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Die chinesische Welt: Die chinesische Welt von den Anfängen bis zur Jetztzeit (suhrkamp taschenbuch) von Jacques GernetTaschenbuch von Suhrkamp VerlagAngebote bei Amazon: ab EUR 7,92 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3518380052, Erscheinungsdatum: Juni 1988 |
5 Kundenrezensionen:Die chinesische Welt 5 von 5 PunktenJacques Gernets Werk Die chinesische Welt" ist kein Buch für den Strand, das Wochenende oder das heimische Sofa. Es ist vielmehr ein Fachbuch für den sehr stark an China Interessierten, der sich sinologisch beschäftigen will und nicht zuletzt ein äußerst detailliertes Fachwerk, das die gesamte chinesische Kultur, Geschichte, Geographie und Landeskunde darstellt. Kurz: ein absolutes Standardwerk für jeden, der sich wissenschaftlich mit China auseinandersetzt. Jacques Gernet hat somit einen sinologischen und Chinawissenschaftlichen Bestseller geschrieben, der zu einer seriösen wissenschaftlichen Beschäftigung mit China einfach dazugehört. Genial dabei ist, dass jede Dynastie und Epoche der chinesischen Geschichte in größeren Abschnitten auch auf die kulturellen, geschichtlichen und gesellschaftlichen Hintergründe eingeht. Kaum ein anderes Werk ist dabei dermaßen detailliert und genau. Sehr schön sind auch die zahlreichen Abbildungen und Fotos sowie Landkarten und das Glossar. Das Buch endet mit der Epoche Maos, könnte sicherlich eine Fortsetzung finden, ist aber als solches eher ein Basiswerk zu sehen, dessen Fortsetzung- da es sich nun einmal um einen Klassiker handelt- eine Aufgabe jüngerer Generationen wäre. Dies jedoch dürfte ein schwieriges Unterfangen sein, die chinesische Welt und v.a. China so umfassend beschreibend fortzuführen. Das Buch gibt zudem ausreichend Informationen, die auch über das eigentliche Mainland China" hinausgehen, was den Titel, Die chinesische Welt" rechtfertigt. Man muss kein China-Spezialist oder -Fan sein, um etwas daraus zu lernen, da sich v.a. in den kultur- und geisteswissenschaftlichen Kapiteln und Erläuterungen auch Rückschlüsse auf die Gesellschaften und Länder ziehen lassen, die von China beeinflusst wurden oder noch immer beeinflusst werden- allerdings müsste man dann schon Asienwissenschaftler sein, da Gernet keine unterhaltsame Geschichte der Chinesen, sondern ein wissenschaftliches Basiswerk geschaffen hat. Umfassend, stringent, interessant zu lesen 5 von 5 PunktenIn diesem beeindruckenden Werk sind mehrere tausend Jahre chinesische Geschichte in kompaktem Umfang und leicht lesbarem Stil zusammengefasst. Die Historie wird von mehreren verschiedenen (philosophischen, kulturellen, politischen, wissenschaftlichen, ökonomischen etc.) Seiten aus detailliert aber doch auf das wesentliche beschränkt beleuchtet. Dabei wird insbesondere auf Zusammenhänge Wert gelegt, die das Verständnis der geschichtlichen Vorgänge wesentlich erleichtern und so auch eine Grundlage bilden können, das moderne China zu verstehen. Leider geht mitunter die Übersichtlichkeit verloren, wenn der Autor denselben Geschichtsabschnitt unter verschiedenen Perspektiven mehrmals behandelt. Ein weiterer Kritikpunkt ist die äußerst dürftige Behandlung der chinesischen Moderne, die kaum ausführlicher Behandelt wird als die Prähistorie. Wünschenswert wäre es auch gewesen, die im Text behandelten Namen und Fachbegriffe nicht nur in Pinyin, sondern auch in Schriftzeichen, darzustellen, statt letztere nur im Index anzugeben. Eine entsprechende Doppelbezeichnung würde ein Verständnis und Wiedererkennen bzw. Merken der Begriffe teilweise wesentlich erleichtern. Insgesamt aber ein interessantes und lehrreiches Buch, das auf jeden Fall eine lohnende Investition ist. Ein bißchen zu viel Phiosophiegeschichte 4 von 5 PunktenErst einmal ein dickes Lob an die Übersetzerin Regine Kappeler, die eine hervorragende Übersetzung geliefert hat. Anfangs war ich von den vielen chinesischen Namen erschlagen. Dann ging es mit der Zeit besser. Es ist schade, dass Gernet so viel über Philosophiegeschichte geschrieben hat. Es wäre besser gewesen, wenn er sich auf die politische Geschichte beschränkt hätte. Dann hätte er nicht schon mit dem Erzählen aufhören müssen, als China ein kommunistisches Land wurde. Er hätte dann bis zur Gegenwart über das Land erzählen können, denn gerade das 20. Jahrhundert ist sehr interessant. Ansonsten ist das Buch nicht schlecht. Leider kann ich mich nur anschliessen... 5 von 5 Punkten...schreibe ich doch sonst gern anderslautende Kritiken. Das Buch ist ungeheuer umfassend. Vom Autor gefärbte Einschätzungen der geschichtlichen Entwicklung erlauben den Leser eine Beurteilung der Ereignisse der letzten 4000 Jahre chinesischer Geschichte. Eine kurze Einführung in die Aussprache chinesischer Eigennamen erlaubt es endlich, wenigstens halbwegs z.B. die Qing (ausgesprochen: "Tjing") richtig zu lesen. Ein kleines Manko ist die viel zu eingeschränkte Betrachtung der chinesischen Gegenwart. Hier empfiehlt sich das Lesen zusätzlicher Bücher. Eine solide Grundlage! 4 von 5 PunktenWer sich umfassend mit der chinesischen Geschichte beschäftigen will, wird an diesem Buch zurzeit nicht vorbei kommen. Vorher habe ich Fischers Weltgeschichte Band 19 gelesen und muss sagen dass Jacques Gernets Buch einfach geeigneter ist. Gernet widmet der Geschichte Chinas mehr Seiten und schreibt meiner Meinung nach auch verständlicher. Was mir gefällt ist die Gründlichkeit mit der er die wichtigsten Dynastien wie die Han, Tang, Song, Yuan, Ming und die Qing oder andere behandelt. Allerdings werden nicht nur Aufstieg, Blüte und Sturz der Dynastien behandelt sondern auch das Geistesleben und technische Errungenschaften der jeweiligen Epoche. Als nützlich erweist sich auch die Umschrifttabelle, zu Beginn des Buches, aus der die richtige Aussprache von Vokalen und Konsonanten entnommen werden kann. Was ich schade finde ist, dass das Buch mit dem Tod Mao Tse-tungs endet und dadurch die letzten fast 3 Jahrzehnte bis zur Gegenwart fehlen. Fazit: Für jemanden der sich für die Geschichte Chinas interessiert und Fachbücher nicht scheut genau das Richtige! |
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China: Eine Weltmacht kehrt zurück von Konrad SeitzTaschenbuch von Goldmann VerlagAngebote bei Amazon: ab EUR 5,92 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 344215376X, Erscheinungsdatum: Januar 2006, Auflage: 1 |
Aus der Amazon.de-RedaktionVor beinahe 600 Jahren erreichten chinesische Schiffe unter dem Kommandanten Zheng He Ostafrika, nur wenige Jahrzehnte vor den Entdeckungsfahrten der Portugiesen. An Einwohnerzahl, Zivilisationsniveau und Wirtschaftskraft allen Staaten überlegen, stand das Reich der Mitte weltweit einzigartig da. Doch anscheinend grundlos wurden die Unternehmungen eingestellt und die "Weltmacht" China beschränkte sich auf ihre inneren Angelegenheiten. Was bewegte die chinesischen Kaiser dazu, die gewaltige Flotte lieber im Hafen verrotten zu lassen, anstatt weiter ins Unbekannte vorzudringen und sich so neue Einflusssphären zu sichern? Ausgehend von dieser Frage führt der ehemalige deutsche Botschafter in China, Konrad Seitz, den Leser in die Vorstellungen der sinozentrischen Welt ein. Das Buch gliedert sich in zwei große Abschnitte. Im ersten Teil zeichnet der Autor die historische Entwicklung Chinas nach und beschreibt detailliert die großen Umbrüche der neueren chinesischen Geschichte. Von der prunkvollen, doch erstarrten Welt der späten Qing-Kaiser, die angesichts der industriellen Revolution Europas immer weiter ins Hintertreffen geriet, über das Herabsinken Chinas zu einem halbkolonialen Spielball der imperialistischen Mächte, bis zur Verzweiflung der großen und stolzen Kultur an sich selbst und der "permanenten Revolution" des großen Vorsitzenden Mao Zedong. In der zweiten Buchhälfte werden die wirtschaftlichen und politischen Trends der letzten 20 Jahre untersucht und eine Prognose für die nächste Zukunft gestellt. Für viele neu dürfte die Feststellung sein, dass der wirtschaftliche Aufschwung der 80er im wesentlichen von der ländlichen Bevölkerung getragen wurde. Weit entfernt von gängigen Stereotypen gelingt es dem Autor ein scharfes Bild der gegenwärtigen Situation Chinas zu zeichnen, die sich dem Außenstehenden nur durch den historischen Kontext erschließt. Vor allem die jüngsten Entwicklungen der aufstrebenden Weltmacht werden sachkundig analysiert, zumal Seitz als Botschafter in der Lage war, sie von einer einzigartigen Warte aus zu beobachten. --Daniel Leese 5 Kundenrezensionen:Ein wohlwollendes Buch mit vielen Informationen 4 von 5 PunktenIn "China - Eine Weltmacht kehrt zurück" beschreibt der ehemalige deutsche Botschafter in China, Konrad Seitz, die Geschichte und die jüngeren Entwicklungen bis etwa zum Jahr 2000 in China. Der eindeutig stärkste Teil des Buches ist dabei der geschichtliche Teil bis einschließlich der Herrschaft Mao Tse-tungs. In diesem Teil zeichnet der Autor ein nachvollziehbares, schlüssiges Bild der Entwicklungen, das auch für Leser wie mich, die in der älteren chinesischen Geschichte zuvor ziemlich unbewandert waren, verständlich ist, viele begründete Informationen vermittelt und wenige Fragen offenlässt, auch deshalb, weil Wirtschaft, Politik und Kultur in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen und allen drei genügend Raum zukommt. Leider schafft es der Autor nicht, die hervorragende Qualität des ersten in den zweiten Teil des Buches, den über Chinas jüngere Entwicklung ab dem Herrschaftsantritt Deng Xiaopings, mitzunehmen. Nach wie vor schreibt er schlüssig, informativ und faktenorientiert, allerdings verengt sich das Blickfeld zunehmend allein auf Wirtschaft und Wirtschaftspolitk. So wird etwa die Tibetfrage schlicht ignoriert und der Taiwankonflikt fast allein aus wirtschaftspolitischer Sicht analysiert. Einer ähnlichen Linie folgt der Autor in Sachen Demokratie mit der These, die Entfaltung einer freien Wirtschaft führe früher oder später zu demokratischen Verhältnissen, womit auch das Demokratiedefizit in China zum hauptsächlich wirtschaftspolitischen Thema gemacht wird. Auch wird den Beschreibungen positiver Entwicklungen jeweils auffällig mehr Raum eingestanden als denen ihrer negativen Begleiterscheinungen wie Umweltverschmutzung oder wachsender sozialer Ungleichheit, welche zwar erwähnt, aber bei weitem nicht so tiefgreifend wie etwa der Aufstieg der privaten Unternehmen analysiert werden. Grund hierfür könnte der starke Optimismus sein, mit dem der Autor Chinas weiterer Entwicklung gegenübersteht, was zur Folge hat, dass die genannten Probleme als unerfreuliche, aber notwendige Begleiterscheinungen eines positiven Prozesses gesehen werden, die mit der Zeit dank ebenjenes Prozesses wieder verschwänden. Gerade um diese Einschätzung besser nachvollziehen und bewerten zu können, wären aber umfangreichere Informationen über die Problemzonen des chinesischen wirtschaftlichen Aufstiegs sehr wünschenswert. Leider nicht eingegangen wird schlussendlich auch auf das mit dem chinesischen Wirtschaftswunder eng verbundene Problem, was es für die westlichen Demokratien bedeutet, im Wettbewerb mit einer autoritären Diktatur zu stehen, die für viel stärkeres Wirtschaftswachstum als in Amerika oder Europa sorgt. So fragte der Spiegel vor nicht allzu langer Zeit in einer Serie, ob nicht die Gefahr bestehe, westliche Staaten könnten autoritärer werden wollen, um nach chinesischem Vorbild so das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Der Autor schließt dies offenbar aus und ist stattdessen von der Gegenthese überzeugt, China würde sich durch die Wirtschaftsliberalisierung demokratisieren, begründet aber nicht, warum er den umgekehrten Fall nicht für möglich hält. Als Einstiegswerk für China-Neulinge ist dieses Buch dennoch zu empfehlen - zum einen aufgrund seines hervorragenden Geschichtsteils, zum anderen durch die Qualität der vorhandenen Informationen zur Gegenwart. Um allerdings das Chinabild zu vervollständigen und sich wirklich umfassend über die neue Weltmacht zu informieren, bedarf es neben diesem Werk auch eines, das mehr Gewicht auf Chinas Probleme legt und die Kehrseiten der Wachstumsmedaille besser verdeutlicht. Der Autor ist einer der wenigen echten Chinakenner 5 von 5 PunktenLiest man dieses Buch durch erkennt man sofort, dass man einen Autor vor sich hat, der die Erfahrungen direkt aus der Praxis gewonnen hat und nicht bei anderen Autoren abgeschrieben hat was bei vielen Chinaautoren leider der Fall ist. Das Buch erklärt ausführlich die Hintergründe der historischen Entwicklung und knüpft eine gute Verbindung zur wirtschaftlichen Entwicklung in den letzten Jahren. Herr Seitz kennt wirklich die Chinesen wie sonst nur wenige andere Leute. Das Buch liest sich sehr gut von der ersten bis zur letzten Seite und verknüpft in unterhalsamer und korrekter Weise die kulturellen mit den wirtschaftlichen Bedingungen Chinas. Dieses Buch kann man wirklich jedem an China interessierten Leser empfehlen. Wer China verstehen will, muss dieses Buch lesen! 5 von 5 PunktenDieses Buch ist die fundierteste Analyse Chinas, die ich kenne. Sie schließt eine große Lücke im europäischen Bildungskanon und zeigt ebenso die historische Entwicklung als auch die heutigen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Bezüge zwischen Europa, Asien und Amerika auf. Dieses spannend geschriebene Werk ist eine Vertiefung von Seitz Anfang der 90er erschienen Buches "Wettlauf ins 21. Jahrhundert" und beide Titel sind jedem politisch Interessierten dringend zu empfehlen. Es bleibt für die deutsche und europäische Außenpolitik zu hoffen, dass Seitz als ehemaliger politischer Planungschef im Auswärtigen Amt unter Außenminister Genscher würdige Nachfolger gefunden hat. Geschichte gut, Gegenwart mit Schwächen 3 von 5 PunktenWer sich über die Geschichte Chinas einen Überblick verschaffen möchte, ist mit diesem Buch sicher gut bedient. Die Schwächen des Buches beginnen jedoch dort, wo sich es sich mit der Gegenwart zu beschäftigen beginnt. Einerseits sind die verwendeten Zahlen seit der Erstauflage vom Jahr 2000 offensichtlich nur sehr punktuell überarbeitet worden, dass vielerorts in Vergleichen noch von DM statt Euro die Rede ist, ist in dieser Hinsicht symptomatisch. Gerade zu einer sich derart dynamisch entwickelnden Thematik wie China wäre eine gründlichere Überarbeitung sehr wünschenswert gewesen. Zum Zweiten wird man den Eindruck nicht ganz los, der Autor lasse sich zu sehr von seiner Begeisterung für China leiten. So werden die kritischen Aspekte Chinas künftiger Entwicklung zwar durchaus angesprochen, in den Gesamtwürdigungen gehen diese aber wieder weitgehend vergessen und überwiegen dann die manchmal fast schon schwärmerischen Einschätzungen des Autors. Kurz gesagt: Dieses Buch gibt einen guten Überblick über die Geschichte Chinas und teilweise auch über die gegenwärtigen Entwicklungen, es lohnt sich aber, zusätzlich auch kritischere Sichtweisen mit zu berücksichtigen. Der ideale Einstieg für den China-Interessierten 5 von 5 PunktenKonrad Seitz' 'China. Eine Weltmacht kehrt zurück' stellt den idealen Einstag für jeden dar, der sich für die Kultur und Geschichte Chinas interessiert. In fünf großen Kapiteln wird die Geschichte dieses Riesenreiches von den Anfängen in der Qiun- und Han-Dynastie bis zur Gegenwart veranschaulicht. Keineswegs handelt es sich dabei um eine müde Ansammlung von historischen Daten und Fakten, sondern um lebhaft erzählte Geschichte. Seitz erweist sich als überaus kenntnisreicher Experte, dem die richtige Mischung zwischen geschichtlicher Erzählung und sachlicher Darstellung gelingt. Etwa die Hälfte des 500-seiten starken Kompendiums widmet sich dem modernen China nach Mao. Hier verschont der Autor den Leser nicht mit wirtschaftlichen Detail- und Spezialwissen, dem man sich als Leser in dieser Form jedoch gerne ausgesetzt fühlt. Interessanter schien mir jedoch die erste Hälfte, in der Kultur und Geschichte des alten Chinas bis zu Mao sinnhaft erörtert werden: Die kosmisch begründete, zentrale Stellung des Reiches der Mitte, das wie die Griechen die Welt in Zivilisation und Barbarei schied. Hiervon ausgehend die fatale Abschottung nach außen, was zum Untergang und zur Imperialherrschaft der Europäer im 19. Jahrhundert führte. Die Geschichte hätte auch anders verlaufen können. Anfang des 15. Jahrhunderts verfügt China über die größte Flotte der Welt mit den größten Holzschiffen, die jemals gebaut wurden. Es werden Handelsbeziehungen bis nach Mogadischu in Afrika und Jiddah im Nahen Osten aufgebaut. China steht im Begriff, die Welt zu erobern, wie es einige Zeit später die imperialistischen Nationen Europas taten. Als der Yongle-Kaiser jedoch 1421 starb, werden alle Expeditionen eingestellt und China wird von den europäischen Nationen, maßgeblich den Engländern, ausgebeutet. Als Mao mit seinen roten Brigaden das Land nach jahrzehntelangen Wirren und Bürgerkrieg unterwirft und vermeintlich eint, gibt seine absolute Schreckensherrschaft noch Zeugnis von der hierarchischen Organisation des alten Reiches, gegen das der chinesischen Kommunismus doch vorgibt zu Felde zu ziehen. Wer sich eingehender über die Verbrechen Mao Zedongs informieren will, lese Jung Changs Biographie 'Mao - Das Leben eines Mannes. Das Schicksal eines Volkes'. Bei Seitz' China-Buch handelt es sich insgesamt um eine sehr ausgewogenen, sachkundige und interessante Darstellung. In jedem Falle lesenswert! Thomas Reuter |
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Das neue China: Von den Opiumkriegen bis heute von Helwig Schmidt-GlintzerTaschenbuch von C.H.BeckAngebote bei Amazon: ab EUR 2,00 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3406447260, Erscheinungsdatum: Januar 2009, Auflage: 5 |
5 Kundenrezensionen:komprimiert und manchmal anstrengend 3 von 5 PunktenDer Autor gibt einen guten Überblick. Da er einen sehr komprimierten Stil hat und teilweise mehrere Informationen in einen Satz bringt, finde ich dieses Buch für neue China-Interessenten zu anstrengend. Ich hätte mir mehr detaillierte, anschauliche Darstellungen gewünscht. Eine gute Darstellung der chinesischen Geschichte 4 von 5 PunktenDas vorliegende Buch beschreibt die Geschichte Chinas von den Opiumkriegen bis heute. Der Autor versteht es, auf geringem Raum, die wesentlichen Fakten darzustellen und in den geschichtlichen Kontext einzuordnen. Dieses Buch zeichnet sich durch eine äußerste Informationsdichte aus, d.h. obwohl die Seitenzahl des Buches auf den ersten Blick gering erscheinen mag, findet sich eine wahre Flut an Fakten, Daten und geschichtlichen Ereignissen. Der Autor schafft es, die einzelnen Ereignisse in den Gesamtkontext einzuordnen, dabei Querverbindungen zu schlagen und damit die Geschichte Chinas sehr lebendig erscheinen zu lassen. Sehr kompaktes Kompendium 3 von 5 PunktenDieses Buch ist meines Erachtens kein Buch für Einsteiger. Der Autor verwendet eine eigene Fachsprache mit vielen (wichtigen) Daten und Fakten. Er weist auf viele Querverbindungen zu anderen Gedankenströmen und Ereignissen hin, die es einem Laien schwer machen, dieses Buch zu lesen. Zudem gibt es keine Bilder oder ähnliche auflockernde Schaubilder, die es einem erleichtern würde, die komplexe Geschichte seit den Opiumkriegen besser zu verstehen. Ich habe das Buch lediglich verwendet, um meine Geschichtskenntnisse wieder aufzufrischen. Ich kannte die Historie schon vorher, habe aber im Laufe der Zeit viele Zusammenhänge wieder vergessen. Das Buch werte ich als eine komplexe und kompakte Gedächtnisstütze ohne Nachschlage-Charakter! Nützliche Kompakthistorie des modernen China 4 von 5 Punkten?Von den Opiumkriegen bis heute" lautet der Untertitel dieses Buches, das in der Übersicht knappe 170 Jahr umschließt, vom Beginn des ersten Opiumkriegs 1839 bis in die geschichtliche Gegenwart des Jahres 2003. Schmidt-Glintzers Konzeption ist es dabei, eine komprimierte Übersicht der Ereignisse und historischen Perioden im Kontext einer gesamteinheitlichen Einordnung in den chinesischen Geschichtsprozess zu erstellen. Der Schwerpunkt wird auf die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts gelegt, das mit dem Ende des Kaiserreichs sowie der Gründung der Republik und dem Bürgerkrieg zwischen Guomindang und KPCh zentral für die strukturell Umgestaltung des Landes in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war. Dass bei einer solchen Fülle an Ereignissen und Fakten vieles nur andeutungsweise und sehr gerafft dargestellt werden konnte, versteht sich von selbst. Eine Grundkenntnis zentraler historischer Termini der chinesischen Historie ist unabdingbar, da der Autor Grundkenntnisse über die zentralsten Ereignisse und Personen voraussetzt. Sinnvoll ist auch der Einsatz eines chinesischen Geschichtslexikons (z.B. Josef Guter ?Lexikon der Geschichte Chinas") als Begleitlektüre. Erwähnenswert ist außerdem die sehr gute Zeitleiste am Ende des Buchs, die bis in das Jahr 2003 hineinreicht. Nützlich ist dieses Buch für all jene, die ihre Grundkenntnisse der modernen chinesischen Geschichte auffrischen möchten und dabei Anregungen für tiefgehendere Beschäftigung mit einzelnen Thematiken suchen. Schmidt-Glintzers Buch ist klar strukturiert, fundiert geschrieben und inhaltlich treffend geschrieben und war für mich zur Rekapitulation dieses Zeitabschnitts sehr hilfreich. Allen, die eine ausführliche, wissenschaftliche Lektüre über das moderne China suchen, sein das Standardwerk von Jonathan Spence, ?Chinas Weg in die Moderne", empfohlen. Sehr gut, aber nicht einfach 4 von 5 PunktenDieses Buch ist als erster Einstieg sicher anspruchsvoll, aber nicht ungeeignet. Zusammen mit der Ausgabe "Das alte China. Von den Anfängen bis zum 19. Jahrhundert" vom gleichen Autor erhält man nicht nur einen guten Überblick über die Geschichte Chinas, sondern auch einen Eindruck der Herausforderungen, die sich einer Darstellung der chinesischen Geschichte in dieser Kürze ergeben. Anspruchsvoll und manchmal verwirrlich ist sicher, dass die Geschichte Chinas nicht streng chronologisch abgehandelt wird, sondern gleiche Zeitabschnitte aus verschiedenen Perspektiven mehrmals betrachtet werden. Gleichzeitig ist dies jedoch gerade auch, was dieses Buch auszeichnet, es ist nicht eindimensional, der Autor behält immer eine kritische Distanz zu den eigenen Interpretationen und schafft trotz der Kürze des Buches eine bemerkenswert differenzierte Darstellung des Themas. Zusammen mit den wenigen, aber qualitativ hochstehenden Karten ein gutes Buch für den anspruchsvollen Einsteiger und insbesondere auch zur Auffrischung der China-Kenntnisse. |
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Chinas Megatrends: Die 8 Säulen einer neuen Gesellschaft von John Naisbitt, Doris NaisbittGebundene Ausgabe von Hanser FachbuchAngebote bei Amazon: ab EUR 12,59 ![]() 3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3446419594, Erscheinungsdatum: Sept. 2009 |
5 Kundenrezensionen:Auf welchen Säulen der rasante Aufstieg Chinas beruht 4 von 5 PunktenChinesen produzieren Billigware, kopieren Markenprodukte und verletzen Menschenrechte. Das sind die gängigen Vorurteile gegenüber der aufstrebenden Supermacht. John und Doris Naisbitt bieten dem Leser eine neue Perspektive an. Sie erklären, wie es die Kommunistische Partei Chinas in nur 30 Jahren geschafft hat, das Volk aus bitterer Armut und Unwissenheit zu Wohlstand und Bildung zu führen. Die Autoren glauben sogar, dass China ein neues Gesellschaftssystem hervorgebracht hat - die vertikale Demokratie -, welches als Vorbild für Entwicklungsländer dienen könnte. Ihre Bewunderung für Chinas Leistungen verbergen die Naisbitts nicht, im Gegenteil: Sie fordern Amerika und Europa auf, den asiatischen Riesen nicht länger zu verurteilen, sondern als gleichwertig zu akzeptieren. Ihre optimistische Sicht kann man teilen oder nicht - sicher ist sie ein interessantes Relativ zum allgegenwärtigen China-Bashing. getAbstract empfiehlt das Buch allen Unternehmern, Politikern und politisch Interessierten, die dem Land unvoreingenommen begegnen wollen. Chinesicher Weg eine Alternative zur Demokratie? 4 von 5 PunktenDas Buch ist gut geschrieben und auch fesselnd, jedoch wird hier die Zukunft Chinas anhand von Beispielen aus der Vergangenheit erklärt und mir zuwenig auf das zukünftige China eingegangen. Fand es aber trotzdem sehr spannend die Entwicklung Chinas in den letzten 30 Jahren aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und die Gründe für den Aufstieg dargestellt zu bekommen und wieso China in Zukunft in dem gleichen atemberaubenden Tempo weiterwachsen könnte. Ein Kernthema, welches sich durch sämtliche Kapitel zieht ist der Verlgeich der westlichen Demokratie mit der Chinesischen Staatsform (wobei der Autor den Begriff "Sozialismus" für veraltet und unpassend hält). Es wird hier sowohl auf die Vor, als auch auf die Nachteile des Chinesischen Gesellschaftsmodells eingegangen (wobei die Nachteile nur sehr schwach ausformuliert sind und der Eindruck entsteht, dass der Autor ein "Fan" von China ist). Auch werden die Nachteile westlicher Demokratien, wie die großen Wahlversprechen vor der Wahl, eingegangen (finde es gut, dass dieses Thema endlich mal wieder angesprochen ist, weil das System eben noch nicht perfekt ist). Ein wichtiger Punkt für den Autor ist auch, das die Chinesen andere Bedürfnisse und Wünsche haben, weshalb das Westliche Demokratiemodell für die Chinesen nicht passt und auch nicht gewünscht ist. Kann das Buch nur empfehlen, weil es sich leicht lesen lässt und China mal aus einem anderen Blickwinkel betrachtet als viele deutsche Medien, wo es meist ausschließlich über Menschenrechte oder Wirtschaft geht. Warum nur 4 Sterne? Hätte mir konkretere Aussagen über die zukünftige Entwicklung Chinas gewünscht Buch eines Profiteurs 1 von 5 PunktenDas Format dieses Buch liegt nahe beim Format DIN A5 und umfasst 262 Seiten eigentlichen Buchtextes unterteilt in 8 Kapiteln (keine Bilder und keinerlei Diagramme). Es beginnt mit einem vorgesetztes einseitiges Übersichtsverzeichnis und einem detailierterem Inhaltsverzeichnis von 5 Seiten. Dann folgenen ein 4 seitiger Prolog und eine 11 seitige Einführung. Am Buchende folgt dann noch ein Nachspann mit dem Titel "Die Streitfragen" (13 Seiten) sowie ein Prolog (2 Seiten) und 4 Dankesseiten. Zum Schluss folgen noch 2 Seiten "Resourcen" und ein 6 seitiges "REGISTER" (wohl eher ein Stichwortverzeichnis). Die Qualität des Druckes und der Buchbindung ist einwandfrei, also hochwertig! ... der Inhalt ist davon getrennt zu bewerten. Doch noch einige Fakten: 1. Das detailierte Inhaltsverzeichnis setzt sich zusammen aus den 8 Kapiteln oder "Die 8 Säulen" (Buchtitel): - Säule I. Die Emanzipation des Denkens (S. 18-53) - Säule II. Der Balanceakt zwischen Spitze und Basis (S. 55-86) - Säule III. Dem Wald Grenzen setzen, doch die Bäume wachsen lassen (S. 87-114) - Säule IV. Von Stein zu Stein ertasten wir unseren Weg durch den Fluss (S. 115-152) - Säule V. Künstlerische und interlektuelle Inspiration (S. 153-190) - Säule VI. Ein Teil der Weltgemeinschaft (S. 191-217) - Säule VII. Freiheit und Fairness (S. 219-246) - Säule VIII. Vom olympischen Gold zu Nobelpreisen (S. 247-278) Ich habe mich auf meiner Suche nach brauchbaren Einsichten über "Megatrends in China" durch dieses Buch gequält nach dem Motto "Die Hoffnung stirbt zuletzt". Leider war es rückblickend reine Zeitverschwendung! Der Autor John Naisbitt beschreibt im Prolog die Entstehungsgeschichte des Buches. Er bezieht dich u.a. auf eine Begegnung mit dem chinesischen Präsidenten Jiang Zemin, der von seinem Buch aus den 1980ziger Jahren begeistert war. 10 Jahre später trifft der Autor den chinesichen Geschäftsmann Wang Wei (Vorsitzender des später gegründeten Verbandes "China Mergers & Acquisiton", der ihn dann bat dieses Buch zu schreiben. Auf den 4 Dankesseiten am Ende des Buches dankt dann auch der Autor diesem Manne ganz besonders für seine ausserordentliche Unterstützung. Die Basis des gesamten Buches ist die Arbeit von - Zitat aus dem Prolog: "... ein Team von bis zu 28 Studenten und Absolventen zweier Universitäten Tianjins, die von chinesischen Unternehmern und Akademikern geleitet wurden, mit einer umfassenden Analyse der lokalen Presse in China." - Zitatende. Die als Buchmitautorin benannte Doris Naisbitt hatte eine Managementposition beim Signum Verlag inne. Durch die Zusammenarbeit mit dem Buchautor lernte man sich kennen und heiratete später. Zusammen wurde dann ein Institut gegründet, dessen Arbeiten mittels 28 chinesischer Studenten und Akademikern die Grundlage zum Buch schufen. Es sind zumindest alle diese lokalen Pressetitel im Anhang unter "RESOURCEN" aufgelistet. Was soll ich von einem Buch halten, das auf Auswertung von lokalen chinesischen Zeitungen beruht, wenn Pressefreiheit und Zensur in China in keinster Weise mit westlichen Mastäben gewertet werden kann?!? ... und dann noch wohlwollende Unterstützung von chinesischen Geschäftsleuten, die die wohlwollende politische Duldung, ja vermutlich heimliche Zustimmung befördern. Der Autor spricht zwar viel von Gesprächen mit Geschäftleuten, Politikern, Akademikern und Künstlern ... aber eben nicht Wanderarbeiter in Shanghai, zwangsverlegter chinesischer Bürger anlässlich von Grossprojekte (ohne juristische Verfahren). Kein Stimmrecht. Geheime Gefängnisse von Bürgern, die die "Unverschämtheit" besitzen sich bei den Behörden über Zwangsenteignungen zu beschweren ... Es wird auch nicht ersichtlich, wie der Staat China seine Infrastruktur aufbauen will, also Strassen und Bildungssysteme für alle ... Dieses Buch spricht von "Megatrends" ... Ich werde nie verstehen, warum solche Autoren als auch die chinesischen Politiker nicht erkennen wollen, das dieses grosse Volk der Chinesen NIE ihr wahres Potential ausschöpfen können, da der Anreitz fehlt. Dieser kann in letzter Konsequenz nur in der Freien Entscheidung des Individuums entstehen. Somit kommt China um eine echte, eine wahre Demokratie mit freien Wahlen und echter Pressefreiheit langfristig nicht umhin. Alles in allem ist dies ein rosa-rotes Buch über China ... schöne neue Welt! Eine Bereicherung 4 von 5 PunktenBerichte über China beschränken sich in deutschen Medien in aller Regel auf zwei Bereiche. Die Anprangerung von Menschenrechtsverletzungen und das Schüren von Angst vor der aufstrebenden Wirtschaftsmacht. Der Autor versucht durch eine differenzierteres Betrachtungsweise zum Verständnis der chinesischen Entwicklung beizutragen. Positiv: Genauso wie die Bankmanager hinter ihren Boni herjagen ohne an Zukunft zu denken, reagieren unsere Politiker das Land. Da sie alle nur für kurze Zeit das Gefühl der Macht auskosten können, kann man ihnen noch nicht einmal verdenken, dass sie keine unpopulären aber notwendigen Entscheidungen treffen sondern immer nur im Hier und Jetzt leben. Dass die Mehrheit der Chinesen, denen es wirtschaftlich von Jahr zu Jahr besser geht während der Wohlstand in Deutschland von Jahr zu Jahr sinkt, nicht mit unserem Demokratiesystem tauschen möchte, ist einleuchtend. Aber solche Wahrheiten sind unpopulär und werden daher in Deutschland im Regelfall totgeschwiegen. Negativ: Zwar zeigt der Autor sehr gut die Entwicklung im heutigen China auf, allerdings wird auf die zukünftige Entwicklung kaum eingegangen. Auch wenn der Autor natürlich keine Glaskugel besitzt, so hätte ich doch zumindest den Versuch erwartet die Entwicklung der nächsten 10-20 Jahre zu prognostizieren. Fazit: Auch wenn man natürlich nicht immer die Auffassung des Autors teilt, so hebt sich das Buch positiv von der üblichen dogmatischen Berichterstattung ab. Der Zukunftsausblick fehlt leider weitestgehend, trotzdem eine gutes und lesenswertes Buch. Interessant, aber Themaverfehlung 2 von 5 PunktenMegatrends - ich habe mir ein Blick in die Zukunft erwartet, klare und verstaendliche Sprache des Autors, Insiderwissen und alles aus einem neutralen Blickpunkt. Ich konnte mir nicht EINEN Megatrend merken, es ist eher eine Aneinanderreihung von netten (Erfolgs)geschichten bekleidet mit ein paar netten/bekannten Zitaten von Deng Xiaoping und Jiang Zemin (oder Hu). Der Autor erfaehrt selber nicht viel und "verlaesst" sich auf seine Quellen 2. oder 3. Hand. Zumeist sind diese Quellen oberes Management und Spitzenpolitiker. Bei einer Bevoelkerung, die 2/3 aus einfachen Leuten/Bauern besteht, haette ich gerne noch kurz eine Meinung von diesen 2/3 gehoert bzw. ("Erfolgs")Geschichten. NOCH MEHR HAETTE ICH KLAR VERSTAENDLICHE WORTE UEBER DIE MEGATRENDS CHINA ERWARTET - EINEN BLICK IN DIE ZUKUNFT. Fuer mich eine klare Themaverfehlung! Trotzdem 2 Sterne, weil doch ein paar aktuelle Berichte drin sind. |
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1421. Als China die Welt entdeckte von Gavin MenziesTaschenbuch von Droemer/KnaurAngebote bei Amazon: ab EUR 3,99 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3426777665, Erscheinungsdatum: Dezember 2004 |
Aus der Amazon.de-RedaktionWenn man dem ehemaligen britischen U-Boot-Kommandanten Gavin Menzies Glauben schenken darf, dann war es weder Kolumbus, der Amerika entdeckte, noch irgendein anderer der üblichen Verdächtigen. Kolumbus habe sich vielmehr, wie andere auch, bereits auf Kartenmaterial stützen können, das unter anderem in wesentlichen Teilen eine Frucht der Weltumsegelung des chinesischen Admirals Zheng He in den Jahren 1421 bis 1423 gewesen sein muss. Bereits 1428 habe mit den Karten von Pizzigano, Mauro, Reis, Cantino, Waldseemüller und Rotz eine insgesamt korrekte kartografische Darstellung der ganzen Welt vorgelegen. Die europäischen Entdecker hätten weitere, frühere Karten erwähnt, wie Tagebucheinträge von Kolumbus, aber auch von Vasco da Gama, Ferdinand Magellan, James Cook und anderen bewiesen. Tatsächlich ist historisch belegt und unbestritten, dass Zheng He mit seiner Flotte weit herumgekommen ist, unter anderem bis nach Borneo. Asiatische Hühner in Südamerika, Wracks vielleicht chinesischer Schiffe entlang der damaligen Routen, Töpferwaren mit chinesischen Inschriften in Peru -- Menzies hat zahllose Indizien zusammengetragen, die beweisen sollen, dass Zheng Hes mächtige Armada damals die ganze Welt umsegelt hat und bereits 70 Jahre vor Kolumbus in Amerika anlandete. Für den Laien ist das Buch in jedem Fall eine spannende Lektüre -- umsonst erhält niemand 800.000 Dollar Vorschuss von seinem Verlag. Und insgesamt klingt das Ganze auch nicht unstimmig, wenngleich es hier und da schon einiger Fantasie bedarf, den kartografischen Beweisen zu folgen. Einer Fantasie, an der es den Mitgliedern der Royal Geographic Society wohl ermangelte, die Menzies mit seinem Vortrag nicht überzeugen konnte. --Alexander Dohnberg 5 Kundenrezensionen:ach jaaaa........................ 1 von 5 Punktendieses buch sollte man lesen, wenn man gefallen an so verschwörungstheorien hat und einem fantasy um die ohren säuseln soll. oder wenn man sich generell sehr gerne mit seefahrergeschichte beschäftigt... es sollte einem dann aber auch klar sein, daß der autor leider nicht dabei war und nichts wirklich beweisen kann! indizien sind keine beweise und in dieser sache MÜSSEN beweise sein. ZU fantastisch das alles, aber dennoch cool zu lesen das! steht in meinem bücherschrank neben: "die titanic-verschwörung", nett, die beiden! :) Spannende Geschichte, gut recherchiert 4 von 5 PunktenGavin Menzies erzählt in seinem spannenden Buch, dass 1421 - zur Zeit der Ming Dynastie - die grösste Flotte der Welt China verlies, mit als Ziel, die Welt (Amerika, Australien, Neuseeland, usw.) zu entdecken. Dafür, dass dies den drei Admirals von Kaiser Zhu Di auch gelungen ist, führt Gavin Menzies in "1421" zahllose Beweise an. Nun bin ich absolut kein geschichtlicher Experte und auch im Bereich der Geographie würde ich meine Kenntnisse als eher mittelmässig umschreiben. China ist zwar eines der Gebiete, das mich interessiert, aber auch da stehe ich nicht blind auf alles was geschrieben wird. Mich - als Laien - hat das Buch von Menzies aussergewöhnlich fasziniert. Aus verschiedenen Gründen fasziniert: Menzies' selber besitzt grosse Fähighkeiten im Bereich der Meeresnavigation. Das hat ihm die Möglichkeit gegeben, Forschung aus erster Hand zu betreiben. Aber dabei bleibt es nicht. Mehr als 120 Länder und 900 Museeen hat Menzies während seiner jahrzehntelangen Forschungsarbeit besucht. Seine Beweisführung beschränkt sich nicht nur auf seine navigatorischen Fähigkeiten, sondern bezieht Beweise aus den Bereichen Kartologie, Flora und Fauna, Genetik, Kulturgeschichte, Biologie, usw. mit ein. Ich kann die Qualität seiner Beweise nicht beurteilen. Bekannt ist, dass diese von Historikern angezweifelt wird. Es sei so! Für mich als nicht-Experte war das Buch spannende und überzeugende Lektüre. Dafür, und dafür, dass das Buch zu erneuten Diskussionen über die Entdeckungsgeschichte der Welt geführt hat, bekommt es von mir 4 Sterne. Fiktive Entdeckungen 2 von 5 PunktenEs ist nicht einfach, eine Flotte mit 30.000 Menschen an Bord über mehrere Jahre zu versorgen. Und schon gar nicht einfach ist es, mehrere Hundert Segelschiffe auf unbekannten Meeren über Wasser und schwimmend zusammen zu halten. Und ähnlich schwierig ist es, die Ergebnisse eines Unternehmens zu verschweigen, an dem nicht nur die Schiffsbesatzungen, sondern auch noch eine viel größere Zahl von Schiffsbauern, Handwerkern, Lieferanten, Geographen, Planern und anderen Berufen beteiligt waren. Zumal ja die große Flotte von der Weltumsegelung angeblich zurückgekehrt ist. Und außerdem ist es auffällig, dass die große Flotte an fast allen Orten der Welt vorbeigekommen sein soll außer ausrechnet am kleinen Europa, dass irgendwie außen vor blieb, vielleicht weil dort die Ankunft von ein paar hundert Schiffen auf einmal doch bemerkt und vernünftig dokumentiert worden wäre. Also scheue ich mich hier nicht zu sagen, dass die Theorie, die Chinesen hätten im 15. Jahrhundert unter dem Admiral Zheng He Amerika entdeckt, Quatsch ist. Dabei hat Zhenh He bereits durch seine historisch nachweisbaren Reisen eine unglaubliche Leistung erbracht. Zwar ist er im Wesentlichen bestehenden und bekannten Handelswegen gefolgt und konnte sich damit an bereits bekannten Techniken und Erfahrungen für Navigation orientieren. Aber dennoch ist seine Entdeckungsreise nach Südostasien und Afrika eine außerordentliche Leistung, was nautische und logistische Fähigkeiten angeht. Und auch die Dokumentation der fremden Länder durch Wissenschaftler ist sicher etwas, was China deutlich weiter entwickelt erscheinen lässt, als die europäischen Reiche zur selben Zeit. So bin ich diesem Buch immerhin dankbar, dass es diese Leistungen wieder in Erinnerung ruft. Denn die wirklich spannende Frage, warum China mit der Seefahrt wieder Schluss machte und sich von der Außerwelt isolierte, ist hier gar nicht so schlecht dargestellt. Denn aus dieser Entscheidung ergab sich dann vielleicht eine wirklich merkwürdige Erscheinung in der Weltgeschichte: Die Dominanz der Europäer über die gesamte Welt für einige Jahrhunderte. Und so ist immerhin das Thema Zheng He ein wichtiges Thema, auch wenn ich mir ein - sagen wir mal - weniger reißerisches Buch über ihn gewünscht hätte. Und was ist jetzt mit den chinesischen Hühnern in Amerika? Mit den Karten von Piri Reis und Waldseemüller und vielen anderen? Diese sind wirklich überraschend genau. Und als ich selbst einmal in einem Buch eine Karte von 1543 (Guillaume Brouscon) die Umrisse von Australien an der Stelle von Südamerika gefunden habe, habe ich mich schon gefragt, ob unsere Vorfahren nicht doch ein etwas umfangreicheres Bild von der Welt hatten, als wir ihnen zutrauen. Aber ich fürchte, diese vielen, kleinen, verstreuten Informationen, die dann in den berühmten Karten der frühen Neuzeit integriert wurden, stammen doch eher von kleinen Händlern und unbekannten Entdeckungsreisenden als vom großen Zheng He. Nett geschrieben aber trotzdem nicht richtig... 2 von 5 Punkten... ist Gavin Menzies' Theorie, die Chinesen hätten lange vor Christoph Kolumbus, Ferdinand Magellan und Thomas Cook bereits 1421 bis 43 die Welt umsegelt und genau kartographiert. Ich habe die ersten 200 Seiten dieses Buches mit Erstaunen gelesen, dann aber ein ungutes Gefühl bekommen und bei Wikipedia über den Autor recherchiert. Dabei stellte sich schnell heraus, dass seine Theorie nicht allzu glaubwürdig ist, und in Fachkreisen niemals anerkannt wurde. Wer sich nicht daran stört, dass wichtige Fakten, die dem Autor nicht in sein Theoriekonstrukt passen, einfach ausgelassen wurden, und wer vielleicht auch gerne Bücher von Erich von Däniken etc. liest, mag seinen Spaß an 1421 haben. Ich empfehle, jedem, der von dem Buch beeindruckt ist, den Namen des Autors bei Wikipedia einzugeben, um sich dann erst eine Meinung zu Leben und Werk von Herrn Gavin Menzies zu machen. Real oder Fiktiv? 3 von 5 PunktenMenzies berichtet von Seefahrten unter Zheng He, die auch stattfanden. Aber ist es möglich, dass die chinesische Flotte im Atlanik segelte und Kap Verde betrat und weiter nach Norden GRönland erreichte? Waren sie wirklich in der Karibik oder an der Westküste der heutigen USA? Haben sie eine Weltkarte gezeichnet. All dies wird spannend aufbereitet in seinem Buch. Er erzählt wie er jahrelang forschte um die Informationen zu erlangen. Was ist aber Wahrheit und was Fiktion - Australien möglich, aber Nordostpassage nicht oder doch? |
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Die 101 wichtigsten Fragen. China von Hans van EssBroschiert von BeckAngebote bei Amazon: ab EUR 2,19 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3406568084, Erscheinungsdatum: Februar 2008, Auflage: 1 |
4 Kundenrezensionen:Absolut lesenswert !!! 5 von 5 PunktenEin kurzweilig geschriebenes Büchlein, das anhand 101 Fragen Geschichte und Kultur, Menschen und Alltag im heutigen China beleuchtet. Selbst Chinesen, mit denen man über dieses Buch diskutiert, sind von den guten Kentnissen des Autors van Ess schnell überzeugt. Vor allem ist er nie einseitig und vermeidet allzu geläufige Wertfestlegungen. Dennoch weicht das Buch keinen Kontroversen aus (z.B.: Massaker auf dem Platz des himmlischen Friedens und wie es heute von der Bevölkerung, den Regierenden, den Regimkritikern gesehen wird). Wenn man wirklich etwas über die Menschen in China erfahren möchte, dann kann man hier viel mehr lernen und auf gut lesbare Art erfahren als in den meisten "dicken Wälzern". Fazit: lesen !!! Viel Wissenswertes 4 von 5 PunktenNicht jede Frage in dem 160-seitigen Büchlein würde der interessierte Leser unbedingt stellen; manche Ausführungen geraten dementsprechend ein wenig zu wissenschaftlich und sind für den Laien trocken zu lesen. So stellen sich vor allem die ersten drei Kapitel über Geschichte, Politik und Wirtschaft ganz klar interessenabhängig dar, während umgekehrt die Themengebiete wie Kultur und Gesellschaft wesentlich reizvoller sind, da sie Land und Leute der aktuellen Zeit widerspiegeln und vor allem Lesern, die etwa eine Reise nach China planen, eine nützliche Hilfe bieten. Van Ess gelingt es jedoch durchgängig, einen anspruchsvollen und zugleich auch für Nichtwissenschaftler verständlichen Ton anzuschlagen, gleich welches Thema er anspricht. So gerät das Buch auf hohem Niveau lehrreich und teilweise unterhaltsam zugleich. Ein gewisses Vorwissen schadet nicht, vor allem in den Bereichen der Politik und Geschichte, um den Ausführungen problemlos folgen zu können. Und selbst für Leser, die sich mit China schon ein bisschen auskennen, wird van Ess einige interessante Neuigkeiten bieten können. Die 101 wichtigsten Fragen - China" bereitet viele wissenswerte Informationen über Land und Leute, Kultur und Geschichte gut verständlich für den Laien auf und kann sowohl durch ein beeindruckendes Fachwissen als auch sachlich anspruchsvolle Texte punkten. bestes kompendium betr. China 5 von 5 PunktenDas vorliegende Bändchen ( welches man auf einem Flug nach China bequem auslesen könnte )ist m.M.n. das beste deutschsprachige Kompendium über China, das es derzeit gibt: kurz, prägnant, aus offensichtlich intimer Kenntnis heraus geschrieben, durchaus nicht unkritisch, dabei jedoch immer auch den eigenen ( westlichen ) Standpunkt reflektierend. Fehler, Irrtümer oder offensichtlich tendenziöse Darstellungen sind mir nicht untergekommen. Meine persönlichen, in 15 Jahren gewonnenen Erfahrungen in und mit China decken sich weitgehend mit der Erkenntnissen des Verfassers. Ein höchst seriöses, kurzweiliges und gewinnbringend zu lesendes Büchlein zu einem höchst moderaten Preis. Empfehlenswert 4 von 5 PunktenDas Büchlein ist für China-Interessierte sehr empfehlenswert, insbesondere, aber nicht nur, wenn man schon einmal dort war. Viele neue Einblicke, viele neue Hintergrundinformationen, viele neue Perspektiven. Die Strukturiering in 101 kleine "Kapitel" ermöglicht es, das Buch immer einmal kurz zur Hand zu nehmen und weiterzulesen. Warum kein 5. Stern? Weil das Buch teilweise nicht in die Tiefe geht - aber das wäre natürlich bei diesem Format (101 Fragen) gar nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Darum also meine Bewertung: 4.499 Sterne, gerundet 4. Kenne aus der gleichen Serie auch das jüngst erschienene Buch zum Thema Afrika. Gleiche Empfehlung. |
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Chinas Angst vor der Freiheit: Der lange Weg in die Moderne von Helwig Schmidt-GlintzerBroschiert von BeckAngebote bei Amazon: ab EUR 3,72 ISBN: 3406593461, Erscheinungsdatum: August 2009, Auflage: 1 |
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Die Konkubinenwirtschaft. Warum westliche Unternehmen in China scheitern und die Chinesen an die Weltspitze stürmen von Frank SierenGebundene Ausgabe von Hanser WirtschaftAngebote bei Amazon: ab EUR 9,42 ![]() 3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3446409750, Erscheinungsdatum: Oktober 2008 |
4 Kundenrezensionen:Schickimickigeschwafel und Paladingerede. Sierens Drehen und wenden vom Angstpropheten zum erstaunten "Augenöffner" 1 von 5 PunktenSchon der Titel besagt: selbstverliebtes Verdrehen von Worten und gestelzte Begriffe, die so nicht existieren.Herr Sieren gehört zu jenen, die diesen Chinaboom und die Euphorie begeistert und als Paladin der Wirtschaft beschwor, daran tüchtig verdiente und dreht sich nun wie eine Gummistange in die Richtung hin, sich selbst revidieren zu müssen. Völlig vom Boden abgehoben gehört er zu jener Autorenmafia, die die Deutschen von ihren eigenen Problemen über die Chinathematik jahrelang ablenkten, die Auslagerung deutscher Firmen mit begründete, Arbeitslohnsenkungen indirekt beschworen und plötzlich sich selbst revidieren muss, mit groß aufgerissenen Augen. Die deutschen Firmen haben noch nie in China Geld verdient, das Geld verdienten sie durch abkassierte Subventionen aus Deutschland und Europa,es wurde gelogen und geheuchelt und es ist nichts anderes passiert, als das es nun endlich jeder mitbekommt und China nicht mehr als Erpressung einzusetzen ist. Das ist keinb wirtschaftliches Problem, sondern ein politisches und als solches dient eine solche Literatur, zum Weisswaschen deutscher (Wirtschafts)politik. Die Chinesen "stürmen" auch nicht an die Weltspitze, auch wenn Sieren sich andauernd daran festklammert, sondern sind damit beschäftigt, ihr Land in die Welt einzureihen mit Lizenzen, die allesamt von westlichen Managern an China verkauft werden. Für Menschen, die ahnungslos solche Bücher lesen, eine große Falle weil angebliche Onjektivität in der Nachrichteninformation vorgespielt wird. Mag sein, dass Herr Sieren das selbst nicht durchschaut, als welch Handlanger er da funktioniert aber er spiegelt zumindest deutsche Gegenwartspolitik. Viel Altes und wenig Neues 3 von 5 PunktenDa der Abstand zwischen den einzelnen Publikationen von Herr Sieren vergleichsweise kurz ist (Herr Scholl-Latour lässt grüßen), konnte man schon erahnen, dass in dem neuen Buch teils wieder viel breitgetretener Quark veröffentlicht wird. Die Namen Huawei, Haier, Lenovo, etc. und deren vermeintlichen Erfolgsgeschichten (wenn man sich wie Herr Sieren auf rein betriebswirtschaftlichen Kennzahlen stützt - teilweise wird der Leser damit erschlagen, was wiederum den Lesefluss etwas stört) sind mittlerweile auch einem breiteren Laienpublikum im Westen bekannt. Ob diese "Erfolge" chinesischer Unternehmen auch langfristig aufrechterhalten werden können, unterliegt der Bewertung der Zeit. Jedenfalls sind diverse Extrapolationen wie bspw. "China wird im Jahre 2020"..."alle komparativen Vorteile auf sich vereinen", "Deutschland wird zum Freizeitpark für die aufstrebende chinesische Mittelschicht degradiert", etc. wenig hilfreich, da bis dahin noch viel Wasser den Bach runterläuft. Genügend Geschichten sind mittlerweile vorhanden, bei denen chinesische Unternehmen jämmerlich gescheitert sind, vielleicht auch darüber mal berichten! Die Geschichten von OBI, Dornier, etc. sind mittlerweile jedoch sehr ausgelutscht, weshalb es einen schon verwundert, warum diese Geschichten unter Verweis auf die These der Konkubinenwirtschaft JETZT wieder aufgerollt werden. Das Buch ist in relativ kurze Kapitel aufgeteilt, die abwechselnd von den Leidensgeschichten westlicher oder deutscher Unternehmen in China und den "Erfolgsmärschen" chinesischer Unternehmen daheim und im Ausland berichten. Aufgrund der Fülle von Daten, kann man als jemand, der sich näher mit China beschätigt, auch neue Erkenntnisse gewinnen, jedoch können diese auch sehr einfach durch andere Quellen abgedeckt werden. Für Leute, die sich wenig oder gar das erste Mal mit China beschäftigen, ist dieses Buch sicherlich kein schlechter Einstieg. Letztendlich kann man dieses Buch leicht positiv bewerten, obwohl Herr Sieren als "China-Experte" eigentlich tiefere Einblicke haben müsste, auch mehr und NEUES Insiderwissen an den Leser zu bringen, als "lediglich" Geschäftsberichte und Zeitungsartikel neu aufzubereiten und sich mit einer These, die sicherlich nicht auf die gesamte Praxis in China übertragen werden kann, hervorzutun. Aufällig ist auch das Fehlen rein chinesischer Quellen, denn diese gelten immer noch - Zuverlässigkeit hin oder her - als Primärquelle, zumindest bereitet bspw. die "Economist Intelligence Unit" ihre tollen Länderberichte mit diesen Quellen auf und verkauft sie dann zu etwas fragwürden Preisen an ein interessiertes Managementpublikum im Westen. Gut recherchiert und packend geschrieben 4 von 5 PunktenChina-Experte Frank Sieren schildert, wie sich chinesische Unternehmen von Garagenfirmen oder maroden Staatsbetrieben zu weltweit operierenden Konzernen entwickelt haben. Parallel dazu zeichnet er den Leidensweg westlicher Unternehmen in China nach. Angetreten mit dem Ziel, den dynamischsten Markt der Welt zu erobern, haben sie mittlerweile erkennen müssen, dass ihnen, wenn überhaupt, nur ein schmales Stück vom großen Kuchen übrig bleibt. Erfolg und Misserfolg haben für Sieren ein und dieselbe Ursache: die chinesische Konkubinenwirtschaft. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass die ausländischen Bewerber auf dem heimischen Markt gegeneinander ausgespielt werden. So behalten die Chinesen nicht nur die Macht im eigenen Haus, sondern verschaffen sich auch Zugang zu hoch entwickelten ausländischen Technologien. Das Buch ist gleichermaßen gut recherchiert und packend geschrieben. Leider bleibt Sieren auf der Ebene konkreter Einzelfälle; ein Kapitel, das seine Erkenntnisse zusammenfasst, fehlt. getAbstract empfiehlt das Werk allen, die beruflich mit oder in China zu tun haben und die verstehen wollen, wie das Land in seinem Innersten funktioniert. Peter Platzer 5 von 5 PunktenIch finde die China Bücher von Frank Sieren wirklich ausgezeichnet, auch sein Gespräch mit Helmut Schmidt. Sieren ist einer der wenigen, der die Wirtschaftliche Situation in China auch positiv sieht und nicht nur negativ wie viele westliche Medienberichte, die einfach falsch berichten. Ich bin oft in China unterwegs und kann auch dieses neue Buch nur weiter empfehlen, genauso wie es Sieren schreibt - ist es wirklich. |
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China: Die Geschichte der neuen Weltmacht Vom ersten Kaiser bis zur Gegenwart von Marc Goergen, Adrian Geiges, Bettina SenglingTaschenbuch von Deutscher Taschenbuch VerlagAngebote bei Amazon: ab EUR 9,90 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 342324741X, Erscheinungsdatum: Mai 2009 |
3 Kundenrezensionen:Leicht verständlich und unterhaltsam geschrieben 5 von 5 PunktenEs ist erstaunlich, wie wenig in der Schule von der Geschichte Asiens und speziell Chinas vermittelt wurde. Wenn ich mich genau erinnere, eigentlich gar nichts. Dieses Buch schafft schnell Abhilfe. Es ist sehr leicht verständlich und unterhaltsam geschrieben und man hat es an zwei bis drei Abenden ausgelesen. Natürlich vermittelt es nur einen Überblick und es stellen sich einem doch hier und da Fragen. Dass diese in der Kürze aber nicht behandelt werden können, ist verzeihlich. Wer die Details ergründen möchte, kann ja mit anspruchsvollerer Literatur später fortfahren. Für den ersten Überblick ist dieses Buch jedoch ideal. Ein Buch für die schnelle Information, dem man den Magazincharakter abspürt 4 von 5 PunktenDas vorliegende Buch über China ist das zweite einer Reihe, die der DTV in Kooperation mit dem STERN aufgelegt hat. Durchgehend vierfarbig illustriert und mit zahlreichen Abbildungen, Karten und Grafiken anschaulich und logisch aufgebaut, ist dieses Buch die Wiedergabe einer damals sehr beachteten Serie des STERN in Buchform, die dem Leser ein Land und seine vieltausend Jahre alte Geschichte nahe bringt, an dem die Welt schon lange nicht mehr vorbei kommt Man spürt auch dem Buch den Magazincharakter der einzelnen Beiträge noch ab. Für den historisch versierten Leser ist das Buch sicher zu dünn" und vielleicht auch ein bisschen zu locker geschrieben. Doch man muss berücksichtigen, dass das Buch eine ganz andere Lesergruppe ansprechen möchte, diejenigen nämlich, die sich sonst nicht viel mit Geschichte befassen und die vor allen Dingen Bücher nur in die Hand nehmen, wenn sie ansprechend und nach modernen Gesichtspunkten gestaltet sind. Das heißt, man findet in diesem Buch viele Bilder und informative und leicht verständliche Kurztexte. Doch außer einem rechtlich vorgeschriebene Bildnachweis und einem Namensregister findet der Leser keine weiterführenden Hinweise, etwa auf andere Bücher, mit denen er das jeweils angerissene Thema oder den entsprechenden historischen Abschnitt sich noch weiter erschließen könnte. Das ist schade. Dennoch muss man froh darüber sein, wenn mit Hilfe solcher auch handlicher und preiswerter Bücher, Menschen, vor allem junge Menschen in unserem Land motiviert werden, sich mit der Geschichte anderer Länder zu befassen. Von daher halte ich das Buch für eine bestimmte Leserschicht, die auf schnellen Informationskonsum ohne vielschichtige Hintergründe aus ist, für empfehlenswert. Prima Überblick über die mehrere Jahrtausende chinesischer Geschichte bis heute 5 von 5 PunktenIn kurzen knackigen Beiträgen zu den wichtigsten Etappen der chinesischen Geschichte wird ein flotter Gang durch die jahrhunderte unternommen. Bunt bebildert und lebendig geschrieben kommt keine lange Weile auf und der Leser erfährt kurz und prägnant das wesentliche. Klar, für ein tiefes Verständnis der Geschichte reicht dies nicht, doch es ist eine gute Möglichkeit einen ersten Überblick zu bekommen. Ein gelungenes Werk! |
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Das Sutra des Sechsten Patriarchen: Das Leben und die Zen-Lehre des chinesischen Meisters Hui-neng von Hui-neng, Soko Morinaga RoshiBroschiert von SchirnerAngebote bei Amazon: ab EUR 6,26 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3897676052, Erscheinungsdatum: August 2008, Auflage: 1., Aufl. |
2 Kundenrezensionen:Lehre kompakt und verständlich 4 von 5 PunktenNach einem Inhaltsverzeichnis und dem Vorwort der Übersetzerin folgen Anmerkungen zur Übersetzung des Sutras. Ursula Jarand unterteilte den Text in sechsundvierzig übersichtliche Abschnitte von je etwa ein bis zwei Seiten und einen Epilog, die sie mit einer Überschrift versah und die jeweils von Morinaga Roshi kommentiert werden. Das Buch schließt mit Anmerkungen. Hui-neng gilt als der Begründer der sogenannten südlichen Schule des Zen, oder chinesisch Chan, die auch die Schule der plötzlichen Erleuchtung genannt wird. Er verlieh dem bis dahin stark indisch geprägten Meditationsbuddhismus eine typisch chinesische Prägung und legte damit den Grundstein für eine eigenständige Entwicklung des Zen. Damit gilt er als der eigentliche Urvater des Zen. Ursula Jarand übersetzte die vorliegende Ausgabe von "Hui-neng - Das Sutra des Sechsten Patriarchen" aus dem Chinesischen und Japanischen. Für sie war es dabei wichtig, dem Leser die Essenz der Lehre Hui-nengs nahezubringen. Sie stützte sich bei ihrer Übersetzung überwiegend auf die Koshoji-Fassung, zog aber auch weitere Ausgaben zu Rate. Das Sutra wird kommentiert und erläutert von dem japanischen Zen-Meister Soko Morinaga Roshi, dem es gelingt eine Brücke in die Zen-Praxis von Hier und Heute zu schlagen. Die über zweihundertzwanzig Seiten starke Taschenbuchausgabe erschien 2008 im Schirner Verlag, als Vorlage diente die 1989 im Otto Wilhelm Barth Verlag erschienene Auflage. Nach Hui-neng geht es nicht darum, große Reden zu halten, um seine Weisheit zu demonstrieren, sondern die Wahrheit in die Tat umzusetzen und im täglichen Leben zu praktizieren. Das eigene Selbst erkennen, ist seine zentrale Botschaft, und das Eintauchen in das Hier und Jetzt, bedeutet wahres Glück. Dabei ist es auch wichtig, Handlungen nicht zu bewerten und damit in wertvoll oder wertlos einzuteilen. Wie kann zwischen wahr und falsch unterschieden werden, da doch alles ständig entsteht und vergeht? Es gilt jeden Augenblick frisch und offen zu erleben und sich von altem Glauben und Verstrickungen zu lösen, und so jeden Moment ohne vorgefasste Meinung wahrzunehmen. Das Buch bietet alte Weisheit in gut lesbarer moderner Form. Ursula Jaranda ist eine Übersetzung gelungen, welche die traditionelle Lehre gut zugänglich und verständlich macht. Soko Morinaga Roshi beseitigt letzte Unklarheiten bezüglich des Textverständnisses und transportiert den Inhalt des Sutras in unsere heutige Zeit und ihr Erleben. Das Sutra enthält eine Fülle von Weisheiten und Wahrheiten auch für den modernen Menschen und ist eine lohnende Lektüre, nicht nur für Zen-Praktizierende und Buddhisten, dazu noch zu einem unschlagbar günstigen Preis. Ein Klassiker 5 von 5 PunktenEin äusserst lesenswerter, sehr tiefgründiger, aber nicht einfach zu verstehender Klassiker, der einem die Zen-Lehre und das Leben des sechsten (chinesischen) Patriarchen sehr nahe bringt. Ist aber, obwohl praxisnah, etwas historisch gefärbt, und vor allem aus theoretischer Zen-Sicht interessant. Auf jeden Fall keine Einsteigerlektüre und inhaltlich ziemlich anspruchsvoll. |
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