- sehr gutes Kartenmaterial
- militärische Lage wird von ganz oben bis ganz unten anahnd von Beispielen dargestellt
- Was ist passiert aus der Sicht von beiden Seiten.
Interessante Darstellung gegenüber der üblichen Geschichtsschreibung
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Das Buch legt sehr deutlich und umfangreich, die damaligen politischen, aber vor allem militärischen Gegebenheiten dar. Es vermittelt einen guten Einblick in die Abläufe der damaligen Zeit, wie Deutschland auf die Kriegserkärungen Frankreichs und Großbritanniens reagiert hat. Viele der dargelegten Fakten waren für mich neu, jedoch anhand der Quellenangaben sehr gut nachvollziehbar. Da ich gerade erst beginne mich mit den Hintergründen des 2. WK zu beschäftigen (abgesehen vom in der Schule vermittelten Wissen), bin ich der Meinung dieses Buch ist ein sehr guter Einstieg um den Hintergrund vieler militärischer Entscheidungen nachvollziehen zu können.
Desweiteren muss ich sagen das sich das Buch an Fakten hält und der Autor nicht versucht seine Argumente mit einer ideologischen Ansicht abzuarbeiten.
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Produkt-Bild: Schicksal einer Generation: Als Infanterist in Frankreich und Rußland

Schicksal einer Generation: Als Infanterist in Frankreich und Rußland von Heinz Kuss

Gebundene Ausgabe von Pour le Merite
Angebote bei Amazon: ab EUR 15,00

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3932381513, Erscheinungsdatum: Januar 2009, Auflage: 1., Aufl.
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Eine Kundenrezension:

Schicksal und Wahrheit
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Schicksal einer Generation: Mit diesem Titel schildert Heinz Kuss prägnant seine Soldatenzeit als Infanterist im Polen- und Frankreich-Feldzug, im Partisaneneinsatz sowie in der Knochenmühle der Ostfront.

Das Cover und der Titel des Buches sind für diesen Erlebnisbericht ein treffender Ausdruck, den der Autor verfasst hat. Kuss gelingt es, seine Kriegserlebnisse packend und hautnah zu vermitteln, sodass dem Leser ein tiefer Einblick in das Leben eines Soldaten an der Front geöffnet wird. Er ist einer der Menschen der sich nicht als Übersoldat suggeriert, sondern ganz offen mit seinen Fehlern, trotz besseren Wissens, die für ihn immer persönliche Folgen hatten, umgeht. Er scheut sich auch nicht davor, über seine Schwäche (sich bei Vorgesetzten und bei gleichen Dienstgraden durchzusetzen), zu berichten. Auch er schafft es, dem Leser einen Eindruck zu vermitteln, mit welcher Untergangsstimmung und vor allem, mit welchen parteipolitischen Begebenheiten, die von Parteibonzen veranlasst wurden, sich die Soldaten im letzten Abschnitt des Krieges herumschlagen mussten.

Ich vergebe 4,5 Punkte für dieses ausgezeichnete Buch. Da der Anfang, mit dem Polen- und Frankreich-Feldzug, wie abgehackt wirken, sind es keine 5 Punkte. Dieses ist aber kein Beinbruch, weil man ja aufrundet und sich das Buch wirklich fliesend lesen lässt.

Ich kann es nur empfehlen!
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Produkt-Bild: Der Deutsch-Französische Krieg 1870/71: Vorgeschichte, Verlauf, Folgen

Der Deutsch-Französische Krieg 1870/71: Vorgeschichte, Verlauf, Folgen

Gebundene Ausgabe von Ares
Angebote bei Amazon: ab EUR 25,00

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3902475692, Erscheinungsdatum: Juni 2009, Auflage: 1., Auflage
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3 Kundenrezensionen:

Ausgezeichnetes Geschichtsbuch
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieses Werk hält, was es verspricht. Nicht nur der eigentliche Kriegsverlauf wird dargestellt, sondern auch das politische Vorspiel, die tiefer liegenden Kriegsgründe sowie die weit reichenden Folgen dieses Konflikts. Ich fand es besonders lobenswert, auch über Themen informiert zu werden, die ansonsten in der Geschichte des deutsch-französischen Krieges keine Erwähnung finden, etwa die wirtschaftliche Seite des Krieges oder die Rolle der Marine und die Reaktion Österreichs. Darüber hinaus wird auch das Kampfgeschehen für einen interessierten Laien verständlich und nachvollziebar geschildert, wenn auch die Schlachtschilderungen ein wenig ausführlicher hätten ausfallen können. Dieser einzige Kritikpunkt schmälert allerdings den Wert dieses Buches kaum. Für jeden an der deutschen Geschichte Interessierten ist dieses Standardwerk absolut zu empfehlen.
Das neue Standardwerk
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Lang habe ich darauf gewartet. Angekündigt war das Buch bereits für den März 2009. Nun ist es erschienen und das Warten hat sich gelohnt. Vor mir liegt nun das Werk "Der Deutsch-Französische Krieg 1870/71", herausgegeben von Jan Ganschow, Olaf Haselhorst und Maik Ohnezeit. Den Herausgebern ist es gelungen, 9 hochkarätige Autoren zur Mitarbeit an dem Projekt zu versammeln, und ich muß sagen, die einzelnen Beiträge beleuchten dieses historische Ereignis von den verschiedensten Blickwinkeln sehr informativ, wissenschaftlich und ausgewogen.
Den Anfang macht die kluge Einleitung von Franz Uhle-Wettler. Die nachfolgende Herausgebereinleitung führt allgemein ins Thema ein, verdeutlicht die Motivation der Herausgeber und stellt den Forschungsstand zum Thema dar. Man erfährt, daß dieses Buch das erste seit fast 40 Jahren ist, das den Krieg in seiner Gesamtheit zu würdigen versucht.
Den Anfang macht Maik Ohnezeits Aufsatz zur politischen Vorgeschichte des Krieges. Es folgt die Darstellung Olaf Haselhorsts zum Kriegsgeschehen zu Land, dem schließt sich Alexis Giersch Schilderung der Auseinandersetzungen auf See an. Positiv hervorzuheben ist, daß sich Giersch nicht auf den Krieg selbst beschränkt, sondern einen Abriß über die Entwicklung der Marinepolitik in Deutschland anführt. Somit liefert das Buch gleichzeitig einen Einstieg in die Geschichte der deutschen Marine im 19. Jahrhundert mit Ausblick auf 1914. Lothar Höbelt beleuchtet dann die Angelegenheit aus österreichischer Sicht und zeigt auf, daß trotz gelegentlichem Wunsche, den Preußen die Niederlage von 1866 heimzuzahlen, die überwiegenden Sympathien im Habsburger Reich den deutschen Brüdern im werdenden Reich galten. Den Abschluß dieses ersten Teils bildet Maik Ohnezeits Darstellung des Kriegsendes, der Problematik um die Annexion von Elsaß und Lothringen sowie der politischen Folgen für das junge Deutsche Reich und die europäische Politik des Reichskanzlers Otto von Bismarck.
Der zweite Teil ist der Waffentechnik und der Taktik gewidmet. Im 19. Jahrhundert vollzog sich eine rasante militärtechnische Entwicklung, Stichwort: vom Vorderlader zum Zündnadelgewehr. Wie sehr diese Innovationen das Kriegsgeschehen und Gefechtsverhalten der Soldaten beeinflußten, zeigt der zweite Beitrag von Olaf Haselhorst. Lothar Kuhr widmet sich dann den sogenannten Blankwaffen, also Seitengewehren bzw. Bajonetten und zeigt damit, welche Rolle diese bereits veralteten Waffen noch spielten.
Der dritte Teil hat Wirtschaft und Gesellschaft zum Thema. Dirk Schmidt beschreibt die wirtschaftliche Seite des Krieges, Harald Lönnecker den Krieg in der deutschen Erinnerungskultur am Beispiel der studentischen Eliten.
Im vierten Teil beschäftigt sich Jan Ganschow in einem sehr umfangreichen Artikel mit dem Kriegsvölkerrecht im Deutsch-Französischen Krieg. Nach 1870/71 erfuhr das Kriegsvölkerrecht eine genauere Ausgestaltung als jemals zuvor. Die Erfahrungen des Krieges führten direkt zu den Haager Friedenskonferenzen von 1899 und 1907.
Den Abschluß bilden Quellen- und Literaturverzeichnisse, eine sehr übersichtliche Zeittafel, die den Konflikt in das historische Umfeld anschaulich einbettet, ein Autorenverzeichnis sowie Namens- und Ortsregister.
Hervorzuheben ist weiterhin, daß im Vorsatz vorn und hinten eine Karte abgedruckt ist, die es dem Leser sehr erleichtert, den Schilderungen politischer und militärischer Ereignisse im Buch zu folgen.
Dem Verlag ist zu danken, dieses Buch veröffentlicht zu haben. Es ist sicher nicht zuviel gesagt, wenn man behauptet, daß dieses Buch das neue Standardwerk zur Geschichte des Deutsch-Französischen Krieges darstellt.
enttäuschend
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Lange hatte ich auf das Erscheinen dieses Buches gewartet, nachdem es nur sehr wenig Literatur zu diesem historischen Ereignis gibt. Leider bin ich sehr enttäuscht: der Titel verspricht Aufklärung über Vorgeschichte, Verlauf und Folgen des dt-frz. Krieges, tatsächlich werden diese Themen bereits im ersten Kapitel auf ca. 170 Seiten abgehandelt. Das eigentliche Kriegsgeschehen wird nur oberflächlich dargestellt, seine Bedeutung für das Kriegswesen überhaupt nicht. Stattdessen folgen auf weiteren 200 Seiten endlose und staubtrockene Exkursionen über Randthemen, dazu mit völlig verworrenen Bezügen zum aktuellen Zeitgeschehen.
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Produkt-Bild: Königin der Troubadoure. Eleonore von Aquitanien.

Königin der Troubadoure. Eleonore von Aquitanien. von Régine Pernoud

Taschenbuch von Deutscher Taschenbuch Verlag
Angebote bei Amazon: ab EUR 1,17

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3423300426, Erscheinungsdatum: Juli 1992, Auflage: Neuaufl.
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5 Kundenrezensionen:

" Tot ist der Mensch, dem der Genuss/ Der Liebe nicht das Herz beseelt;/
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ein Leben, dem die Liebe fehlt,/ Gereicht der Welt nur zum Verdruss."

Minnelied des französischen Troubadours B. de Ventadour( 1125-1195).

Die von mir hochgeschätzte Régine Pernoud ist eine der führenden Historikerinnen Frankreichs. Ihre Bücher habe ich alle gelesen und bin vom gleichbleibenden Niveau ihrer Texte stets aufs Neue begeistert.
Für das vorliegende Buch hat sie den Grand Prix Historia verliehen bekommen.
Den äußerst differenzierten Betrachtungen des Lebens von Eleonore von Aquitanien, Königin von Frankreich und dann von England sind bibliographische Hinweise, eine Karte von England und Frankreich und ein Stammbaum angefügt.

Die junge Eleonore soll hübsch, klug, lebhaft, mit einer Vorliebe für Liebeslieder und Abenteuer gewesen sein. In ihrem hitzigen Blut ist sie offenbar ihrem Großvater Wilhelm dem Troubadour nachgeschlagen.
Als den Herzog Wilhelm X. von Aquitanien der Tod ereilt, vermählt sich seine Tochter, um einem frühen Wunsche ihres Vaters zu gehorchen, mit Ludwig, dem Erben des Königs von Frankreich. Sie ist in jenem aufregenden, raffinierten Languedoc aufgewachsen, wo sich trotz der lockeren Sitten die asketische Lehre der Katharer verbreiten kann und ist deshalb das Gegenteil ihres Gemahls, der bereits einen Monat nach der Hochzeit die Lilienkrone trägt.
Sie ist so sinnlich und graziös wie er fromm und plump. Eleonore erträgt das gemeinsame Leben mit dem " königlichen Schreiber " fünfzehn Jahre lang. Während des zweiten Kreuzzugs, auf dem sie ihn begleitet, teilt sie ihm in Antiochos ihren Entschluss mit, sich scheiden zu lassen. " Ich glaubte einen Mann zu heiraten und keinen Mönch!"
Vom Orient betört - zweifellos auch von ihrem Onkel Raimond de Poitiers und dem Mohammedaner Saladin -, denkt sie daran sich dort niederzulassen.
Aber Ludwig VII. ist keineswegs gewillt, auf diese Weise seine Frau und deren Mitgift, Aquitanien zu verlieren. Er entführt sie mit Gewalt aus Antiochos und fährt mit ihr an die Ufer der Seine zurück. Es hilft nichts. Nachdem das Konzil von Beaugency bei den Eheleuten eine Blutsverwandtschaft sechsten Grades festgestellt hatte, annulliert es am Palmsonntag des Jahres 1152 die Ehe von Eleonore und Ludwig. Aquitanien geht an ihre einstige Besitzerin zurück. Die Herzogin Eleonore ist frei. Wird sie sich erneut nach dem Heiligen Land einschiffen und zu ihren erotischen Liebschaften zurückkehren? Nein, sie hat sich in Heinrich Plantagenet, Graf Anjou, verliebt, als dieser dem König von Frankreich seine Lehenshuldigung darbrachte. Zwei Monate nach ihrer Scheidung heiratet sie ihn und schenkt ihm zur Hochzeit Aquitanien.
Ab 1154 herrscht Heinrich II. und Eleonore über England: Ihr Reich erstreckt sich von Schottland bis zu den Pyrenäen. In Wirklichkeit verwaltet Eleonore von Aquitanien allein, denn Heinrich, der in den nördlichen Marken oder in der Normandie Krieg führt, kann sich nicht darum kümmern. Zu jener Zeit lebt sie prunkvoll abwechselnd in Potiers, Niort und Bordeaux, umgeben von hübschen eleganten Damen und galanten, redegewandten Herren.
Sie beschützt die Troubadoure und Gelehrte, erfindet " Kurse der Liebe " und reagiert flink bei geistvollen Spielen, verachtet darum keineswegs die Freude des Körpers.
Heinrich ist weit weg und untreu, so gibt sie ihrer ungestümen Natur nach.
Sie liebt Herren, die dichten und Dichter, die keine Herren sind, darunter vermutlich Bernard de Ventadour. Sie ist Künstlerin und Liebende und betrachtet sich als Beschützerin der öffentlichen Belange.
Die Herzogin Eleonore urteilt, erlässt Gesetze, unterstützt die Kommunalbewegung. Es heißt sie habe sogar ein Gesetz für Seefahrt verfasst.
Im Jahre 1173 wird ihre mütterliche Leidenschaft ihr zum Verhängnis. Da sie den Aufstand ihrer Söhne Heinrich, Richard und Geoffroy gegen den Vater unterstützt hatte, lässt Plantagenet sie zuerst in einem Kloster, dann im Schloss von Salisbury festsetzen.
Erst nach dem Tode Heinrichs des II. 1189 wird sie frei. Von jetzt an wird sie bis zu ihrem letzten Atemzug alles daran setzen, die Familienangelegenheiten, also Staatsangelegenheiten, in Ordnung zu bringen. Ihren Sohn Richard I. von England hält Kaiser Heinrich VI. gefangen.
Sie regiert sein Königreich und bringt dem Deutschen selber die hunderttausend Pfund, die er als Lösegeld für Richard Löwenherz verlangt.
Im Jahre 1202 überquert die unbezähmbare Eleonore trotz ihres Alters die Berge. In Spanien führt sie die Verhandlungen über die Verlobung ihrer Enkelin Blanche, Tochter des Königs von Kastilien , mit dem zukünftigen Ludwig VIII. von Frankreich und setzt damit dem Krieg, den England seit fünf Jahren mit Frankreich führt, ein Ende.
In der Abtei von Fontevrault, für die sie stets eine Vorliebe gehabt hatte, findet Eleonore von Aquitanien den Tod und wird dort zwischen Heinrich II. und Richard I. bestattet.
Pernoud schreibt: " Sie sieht in dem warmen Ton ihres Grabsteins nicht wie eine Tote aus. Zu ihrer Zeit kannte man ja auch noch nicht jenen groben Realismus, der in der Renaissance aufkam und die Toten gerne als Kadaver zeigte."
Recht hat die Historikerin. Eleonore sieht auf dem Rosa und Hellblau gehaltenen Grabstein wunderschön aus. In ihren Händen hält sie ein Buch, dass darauf hindeutet, das dort die Königin der Intellektuellen ihrer Zeit bestattet worden ist. Dieser Anblick in Fontevrault hat mich tief berührt.

Wie alle Bücher Pernouds zeugt auch dieses Buch vom kritischen, historischen Verstand der Autorin.
hervorragend!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
ich hatte durch zufall im schatten der lilie gekauft und gelesen und wollte mehr über eleonore wissen. nach diesem buch war ich entsetzt was alles in romanen hineininterpretiert wird...diese biographie ist hervorragend geschrieben. es ist weder langatmig noch langweilig. interessante rescherchen. Blick auch für kleinigkeiten. hat mir ausgesprochen gut gefallen!!!! eleonore ist eine wahnsinnig interessante frau gewesen. dieses buch ist ein muss!!!!
Historisch genaue Biographie über Alienor von Aquitanien
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Das Buch schildert historisch genau das Leben der Alienor von Aquitanien, ohne hinzunahme irgendwelcher dichterischen Freiheiten. Die Autorin beginnt mit der ersten Hochzeit Alienors mit Ludwig VII. und endet mit Ihrem Tod nch 82 ereignisreichen Lebensjahren.
Der Stil ist gut aber das Buch liest sich auch für einen interessierten trotzdem etwas zäh.
Wer über die wirkliche Person der Alienor etwas erfahren möchte ist hiermit gut bedient. Leute die lieber in Romanform lesen werden sich etwas schwer tun.
Spannende Biographie einer außergewöhnlichen Frau
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ich muss gestehen: Bevor ich dieses Buch in die Hände bekommen habe, wusste ich so gut wie nichts über Eleonore von Aquitanien, und eigentlich wusste ich auch nicht allzuviel über diese Epoche, in der die Weichen für die weitere Entwicklung Europas hin zu Aufklärung und Renaissance gestellt wurden.
Die Eckpunkte gerade noch: Wilhelm den Eroberer, den Urgroßvater ihres zweiten Ehemannes, kennt man vom Englischunterricht, und ihren Sohn Richard Löwenherz kennt man im Zusammenhang mit Robin Hood, auch noch die Räuberpistole über Richards Geiselhaft hat man vage in Erinnerung...

Régine Pernouds Eleonore-Biographie "Königin der Troubadoure" schließt also (zumindest bei mir) eine hochnotpeinliche Bildungslücke: Sie setzt den verschiedenen Kolportage-Romanen über Eleonore eine fundierte Biographie entgegen, die vor allem auf zeitgenössischen Quellen beruht. Keine mit heißer Nadel gestrickte Romanbiographie also, keine unfreiwillig komischen Dialoge, deren Spagat zwischen heutigem Deutsch und authentisch wirken sollender Redeweise grandios ausrutscht, sondern Fakten, Fakten, Fakten... Allerdings sehr gut aufbereitete Fakten; auch ohne allzu viel Hintergrundwissen kommt man hier auf seine Kosten. Pernoud zeichnet ein farbiges Bild einer außergewöhnlichen Frau, deren Sinn für Literatur mindestens so ausgeprägt war wie ihre politischen Fähigkeiten. Eingebettet ist die als Erzählung gestaltete Biographie in ausführliche Erklärungen des zeitgenössischen Hintergrundes: Man erfährt ganz nebenbei viel über die Ideale und Vorstellungen der Zeit, die das Verhalten ihrer Menschen erst nachvollziehbar machen, lernt nebenbei die völlig verschieden gearteten Höfe und Residenzen Europas kennen -- von Westminster bis Konstantinopel und Antiochia.

Man merkt beim Lesen, dass Pernoud Historikerin ist. Sie verschont einen mit romantischem Schwulst, phantasiert keine wildromantischen Affären in ihr Thema hinein. Schnell wird klar, dass das auch nicht nötig ist: Die blanken Tatsachen über Eleonores Leben sind spannend genug, mehr als das: Sie dulden keine wildwuchernde Spekulation, die im Vergleich ohnehin mager daherkäme. Eine der einflussreichsten Frauen des ausgehenden Mittelalters lernt man hier kennen, die zahlreiche Minnesänger anregte, an deren Hof wohl auch Grundlagen gelegt wurden für die ersten höfischen Romane. Ihren ersten Mann, Ludwig VII., begleitet sie auf dessen Kreuzzug nach Palästina, heiratet Heinrich II. von England, durchlebt mit bzw. wegen ihm Höhen und Tiefen ungeahnter Dimension, beweist mehr als einmal außergewöhnliches politisches Geschick, übernimmt schließlich die Regentschaft für ihren meist abwesenden Sohn Richard. Noch am Ende ihres Lebens, als 80jährige, wird sie Zeugin des erstarkenden Bürgertums und erkennt in ihm sofort den neu entstehenden Machtfaktor; vor allem in ihrem angestammten Herrschaftsgebiet Aquitanien fördert sie die neugegründeten Städte. Und sie stellt ein weiteres Mal die Weichen für die weitere Entwicklung Frankreichs, indem sie ihre Enkelin Blanca mit dem französischen Thronfolger verheiratet.

Auch die historischen Hintergründe sind spannend zu lesen -- das Europa des 12. Jahrhunderts war nicht nur soziologisch und intellektuell auf ganz anderen Prämissen aufgebaut, nein, sogar die Geographie war eine andere (strenggenommen war z.B. der englische König ein Vasall des französischen, wegen seiner umfangreichen Besitzungen auf dem Festland).

Beispiele für gelungene "so ganz nebenbei"-Erklärungen gibt es zuhauf; z.B. bettet Pernoud in die Schilderung der Krönungszeremonie Richards Löwenherz geschickt ein, welche Bedeutungen all die Insignien, heraldischen Details usw. hatten; schließlich hatte im Mittelalter jede Geste eine weit über sich selbst hinaus weisende höhere Bedeutung.

Nur manchmal liest sich "Königin der Troubadoure" etwas zäh, nämlich dann, wenn Pernoud zu viele Fakten aufhäuft. Manchmal erliegt die Autorin auch dem Charme des Klischees, besonders, wenn sie die äußere Erscheinung der Protagonisten beschreibt. Hier stützt sie sich zudem oft auf zeitgenössische Porträts, weist aber nicht darauf hin, dass man es hier noch nicht mit der atemberaubenden Porträtkunst der Renaissance zu tun hat: Wer damals als schön galt, wurde mit den zeitgenössischen Insignien der Schönheit ausgestattet und dem Schönheitsideal der Zeit angeglichen... "Realismus" in der heutigen Bedeuung war noch unbekannt.
Ein weiteres Manko, das allerdings nicht die Autorin zu verantworten hat, ist das fehlende Register. Gerade weil einem viele Namen wichtiger Protagonisten kaum oder gar nicht bekannt sind, verliert man manchmal unter dem Lesen den Faden, muss umständlich zurückblättern... Ein Register wäre zwingend erforderlich.

Eine ohne Abstriche empfehlenswerte Biographie einer beeindruckenden, großartigen Frau, in die das umfangreiche Wissen über die historischen Hintergründe zwanglos integriert ist; ein gelungener Balanceakt zwischen Faktentreue einerseits und Lesbarkeit für interessierte Laien (mit und ohne Vorkenntnisse) andererseits -- keine leichte Arbeit, die Régine Pernoud geschultert hat.
Das Ergebnis ist beeindruckend; "Königin der Troubadoure" empfiehlt sich auch für Leser ohne ausgeprägtes historisches Interesse.
Was für eine Frau! Danke an die Autorin für dieses Bild
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Königin der Troubadoure. Eleonore von Aquitanien.

Als historisch nur schulgebildete Person war mir Eleonore von Aquitanien bis dato kein rechter Begriff. Dabei gehört sie eindeutig in die Reihe der ganz großen Namen, denn es ist Eleonores politischen Geschick und ihrer außerordentlichen Persönlichkeit zu verdanken, daß das Reich der Plantagenates unter ihrem Gemahl Heinrich II von England über Frankreich und England gefestigt und vergrößert wurde. Außerdem hat sie es durch das geschickte Verheiraten ihrer 10 Kinder (die den Robin Hood Lesern am bekanntesten sind Richard Löwenherz und der böse "King John") gewußt, ein ganz Europa überspannendes Netzwerk an starken Allianzen zu bilden, welches Ihr und Ihren Erben bis zum Tod dienlich waren.

Abgesehen von den politisch hochinteressanten Fakten hat Elisabeth von Aquitanien ausserdem persönlich starke Meilensteine durchlebt. Die Teilnahme am gescheiterten 3. Kreuzzug zur Wiedereinnahme von Jerusalem, zwei Ehen mit zwei Königen (die erste ging sie als strahlend schönes Mädchen von 15 Jahren mit Ludwig VII von Frankreich ein) und schließlich 16 Jahre Gefangenschaft durch Ihren Gatten Heinrich II, aus denen sie mit über 60 Jahren nicht gebrochen sondern in Ihrer Weisheit gestärkt und in ihrer Persönlichkeit gefestigt entgeht. Bis zu ihrem Tod mit 84 Jahren war sie ununterbrochen mit großem Weitblick politisch und sozial aktiv (.z.B. hat sie die steigende Macht des Bürgertums frühzeitig erkannt, diesen entsprechend Rechte gekoppelt mit Pflichten eingeräumt). Erst ganz am Ende ihres Lebens verbringt sie noch einige Jahre in relativer Ruhe zurückgezogen im Kloster.

Das Buch hat mir ausserdem als Lektüre sehr gut gefallen. Die Autorin hält sich strikt an die Fakten, ohne Interpretationen oder Ausflüge in Phantasien. Sie webt die Tatsachen aber so dicht, daß das faszinierende Bild einer Frau entsteht, die man nicht anders als bewundern kann
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Geschichte der Kindheit von Philippe Ariès

Taschenbuch von Deutscher Taschenbuch Verlag
Angebote bei Amazon: ab EUR 12,50

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3423301384, Erscheinungsdatum: Oktober 1998
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3 Kundenrezensionen:

selten eine bessere wissenschaft. arbeit zu diesem thema gelesen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
dieses buch fasziniert mich immer wieder, selten so ausführlich und erforscht zu diesem thema so was gutes gefunden, sehr, sehr empfehlenswert.
anthropologischer Abriss über Erziehung und Kindsein
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Aries zeigt in diesem Buch wie schon der Titel verrät die Geschichte der Kindheit auf. Für Historiker, Anthropologen und Sozialwissenschaftler auf diesem Gebiet gehört es zur Standartliteratur. Anhand von historischen Beispielen zeichnet er die Entwicklung von Erziehungsmethoden und Familienstrukturen nach mit denen Kinder konfrontiert sind.
Kindheit und Familienleben im "Ancien Régime"
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wider Erwarten findet der Leser in Ariès? Buch ?Geschichte der Kindheit? nicht die Geschichte der Kindheit wieder. Das 1975 unter diesem Titel in Deutschland erschienene Buch wurde von Philippe Ariès 15 Jahre früher in Frankreich unter dem Titel ?L?enfant et la vie familiale sous l?ancien régime? veröffentlicht und bezieht sich somit auf die Zeit vor 1789 (als Ancien Régime wird üblicherweise das absolutistische Herrschaftssystem in Frankreich vom 16. Jahrhundert bis zur Revolution verstanden). Ariès? Schilderungen beginnen jedoch etwa im Mittelalter. Auch der Titel der amerikanischen Fassung, ?Centuries of Childhood, A Social History of Family Life?, ist meiner Meinung nach irreführend. Was genau mit diesen je nach Land unterschiedlichen Titeln bezweckt werden soll ? wo doch der französische Originaltitel die einzig richtige Beschreibung liefert ?, ist mir ein Rätsel. Der deutsche Titel wurde laut Vermerk im Vorwort in Anlehnung an Michel Foucaults ?Histoire de la folie? gewählt.
Diese Irreführung durch den deutschen Titel ist jedoch das einzige, was ich an diesem Buch zu bemängeln habe. Die Jahrhunderte, die von Ariès beschrieben werden, geben einen fantastischen Einblick in das Leben von Kindern zu dieser Zeit. Die Grobeinteilung des Buches besteht aus drei Kapiteln: Die Einstellung zur Kindheit, Das Schulleben und Die Familie. Zuvor erwartet den Leser jedoch erst einmal ein 44 Seiten langes Vorwort, in dem schon einige Fragen, die der Leser möglicherweise hat, beantwortet werden. Was war das ?Interesse? an diesem Buch? Mit welcher ?Methode? wurde vorgegangen? Was könnte der ?Nutzen? dieses Buches sein? Danach folgt eine Einleitung von Ariès selbst und im Anschluss 500 interessante Seiten über Kinder und Kindheit. Der interessierte Leser muss weder ein Geschichtsfanatiker sein, um dieses Buch zu verstehen und von ihm gefesselt zu werden, noch muss er selbst Kinder haben *lach* - Ariès gibt Einblick in alle Lebensbereiche rund um Kindheit: Wie kommt es, dass Menschen einen Namen haben? Wann wurden Porträts mit Name, Alter und Entstehungsdatum versehen? Welche Ausdrücke für ?Kind? gab es in den verschiedenen Ländern (vor allem Frankreich)? Wie ging man in der Literatur mit Kindheit um? Wie in der Kunst? Wann fing man an, erste ?Lebensläufe? zu schreiben? Seit wann gibt es spezielle Kleidung für Kinder? Wie kam es, dass Kinder Schulen besuchen konnten? Ab wann gab es ein Familiengefühl? Usw.
Ariès gibt auf all diese Fragen (und natürlich noch viel mehr!) Antworten, er zitiert mittelalterliche Gedichte, Schilderungen der Kindheit von Ludwig XIII (dies war damals modern), er stellt Verbindungen zur Kunst und Literatur auf, wie z. B. zu Madame de Sévigné, die für ihre Liebe zu ihrer Tochter bekannt ist und dementsprechend eine der ?Quellen? für Kindheitsbegriffe (Kosewörter etc.) darstellt.
560 Seiten ohne ein einziges Bild können natürlich abschreckend erscheinen, aber die ?Geschichte der Kindheit? liest sich sehr gut und flüssig. Teilweise ist es unglaublich, dass das französische Original bereits Ende der 50er Jahre geschrieben sein soll. Im Laufe der Jahre gab es zwar eine Preissteigerung von 20 DM auf 15 Euro, aber die finde ich durchaus angemessen. Ariès? ?Geschichte der Kindheit? ist einfach ein Meilenstein ... Die Aussage des The New York Review of Books kann ich nur bestätigen: ?Ohne es wäre unsere Kultur ärmer.?
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Produkt-Bild: Geo Epoche, Nr.22 : Die französische Revolution: 22/2006

Geo Epoche, Nr.22 : Die französische Revolution: 22/2006 von Michael Schaper

Broschiert von Gruner + Jahr AG & Co., Druck- und Verlagshaus
Angebote bei Amazon: ab EUR 10,95

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3570196720, Erscheinungsdatum: Mai 2006, Auflage: 1., Auflage
Zoom ± Produkt-Bild: Geo Epoche, Nr.22 : Die französische Revolution: 22/2006

3 Kundenrezensionen:

Spannendes Wissen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Viele haben von der "Französischen Revolution" zuletzt in der Schule gehört. Dieses Wissen verblasst. Aber die Anliegen und Zusammenhänge dieses Umbruchs - des wichtigsten Umbruchs in der westlichen Zivilisation - sind aktueller denn je. Wieder ist die Rede von Restauration, wir stehen religiösen Fanatikern gegenüber und die Machtverhältnisse verschieben sich mehr und mehr in Richtung "Geld-Adel".

Da darf man ruhig mal nachlesen, wie das damals denn war.

Wie sich das für GEO EPOCHE gehört, ist die Thematik mit Bild und Text sehr gut strukturiert aufgearbeitet und es bleiben nach der Lektüre kaum Fragen zu dieser "zeitenwendischen" Revolution übrig. Im Gegenteil. Man versteht einiges besser und bekommt Lust, sein neu gewonnen Wissen weiter zu vertiefen.

Toller Band!
Liberté, Egalité, Fraternité
5 Punkte 5 von 5 Punkten
erstmals in Europa sollten alle Menschen gleich sein, dieses hehre Ziel schien jedes Opfer zu rechtfertigen.
Geo Epoche begleitet den Leser durch bewegende zehn Jahre, nach denen nicht nur in Frankreich nichts mehr so war wie früher.

Der Band beschreibt zunächst in zwei Artikeln den Niedergang des Königtums und den aufflackernden Widerstand der Landbevölkerung im "Mehlkrieg".

Weiter gehts mit der Einberufung der Generalstände und dem Ballhausschwur. Der Sturm auf die Bastille am 14.Juli 1789 wird minutiös dargestellt.
Die Kanonade von Valmy steht exemplarisch für die Befreiungskriege, die das revoluionäre Frankreich gegen das europäische "Establishment" führen mußte und dazu eine Wehrpflichtarmme schuf.
Dann wird auch die Konterrevolution der "Weißen" in der Vendee beschrieben und die fürchterliche Rache der Pariser Zentralgewalt, die in der südwestlichen Gegend Frankreichs keinen Stein auf dem anderen ließ.
Natürlich ist auch ein Kapitel Marat, Robespierre und Danton gewidmet und dem Terreur, den die einen mehr die anderen weniger entfesselten. Schließlich fraß die Revolution die eigenen Kinder.
Der aufsteigende Stern eines unbekannten korsischen Generals bildet den Abschluß.Er schloß im Dezember 1799 mit den Worten " Die Revolution ist beendet!"

Einziger Wehrmutstropfen ist das Titelbild, das die vorstürmende Marianne in der 1830 Revolution zeigt, was Geo Epoche auch freimütig zugibt. Auch wenn diese Bild zum Symbol für die franz. Revolution und alle nachkommenden wurde, hätte ich ein Bild aus der betreffenden Zeit bevorzugt; z.B. das Bildniss von Marats Tod.
Das aber nur am Rande, die Ausgabe ist hervorragend recherchiert, abwechlungsreich, beinhaltet alle wesentlichen Aspekte, was will man also mehr ?
Ich freue mich jedenfalls schon jetzt auf die kommende Ausgabe "Preussen".
Gut - aber "ausbaufähig"
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Da die meisten jüngeren ? Schülerinnen und Schüler ? meist im Unterrichtszusammenhang nicht unbedingt so ganz zuhören und die Älteren sich meist nur vage aus ihrer Schulzeit erinnern, dass die Französische Revolution irgendwie mal wichtig gewesen sein soll, ist dieses Heft sicherlich eine überaus wichtige Ergänzung für jeden Bücherschrank. Eventuell hätte noch eine Betrachtung zu den Bezügen der heutigen Kultur und Politik in Europa und zu aktuellen revolutionären Bestrebungen in der Neuzeit auf der ganzen Welt das Heft ergänzen können.
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