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D-Day: Die Schlacht um die Normandie von Antony BeevorGebundene Ausgabe von C. Bertelsmann VerlagAngebote bei Amazon: ab EUR 23,95 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3570100073, Erscheinungsdatum: April 2010 |
4 Kundenrezensionen:D-Day: Die Schlacht um die Normandie. Antony Beevor 5 von 5 PunktenIch bin überzeugt davon, dass dieses Buch auch von jüngeren Generationen gelesen werden sollte. Auch wenn diese enorme Tragödie der militärischen und menschlichen Geschichte ( 2. Weltkrieg vollumfänglich ) schon mehr als 60 Jahre zurückliegen, so wäre es tragisch, wenn dieser grauenvolle Abschnitt des menschlichen Wahnsinns in Vergessenheit geriete.Es ist doch zu betonen, dass diese jungen Menschen bereit waren ihr Leben zu opfern um Europa von diesem unfassbaren Terror zu befreien. Antony Beevor gelingt es in seinem Buch Details zu schildern, die von tiefer Kenntnis über das Geschehene Zeugnis ablegen. Trotz der komplexen Geschehnisse liesst sich das Buch ausserordentlich verständlich, dank dem klaren Schreibstil. Es ist aber zu betonen, dass es notwendig ist die Normandie persönlich zu kennen um den einzelnen taktischen Schritten der Militärs beider Seiten folgen zu können. Ich habe selten so ein gutes Geschichtsbuch in den Händen gehalten. D-Day oder Der längste Tag 5 von 5 PunktenLange Tage und Nächte gibt es mit diesem Buch gewiss auch. Antony Beevor, eine der besten Autoren historischer Bücher, zeichnet hier eine umfangreiche Abhandlung zur Landung der Alliierten in der Normandie. Angefangen bei den Vorbereitungen (die evtl. noch etwas ausführlicher hätten sein können); über die Landung aus der Luft wie zu Wasser; über die Ausbruchskämpfe in der Normandie; bis hin zur Befreiung von Paris folgt der Leser Beevors Ausführungen. Beevor verliert dabei keineswegs den Blick für den einfachen Soldaten, der übermenschliches leisten muss, dabei aber Todesängste aussteht. Auch das Leid der Zivilbevölkerung, die, wie in jedem Konflikt, am Meisten zu ertragen hat, wird nicht vergessen zu erwähnen. Detailliert beschreibt Beevor die Landung an den einzelnen Stränden, aber auch folgende Kämpfe, wie die Schlacht um Caen oder die Operation Cobra", mit der schließlich der Ausbruch aus der Normandie gelang und dadurch den Weg nach Osten Richtung Paris und Deutschland ebnete. Besonders hervorzuheben sind die genauen Schlachtenverläufe, an denen der Leser das oft verbissene hin und her genau verfolgen kann. Ergänzt wird das Ganze durch umfangreiches Kartenmaterial und durch Zitate oder Tagebucheintragung von Soldaten und Offizieren, sowohl auf deutscher, wie auch auf alliierter Seite. D-Day - Schlacht um die Normandie" ist nicht nur deshalb ein sehr gutes Buch, weil es hervorragend und interessant geschrieben ist. Sondern auch, weil es nichts beschönigt, heroisiert oder unter den Teppich kehrt, wie zum Beispiel Kriegsverbrechen denen sich die Deutschen, insbesondere die SS, schuldig machte, aber auch auf Alliierter Seite in den ersten Woche häufig vorkamen. Fazit: Beevor hat ein sehr wertvolles Buch geschrieben, das man unbedingt lesen sollte. Denn zu diesem Thema wird zur Zeit nichts vergleichbar gutes zu finden sein. D-Day: Die Schlacht um die Normandie Gewohnte Qualität 5 von 5 PunktenAntony Beevor hat verschiedene Bücher zur neuen Zeitgeschichte verfasst (Spanischer Bürgerkrieg, Stalingrad, der Untergang). Es gelingt dem Autor immer wieder in seinen Werken neue Aspekte einzubauen und in seinen verschiedenen Werken einen hohen Standard einzuhalten. Auch dieses Werk entspricht den Qualitätsansprüchen, die von seinen Werken grundsätzlich erwartet werden. Auch dieser neueste Band ist leicht lesbar, aber trotzdem nicht oberflächlich. Gutes, aber nicht ueberragendes Buch 3 von 5 PunktenIch habe das Buch gekauft, nachdem ich einige sehr positive Rezensionen darueber gelesen habe. Und soviel zum Einstieg: Ich habe D-Day in einem Zug durchgelesen, so schlecht kann es also nicht sein. Es ist erstens einmal sehr spannend und unterhaltsam geschrieben, ist keinen Augenblick langweilig. Zweitens thematisiert es immer wieder auch alliierte Kriegsverbrechen, teils solche, die in der Hitze des Gefechtes entstandend sind, teils solche, sehr gravierende, die sozusagen angeordnet wurden (Beispielsweise die Bemerkung in einer Rede an Soldaten von General Maxwell Taylor, Kommandeur der 101. Luftlandedivision, anlaesslich der Invasion stoerten Gefangene nur). Dass auch die Alliierten Kriegsverbrechen begangen haben, ist weder neu noch kann es wirklich ueberraschen, aber Beevor behandelt sie hier offener, expliziter und schonungsloser als es bisher in entsprechenden Publikationen uebelich war. Wie auch immer, und hauptsaechlich darum nicht mehr als drei Sterne, sehr viel Neues erfaehrt man aus dem Buch trotzdem nicht, abgesehen vom Umgang mit alliierten Kriegsverbrechen ist das Buch einfach ein weiteres ueber die Invasion in der Normandie und die sich im Anschluss daran entfaltenden Schlachten. Darueber hinaus seien zwei Schwaechen erwaehnt: Erstens sind die Karten weitaus weniger detailiert, als moeglich waere, insbesondere vermisst man oft Orte, die im Buch erwaehnt werden. Um den Verlauf der Auseinandersetzungen verfolgen zu koennen, waere es wichtig, diese Orte miteingezeichnet zu haben. Zweitens, und das war ein Punkt, der mich das ganze Buch ueber genervt hat, scheint mir Beevors Umgang mit dem britischen General Montgomery schlicht unprofessionel zu sein. Kritik und Noergelei an Montgomery findet sich im ganzen Buch schaetzungsweise alle drei Seiten, was dann doch etwas penetrant ist. Beevor haette die kritischen Beerkungen ueber Montgomery reduzieren oder mindestens zusammenfassen koennen, ohne dass sein insgesamt negatives Bild von Montgomery abgeschwaecht worden waere. Dem Leser gegenueber waere die Kritik aber glaubwuerdiger gewesen, weil nicht der Eindruck entstanden waere, Beevor lasse sich von einer persoenlichen Abneigung Montgomery gegenueber leiten. |
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Stalingrad von Antony BeevorGebundene Ausgabe von Pantheon VerlagAngebote bei Amazon: ab EUR 16,99 ISBN: 3570551342, Erscheinungsdatum: Dezember 2010 |
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Der Spanische Bürgerkrieg von Antony BeevorTaschenbuch von Goldmann TBAngebote bei Amazon: ab EUR 11,04 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3442154928, Erscheinungsdatum: Januar 2008 |
5 Kundenrezensionen:Gute Gesamtdarstellung einer wichtigen Periode der Geschichte 4 von 5 PunktenAuf 656 Seiten (inkl. Kartenmaterial, Literaturverzeichnis, Personen-, Orts- und Sachregister) präsentiert Antony Beevor eine umfassende Geschichte des Spanischen Bürgerkriegs (1936-1939). Das historische Werk, dessen Autor in mühevoller Recherche die wichtigsten ihm zugänglichen Quellen ausgewertet hat, ist um Objektivität der Darstellung bemüht, auch wenn die Sympathie Beevors eindeutig der schließlich unterlegenen demokratisch-republikanischen Bewegung gilt. Der Autor zeigt die ideologischen Widersprüche im republikanischen Lager auf und auch den kommunistischen Einfluss; die militärische Strategie beider Seiten wird umfassend analysiert und anhand der einzelnen wichtigen Schlachten und Kämpfe dargestellt. Dabei tritt klar hervor, dass die Internationalisierung des Krieges diesen von einem bloßen Bürgerkrieg zwischen Spaniern zu einem internationalen Stellvertreterkrieg machte (unter aktiver Beteiligung der Sowjetunion auf der republikanischen Seite sowie Italiens und Deutschlands auf der Seite der von General Franco geführten Nationalisten). Grausamkeiten auf beiden Seiten werden nicht verschwiegen. Die Rolle der spanischen Kirche wird zwar differenziert dargestellt (es gab viele Verfolgungen und Märtyrer durch die Aktionen der Republikaner und Kommunisten; umgekehrt kollaborierten auch Bischöfe mit den Nationalisten und schwiegen zu deren Terror und der Verfolgung Unschuldiger), doch wäre eine genauere Analyse wünschenswert gewesen. Alles in allem ist das Buch interessant geschrieben und bietet eine wichtige Hilfe für das Verständnis einer zugleich leidvollen und geschichtlich bedeutsamen Periode. Gut für Neueinsteiger 4 von 5 PunktenWer über den spanischen Bürgerkrieg nichts oder so gut wie nichts weiß, kann hier beherzt zugreifen, denn Beevor gelingt eine ausgezeichnete Gesamtdarstellung eines komplexen Konfliktes. Die großen Stärken des Buches sind dabei zwei Dinge: Erstens die neutrale Sichtweise - Beevor schildert, ohne selbst eine moralische Wertung vorzunehmen, die Vorgehensweisen (Selbstsäuberungen, Exekutionen von Gefangenen etc.) sowohl der rebuplikanischen, als auch nationalspanischen Seite und "bevorzugt" dabei niemanden. Zweitens gefällt das Buch durch eine gründliche, ereignisgeschichtliche Darstellung. Zwar haben sozial- und strukturgeschichtliche Analysen durchaus ihre Daseinsberechtigung, doch gehen sie fehl, wenn einem die militärgeschichtlichen Hintergründe für ein Verständnis fehlen und gerade weil der spanische Bürgerkrieg (im Gegensatz zu den Weltkriegen etwa) nicht so sehr ins historische Bewusstsein gedrungen ist, erscheint die Darstellung der einzelnen Schlachten als detalliert sinnvoll, auch wenn Beevor manchmal dabei übers Ziel hinausschiesst. Eng verbunden sind damit auch die kleineren (und ggf. größeren Kritikpunkte): Wer in der spanischen Geographie nicht sattelfest ist, wird trotz der beigefügten Karten manchesmal seine Liebe Mühe und Not haben, dem Geschilderten zu folgen. Gleiches gilt für die Darstellung der involvierten Einzelparteien und Interessengruppen, die besonders auf republikanischer Seite zahlreich und manchmal recht verwirrend sein können, da Beevor (naturgemäß) nach der ersten Vorstellung nur noch mit den Abkürzungen arbeitet. Auch hier hilft ein im Anhang beigefügtes Abkürzungsverzeichnis, auch hier kann aber das ständige Hin- und Herblättern bisweilen den Lesefluss stören. Beevors Texte lesen sich flüssig und er verliert sich erfreulicherweise nur selten in kontrafaktische Überlegungen und Anekdötchen, die bisweilen für anglo-amerikanische Geschichtsschreiber üblich sind. Die wenigen Ausnahmen sind gut belegt und fügen sich sinnvoll in die Darstellung ein (insbeondere am Ende). Teilweise merkt man Beevor methodische Schwächen und Widersprüche an - so wird z.B. an einer Stelle die Fähigkeit der Nationalspanier erwähnt, wertlosen Raum preiszugeben (Teruel-Schlacht), an anderer Stelle (Ebro-Offensive) Francos Bestreben, den Republikanern nicht einmal ein Minimum an Raum zuzugestehen. Auch ist es bedauerlich, dass am Ende einer 500-Seitigen Monographie der Autor sich einer Schlussfolgerung der Gesamtdarstellung dadurch entzieht, weil er sie als zu "bequem" empfindet. Auch wenn man sicherliche tiefengeschichtliche Aspekte nicht angemessen in einer Zusammenfassung darstellen kann, so sollte sie doch die großen Fragen zusammenfassend beantworten können, selbst wenn man dabei die Gefahr einer Simplifizierung in Kauf nehmen muss. Doch das alles schmälert nicht die Leistung des Gesamtwerkes. Einzig wirklich großes Manko (welcher zu 99% der abezogene Wertungsstern geschuldet ist) ist die geschichtliche Zusammenfassung der spanischen Geschichte am Anfang, die Beevor selbst in seiner Danksagung als "zu mechanisch" beschreibt, was aber gnädig untertrieben ist - eine solche verknappte, monokausale Darstellung dürfte wohl nicht einmal den Anforderungen eines geschichtlichen Schulkurses standhalten und sollte vom Autoren schleunigst überarbeitet werden. Exzellente Gesamtdarstellung des Spanischen Bürgerkriegs 5 von 5 PunktenBücher über dem Spanischen Bürgerkrieg gibt es - von Gesamtdarstellungen über Abhandlungen aus spezifischen Gesichtspunkten - in Hülle und Fülle. Antony Beevor hat mit seinem Buch "Der Spanische Bürgerkrieg" (C. Bertelsmann Verlag, München 2006 - "The Spanish Civil War", 2006; 655 Seiten) ein Werk zu diesem Thema geschaffen wie keiner vor ihm. Er geht dabei weit in die Vergangenheit zurück, da der Spanische Bürgerkrieg nur so zu verstehen ist. So stellt Beevor fest: "Niemand kann also behaupten, der Spanische Bürgerkrieg habe erst mit der Erhebung der >nationalistischen< Generäle gegen die republikanische Regierung im Juli 1936 angefangen." Daher Über beginnt sein Buch mit einem Rückblick, wie es aus drei Konfliktachsen - Links vs. Rechts, Zentralstaat vs. regionale Selbständigkeitsbestrebungen, autoritäres Regime vs. Freiheit des Individuums - zum Bürgerkrieg kam: von den Allerchristlichsten Majestäten, dem Ende der Monarchie, der Zweiten Republik (nach der kurzlebigen Ersten Republik im 19. Jahrhundert) zur Volksfront. In der Folge wird Spanische Bürgerkrieg von den Anfängen bis zur Einnahme Madrids im März 1939 und der Errichtung der Militärdiktatur dargestellt: "Der Krieg der beiden Spanien" (Teil 2), "Die Internationalisierung des Spanischen Bürgerkriegs" (Teil 3), "Der internationale Stellvertreterkrieg" (Teil 4), "Interne Spannungen" (Teil 5), "Der Weg in die Katastrophe" (Teil 6) und "Vae Victis!" (Teil 7). Beevor beschreibt einen der grausamsten Konflikte Europas im 20. Jahrhundert in einer Art und Weise, daß man das sein Buch eigentlich in einem Zug - wenn es nicht so viele Seiten hätte - durchlesen könnte. Ergänzt wird das Buch durch einen Anhang, der keinen Wunsch nach detaillierteren Informationen offen läßt. Erstklassige Darstellung 5 von 5 PunktenIch habe die frühere Fassung dieses Buches vor etwa 20 Jahren gelesen und war überrascht von der neuen Ausgabe, die doch einige interessante neue Aspekte über die Vorgänge im republikanischen Lager verdeutlicht. Ich habe das Buch vor allem aus militärhistorischem Interesse gelesen, und hier liegen seine deutlichen Stärken. Beevor schildert die Kampfhandlungen detailliert und analysiert gut verständlich die Ursachen von Sieg und Niederlage. Kenntnisreich und gut geschrieben 5 von 5 PunktenNach einer kurzen Einleitung über das vorangegangene 19. Jahrhundert, dessen Verlauf zum Verständnis des Bürgerkriegs wichtig ist, bietet der Autor dem unwissenden Leser eine überaus klare und gut strukturierte Geschichte des Spanischen Bürgerkriegs. Er versteht es, die nationalen und internationalen Zusammenhänge auf den Verlauf des Krieges zu beziehen, ohne dabei kompliziert oder behäbig zu wirken. Im Gegenteil, das Buch liest sich wie ein spannender Roman. |
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Berlin 1945. Das Ende von Antony BeevorGebundene Ausgabe von C. Bertelsmann VerlagAngebote bei Amazon: ab EUR 40,00 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3570003698, Erscheinungsdatum: November 2003 |
Aus der Amazon.de-RedaktionMit Berlin 1945. Das Ende ist Antony Beevor nach Stalingrad abermals ein großer Wurf gelungen. Auf der Basis einer enormen Fülle aufwändig recherchierter Quellen -- darunter erst jetzt zugängliche russische Akten, Tagebücher und Erinnerungen von unmittelbar Beteiligten -- präsentiert er dem Leser darin das Fanal des Zweiten Weltkrieges in einer derartigen Schonungslosigkeit, dass selbst der hartgesottenste Geschichtspathologe das Buch bisweilen aus der Hand legen muss. Und das hat man gar nicht mehr für möglich gehalten. Die Geschichte des Zweiten Weltkriegs gilt als erforscht. Doch es zeigt sich, dass wir trotz allem über die Grausamkeit dieses Krieges noch längst nicht alles wissen: Wer fortan die Rote Armee noch für ihren Beitrag zur Befreiung Europas von den Nationalsozialisten feiern will, wird sich die Grausamkeiten dieser Armee auf ihrem Weg nach und in Berlin vorhalten lassen müssen, von der Beevor hier berichtet -- vor allem die endlosen, schier unvorstellbaren Vergewaltigungsexzesse entfesselter Rotarmisten-Horden, über deren Ausmaß und Erbarmungslosigkeit man sich kaum ein Bild machen kann. Einen wichtigen Beitrag leistet Beevor nicht nur, weil er die bestialischen Grausamkeiten gegen die Zivilbevölkerung offen legt, sondern auch, weil es ihm gelingt, ein gestochen scharfes Gesamtbild der letzten Tage des Dritten Reiches zu zeichnen. Darin wird uns noch einmal dessen absurde Grässlichkeit in schärfsten Konturen vorgeführt: "Wie das NS-Regime sein Ende fand, darin offenbaren sich noch einmal mit aller Klarheit sein Unvermögen, sein schwer wiegender Realitätsverlust und seine ganze Unmenschlichkeit", beschließt Beevor den Band, der auf der ganzen Linie überzeugt. Als Kritiker ist man gut beraten, die Vokabel vom "Standardwerk" nicht allzu leichtfertig zu vergeben. Bei Beevors Berlin 1945 jedoch darf man dies getrost tun, denn es wird gewiss ein solches werden. Dass die Lektüre dieses gut geschriebenen Buches Vergnügen bereitet, kann freilich ganz und gar nicht behauptet werden. Doch als erbauliche Lektüre wurde es auch nicht geschrieben. --Andreas Vierecke 5 Kundenrezensionen:Sehr gutes Kaleidoskop - mit mangelhaftem Anspruch 3 von 5 PunktenDer Untergang des 3. Reiches bildet eine einzigartige Herausforderung und ein Vermächtnis für den Historiker und Leser, denn das Machtgebilde und alles, was es ausmachte, hat sich zu keiner Zeit so offenkundig demaskiert wie in seinem Sturz. Mehr noch beansprucht das Geschehen jeden, der sich wirklich damit auseinandersetzt und in seine Tiefen vordringen möchte, gleichermaßen als Analytiker, der die Ziele und oftmals verborgenen Antriebe der Beteiligten herauszufinden versucht, wie auch als literarisch Versierter des Tragödienstoffs, der auf dem Grund aller Geschichte gefordert werden soll. Die nahezu ins Unübersehbare gewachsene Menge an Literatur jeder Spezifikation über Aufstieg und Fall des 3. Reiches machen nicht nur die persönliche Auswahl immer schwerer, sie stellt auch den Autor eines neuen Buches darüber vor eine enorme Herausforderung. Bieten jene Monate zwischen Januar und Mai 1945 eine nahezu unvergleichliche Fülle erregenden, bewegenden und menschlich erschütternden Stoffs und beides verleiht den Vorgängen, neben aller nahezu berstenden Anschaulichkeit, den Rang einer großen Parabel. Beim akademischen Geschichtshandwerker steht jedoch die so genannte Ereignisgeschichte seit geraumer Zeit unter wissenschaftlichem Verruf, weil die bundesrepublikanische Struktur- und Sozialgeschichte mit ihrer bisweilen schwer erträglichen Tonlage das Feld beherrscht. Um so verdienstvoller, dass nunmehr auch ein britischer Autor das Thema aufgegriffen hat. Die Darstellung beginnt mit dem Durchbruch der Roten Armee an der Weichselfront Mitte Januar 1945, dem Vorstoß zur Oder-Neiße-Linie bis zu den Seelower Höhen und damit dem beginnenden Angriff auf Berlin Mitte April 1945. Alsbald entwickelten sich die Operationen nicht nur zu einem Wettlauf der sowjetischen Armeegenerale gegeneinander, sondern auch gegen die von Westen vorstoßenden Amerikaner. Die mit immer neuen Tricks und stummer Erbitterung ausgetragenen Rivalitäten werfen ein bezeichnendes Bild auf die Mentalität jedes noch so hautsympatischen Kriegers, als der er sich selbst verstand und sich darstellen und feiern ließ. Viel mehr als die militärstrategischen und politischen Aspekte der Endphase dieses schrecklichsten aller Kriege beherrschen die grauenhaften Barbareien im Verlauf der Kämpfe die Darstellung. Es ist ein illusionsloses, hoffnungsloses Bild, schwarz in schwarz und ohne jeden Lichtpunkt. Gerade die Verwendung sowjetischer und neutraler Quellen gibt den Beschreibungen eine überzeugende Aussagekraft. Vergeltungsbedürfnisse, die in eigens veranstalteten Racheversammlungen der Sowjetverbände geschürt wurden, Übermut, grenzenloser, unvorstellbarer Hass und wüste Siegerlaune beherrschten die Stunde. Solche Vorgänge bestätigten nicht nur die schlimmsten Vorahnungen, sondern zugleich vieles von dem, was das Regime vorab an Schreckensbildern verbreitet hatte. Weit seltener ist von deutschen Grausamkeiten die Rede. Der Furor, mit dem das 3. Reich fast ganz Europa für Jahre unterworfen hatte, war erschöpft und reichte allenfalls noch für die Zerstörung des eigenen Landes und sich Bahn brechenden Selbsthass. Zum Ende hin, angesichts der Eroberung Berlins, beherrschten zunehmend Vergewaltigungsorgien die Szenerien. Der Autor spricht von mindestens zwei Millionen Frauen, denen im Verlauf der Kämpfe nicht selten Duzende von Malen Gewalt angetan wurde, unberücksichtigt die gigantische Zahl der nach Deutschland verschleppten Russinnen, die sich zu ihrem Schrecken nicht befreit, sondern ebenfalls als Siegesbeute behandelt sahen. Der Dichter Wassili Grossman, den Beevor häufig heranzieht, wollte in seinen Aufzeichnungen zunächst nicht wahrhaben, dass sich sowjetische Soldaten dergleichen zu Schulden kommen ließen. Aber die Beweise waren allzu erdrückend. An anderer Stelle berichtet Beevor von einem jungen SS-Mann, den ein paar Rotarmisten ans Klavier zwangen und mit seiner Erschießung drohten, falls er zu spielen aufhöre. Als der SS-Soldat nach nach 16 Stunden ununterbrochenem Spiel erschöpft und schluchzend mit dem Kopf auf die Tasten fiel, klopften sie ihm bewundernd auf die Schulter, zerrten ihn vor das Haus und erschossen ihn. Ungemein versöhnlich klingt vor diesem Hintergrund die Beobachtung eines sowjetischen Offiziers, er habe im Verlauf des Vormarsches entdeckt, dass die deutschen Kinder nicht anders weinten als die russischen. Ein anderer Offizier stellte eine Frage, die eine ausführliche Antwort (durch Beevor) verdient hätte: Warum die Deutschen, die doch kein gedankenloses und ein kulturell starkes Volk seien, ihre sauberen Kleinstädte, ihre guten Straßen und gepflegten Gärten, ja ihren ganzen Wohlstand aufs Spiel setzten, um die Sowjetunion zu überfallen. Im Episodischen, dass einen großen Teil der gesamten Darstellung ausmacht, liegt ohne Zweifel die Stärke und der Vorzug dieses Buches. Manches davon ergänzt das bestehende Bild auf informative, nicht selten erschütternde Weise. So vermerkt Beevor, dass der ein oder andere Sowjetsoldat verstimmt oder sogar empört darüber war, dass die Bewohner im deutschen Osten beim Anrücken der Roten Armee nach Westen flohen. Doch auch hierauf gibt Beevor keine Antwort. Der Reichtum des Buches an Einzelauskünften ist auch dessen Schwäche. Es hat keinen dramaturgischen Höhepunkt, sondern reiht mit akribischem Fleiß nicht selten regellos präsentierte Fakten aneinander. Der Befund ist um so auffälliger, als dass das Werk auch keinen leitenden Gedanken enthält und die gelegentlich reflektierenden Einschübe sind von solcher Schlichtheit, dass es einem mitunter die Sprache verschlägt. Wenn die Geschichte über das Ende des 3. Reiches bisher noch keine überzeugende Gesamtdarstellung gefunden hat, so sind doch einige hervorragende Arbeiten vor allem über Teilaspekte erschienen. Zu den Unbegreiflichekieten des Buches gehört, dass Beevor die einschlägige Literatur nicht kennt und was noch schlimmer wäre -: wissentlich nicht berücksichtigt oder auch längst überholte Versionen verwendet. Die wenigen Seiten, die Beevor der Schlussbetrachtung widmet, vermerken die Verbitterung, mit der die Deutschen seit 1918 auf die Wechselfälle der Geschichte reagiert hätten. Noch nach dem Zusammenbruch von 1945 entdeckt er eine Vielzahl von Versuchen, das Weltbild der Nazis ins rechte Licht zu rücken. Natürlich hat es dergleichen gegeben. Aber ohne jeden Hinweis auf die gleichzeitig weit verbreitete traumatische Verwirrung eines ganzen Volkes angesichts der unvorstellbaren Verwüstungen des Landes, auf die Einsichten und Schuldgefühle, die auch wirklich anzutreffen waren, ist diese Überlegung nicht nur von entgeisternder Einfalt, sondern schlichtweg falsch. Beevor leistet, was er zu leisten vermag. Das ist immerhin einiges. Historisch wie gedanklich ist er jedoch seinem Gegenstand nicht gewachsen im direkten Vergleich zur alternativen Literatur, die vorliegt. Als die apokalyptischen Reiter Deutschland erreichten....... 4 von 5 PunktenDer Titel "Berlin 1945" passt meines Erachtens nicht so richtig zu den Inhalten des Buches. In diesem wird von den sowjetischen Offensiven im Januar 45 erzählt, welche zunächst Ostpreußen trafen, dann Polen befreite, die Sowjets an den Oderbruch führten und schließlich in die Schlacht um Berlin mündeten. Auch die alliierte Seite erfährt Beachtung, die Hauptprotagonisten sind jedoch die Russen und Deutschen. Das Grauen, das sich mit dem Vormarsch der Sowjets verband wird eindringlich geschildert und auch Ursachenforschung betrieben. Warum waren die Sowjets zu solchen barbarischen Auswüchsen fähig? Warum richtete sich der Haß gegen die schutzlose Bevölkerung? Warum z.B. mußten nicht nur dt. Frauen so leiden, sondern auch Fremdarbeiterinnen, polnische Frauen, sowjet. Kriegsverschleppte und Zwangsarbeiterinnen? Das Buch erklärt dies durch die Gräueltaten der Wehrmacht in den besetzten Gebieten und der Bestialität des Krieges. Der militärische Zusammenbruch der Deutschen wird exakt aufgearbeitet und dessen Ursachen erklärt. Ebenso wird geklärt, warum die Sowjets bis zuletzt, selbst bei haushoher zahlenmäßiger Überlegenheit noch soch starke Verluste erleiden mußten. Wenn ein/e LeserIn nur dieses Buch zum Thema Zusammenbruch des dritten Reiches 1945 lesen würde, wäre er/sie umfassend informiert. Ich habe schon mehrere Bücher zum Thema gelesen, wobei der eine oder andere Aspekt aber dennoch neu war. Der Schwachpunkt meiner Ausgabe war jedoch, dass die Kapitel 17 und 18 ("Des Führers letzter Geburstag" und "Abflug der Goldfasane" bei der Bindung verlorenging und stattdessen ein Teil des Kapitels 16 (Seelow und die Spree") wiederholt wurde. Umfassend aber unwissentschaftlich 1 von 5 PunktenNach dem Lesen des Buches 'Stalingrad' vom selben Autor hatte ich hohe Erwartungen an dieses Buch geknüpft. Sie wurden allesamt enttäuscht. Dieses Buch kommt in seiner Qualität bei weitem nicht an das erste Werk von Anthony Beevor heran. An dem Autor liegt es sicherlich nicht, denn auch hier tritt Anthony Beevor mit einem ungeheuren Detailwissen hervor. Und dieses ist auch durchaus berechtigt und auch erforderlich, um diese komplexe Materie objektiv für alle Seiten darzustellen. Es liegt an der schlechten Übersetzunmg, die dieses Buch so schwer lesbar macht un ihm einen unwissentschaftlichen Antrich gibt. Der Überstzer von 'Stalingrad' hieß Klaus Koschmann und ich wage daher die Aussage, daß, wenn Klaus Koschmann dieses Buch neu übersetzen würde, es qualitätsmäßig an das Buch 'Stalingrad'anknüpfen würde. Es wäre den Lesern zu wünschen. Lesenswertes Buch, auch wenn der wissenschaftliche Aspekt etwas schwächelt! 4 von 5 PunktenAntony Beevor hat mit seinem Werk "Berlin 1945 - Das Ende" mal wieder ein sehr interessantes Buch veröffentlicht. Sein letztes Werk "Stalingrad" war schlichtweg genial geschrieben und trotz der Menge an Informationen gut zugänglich. Ähnlich entwickelt sich auch dieses Buch. Die Schlacht um Ostpreussen bis über die Oder nach Berlin, wird umfassend und interessant geschildert. Dabei kommen alle Seiten zu Wort. Vornehmlich natürlich die russische und deutsche Seite. Leider entwickelt sich hier meiner Meinung nach auch ein gewisser Schwachpunkt. Die Quellen auf die sich Beevor bezieht, sind für wissenschaftliches Arbeiten eher nicht nutzbar. Was meiner Meinung nach daran liegt, dass im untergehenden Dritten Reich nicht mehr der Informationsfluss herrschte, wie zum Beispiel bei der Schlacht um Stalingrad. So bezieht sich Beevor vornehmlich auf Augenzeugenberichte oder z. B. auf ein Tagebuch. So habe ich, zum Beispiel die Zahl der Verteidiger von Berlin vermisst (meines Wissens waren im Großraum Berlin (einschl. der Oder) rund 1 Millionen "Soldaten" auf deutscher Seite stationiert). Dies wird in dem Buch weder wirklich erwähnt, noch bestätigt. Die russichen Quellen hingegen sind oftmals das Ergebnis der jahrelangen Propaganda. Was in dem Buch in der Regel auch erwähnt wird. Trotzdem entwickelt Beevors Buch eine gewisse Eigendynamik in Richtung der Quellen die von Massenvergewaltigungen und Brandschatzungen berichten. Zweifelsohne haben diese stattgefunden. Wirklich wissenschaftliche Informationen sind dabei aber größtenteils nur in Nebensätzen zu finden, z. B. das an Kriegsende nur noch knapp 200.000 von 2,2 Mio. Deutschen in Ostpreussen & Co. lebten. So fehlt Beevors Buch eine gewisse wissenschaftliche Objektivität und verliert dafür einen Stern. Lesenswert ist es trotzdem und eine gute Ergänzung zu anderen Büchern zu dem Thema. Hätte man mehr draus machen können 2 von 5 PunktenGegenüber Werken wie von Tieke oder Venghaus eher flach, auch die Übersetzung ist ziemlich schwach, der Übersetzer scheint grade bei militärischen Termini nicht sonderlich sattelfest gewesen zu sein. Positiv ist sicher zu vermerken, das so der englischsprachige Raum auch mal zu lesen bekommt, was die "Befreiung" durch die Rote Armee für die Zivilbevölkerung in Wirklichkeit bedeutete: in der Mehrzahl die Hölle auf Erden. Das grade in Deutschland die Erwähnung dieser Massenverbrechen natürlich unerwünscht ist, weiß jeder, der sich ein wenig mit dem Thema Zeitgeschichte befaßt. |
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Ein Schriftsteller im Krieg: Wassili Grossman und die Rote Armee 1941-1945 von Antony BeevorGebundene Ausgabe von C. BertelsmannAngebote bei Amazon: ab EUR 16,95 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3570009130, Erscheinungsdatum: Sept. 2007, Auflage: 1. Aufl. |
2 Kundenrezensionen:Ein Schriftsteller findet seine Bestimmung 5 von 5 PunktenAntony Beevor ist ein von mir hochgeschätzter Historiker, der es vermag, Geschichte packend und plastisch zu erzählen und dabei in den großen Kontext zu stellen - siehe auch sein exzellentes Buch über Stalingrad. So verfährt er auch in diesem Werk: Viele Zitate von Grossman, eingerahmt von Passagen, die den historischen Zusammenhang herstellen. Beginnend mit den katastrophalen Niederlagen der roten Armee in 1941, über Stalingrad und Kursk, die Wende von der Defensive zur Offensive bis zum Sturm auf Berlin verfolgt er den Weg Grossmans als Frontberichterstatter der Armeezeitung "Roter Stern". Besonders beeindruckt dabei das, was Grossman über Treblinka geschrieben hat. Jeder, der sich über den mörderischen Charakter des Naziregimes Illusionen macht, sollte diese Passagen lesen. Allerdings darf die Tatsache des deutschen Vernichtungs- und Lebensraumkrieges auch nicht zu einer Beschönigung des Sowjetregimes und seiner Armee führen. Mit einer Vielzahl von kleinen Notizen belegt Grossman (vielleicht unabsichtlich), dass die Brutalisierung des Krieges nicht nur von der deutschen Seite ausging. Wie nebenbei werden von sowjetischen Kommandeuren aus einer Laune des Augenblicks heraus Hinrichtungen angeordnet, Gefangene ermordet, selbstmörderische Aktionen befohlen. Hier zeigt sich, wie bei der entfesselten Gewaltkonfrontation zweier totalitärer und aggressiver Regime die Menschlichkeit unter die Räder gerät. Grossman hat das in seiner Literatur verarbeitet. Dabei spielt auch eine große Rolle, dass Grossman als Jude erst die Judenvernichtung der Nazis beschrieb und später den Anitsemitismus der kommunistischen Kirche am eigenen Leib erleben mußte. Ich gebe dem Buch 5 Sterne und kann es jedem am 2. Weltkrieg Interessierten zur Abrundung der reinen Faktenkenntnis empfehlen. Dies Volk ist unsterblich! 5 von 5 PunktenWassili Semjonowitsch Grossman's Notizen vom Grossen Vaterländischen Krieg (1941-1945), den er als Korrespondent der sowjetischen Militärzeitschrift "Krasnaja Swesda" (Roter Stern), grössten Teils hautnah an der Front miterlebt hat, beginnen beim Überfall Nazideutschlands auf die Sowjetunion. Die mit modernster Waffentechnologie hochgerüstete deutsche Wehrmacht trifft zu Beginn ihrer Offensive "Barbarossa" auf eine schwache, unvorbereitete, ja geradezu paralysierte Rote Armee, die nicht anders kann, als sich langsam ins Landesinnere zurück zu ziehen. Antony Beevor, der Autor des Buches, der die Artikel und Notizen Wassili Grossmans zusammengetragen hat, versteht es sehr gut, Grossmans Dokumentationen vom Alltag an der Front in den grösseren Kontext der damals herrschenden politischen Situation, wie auch der jeweiligen militärische Lage einzubetten.Es sind erschütternde Bilder von Tod und Zerstörung, von unendlichem Leid und schlimmster Entbehrung, die einem beim Lesen dieses Buches haften bleiben. Im Winter 1942 bahnt sich schliesslich in Stalingrad die Wende an. Die Rote Armee wirft dort alle verfügbaren Einheiten in den Kampf, um Stalin's Stadt zu verteidigen. Grossman berichtet monatelang minutiös von den Ereignissen in der heftig umkämpften Stadt, in der die Kräfte der ausgezehrten Wehrmacht in einem zermürbenden Häuserkampf allmählich schwinden. Nach der Kapitulation General Paulus' 6. Armee in Stalingrad beginnt der unaufhaltsame Vormarsch der Roten Armee, zunächst mit der opferreichen Rückeroberung des Vaterlandes durch die mittlerweile besser organiserten und ausgerüsteten, kampferprobten und hoch motivierten sowjetischen Infanterie- und Panzertruppen. Immer vorne dabei Wassili Grossman, unermüdlich, mutig, ein konziser Beobachter der Vorgänge im und rund um das Schlachtfeld. Im Sommer 1944 wird das Vernichtungslager Treblinka in Polen von der Roten Armee befreit, und Grossman, selbst einer assimilierten jüdischen Familie entstammend, wird Zeuge der unermesslichen Gräueltaten, die die "faschistische Bestie" den aus allen Ecken Europas herangekarrten Juden zuteil hat kommen lassen. Der daraus entstandene Artikel wird in Beevors Buch praktisch in voller Länge wiedergegeben, und zählt zu Grossmans eindrücklichsten Werken. Nach diesen erschütternden Erlebnissen erleidet Grossman einen schweren Nervenzusammenbruch und kehrt vorübergehend nach Moskau zurück, bevor er sich im Januar 1945 wieder den sowjetischen Frontverbänden anschliesst, um vom Einmarsch der Roten Armee in Deutschland und schliesslich von der finalen Schlacht um Berlin zu berichten, die gleichsam das Ende des zweiten Weltkrieges darstellt. Das Buch ist äusserst sorgfältig recherchiert, sauber strukturiert und trotz des geschichtlichen Themas vor allem an einem Punkt brandaktuell: Man bedenke die verabscheungswürdigen Folterungen von "Detainees" durch amerikanische Militaristen in Camps wie Abu Ghraib und Guantanamo... |
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Berlin 1945. Das Ende von Antony BeevorTaschenbuch von GoldmannAngebote bei Amazon: ab EUR 29,75 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3442153131, Erscheinungsdatum: März 2005, Auflage: 1. |
Aus der Amazon.de-RedaktionMit Berlin 1945. Das Ende ist Antony Beevor nach Stalingrad abermals ein großer Wurf gelungen. Auf der Basis einer enormen Fülle aufwändig recherchierter Quellen -- darunter erst jetzt zugängliche russische Akten, Tagebücher und Erinnerungen von unmittelbar Beteiligten -- präsentiert er dem Leser darin das Fanal des Zweiten Weltkrieges in einer derartigen Schonungslosigkeit, dass selbst der hartgesottenste Geschichtspathologe das Buch bisweilen aus der Hand legen muss. Und das hat man gar nicht mehr für möglich gehalten. Die Geschichte des Zweiten Weltkriegs gilt als erforscht. Doch es zeigt sich, dass wir trotz allem über die Grausamkeit dieses Krieges noch längst nicht alles wissen: Wer fortan die Rote Armee noch für ihren Beitrag zur Befreiung Europas von den Nationalsozialisten feiern will, wird sich die Grausamkeiten dieser Armee auf ihrem Weg nach und in Berlin vorhalten lassen müssen, von der Beevor hier berichtet -- vor allem die endlosen, schier unvorstellbaren Vergewaltigungsexzesse entfesselter Rotarmisten-Horden, über deren Ausmaß und Erbarmungslosigkeit man sich kaum ein Bild machen kann. Einen wichtigen Beitrag leistet Beevor nicht nur, weil er die bestialischen Grausamkeiten gegen die Zivilbevölkerung offen legt, sondern auch, weil es ihm gelingt, ein gestochen scharfes Gesamtbild der letzten Tage des Dritten Reiches zu zeichnen. Darin wird uns noch einmal dessen absurde Grässlichkeit in schärfsten Konturen vorgeführt: "Wie das NS-Regime sein Ende fand, darin offenbaren sich noch einmal mit aller Klarheit sein Unvermögen, sein schwer wiegender Realitätsverlust und seine ganze Unmenschlichkeit", beschließt Beevor den Band, der auf der ganzen Linie überzeugt. Als Kritiker ist man gut beraten, die Vokabel vom "Standardwerk" nicht allzu leichtfertig zu vergeben. Bei Beevors Berlin 1945 jedoch darf man dies getrost tun, denn es wird gewiss ein solches werden. Dass die Lektüre dieses gut geschriebenen Buches Vergnügen bereitet, kann freilich ganz und gar nicht behauptet werden. Doch als erbauliche Lektüre wurde es auch nicht geschrieben. --Andreas Vierecke 5 Kundenrezensionen:Sehr gutes Kaleidoskop - mit mangelhaftem Anspruch 3 von 5 PunktenDer Untergang des 3. Reiches bildet eine einzigartige Herausforderung und ein Vermächtnis für den Historiker und Leser, denn das Machtgebilde und alles, was es ausmachte, hat sich zu keiner Zeit so offenkundig demaskiert wie in seinem Sturz. Mehr noch beansprucht das Geschehen jeden, der sich wirklich damit auseinandersetzt und in seine Tiefen vordringen möchte, gleichermaßen als Analytiker, der die Ziele und oftmals verborgenen Antriebe der Beteiligten herauszufinden versucht, wie auch als literarisch Versierter des Tragödienstoffs, der auf dem Grund aller Geschichte gefordert werden soll. Die nahezu ins Unübersehbare gewachsene Menge an Literatur jeder Spezifikation über Aufstieg und Fall des 3. Reiches machen nicht nur die persönliche Auswahl immer schwerer, sie stellt auch den Autor eines neuen Buches darüber vor eine enorme Herausforderung. Bieten jene Monate zwischen Januar und Mai 1945 eine nahezu unvergleichliche Fülle erregenden, bewegenden und menschlich erschütternden Stoffs und beides verleiht den Vorgängen, neben aller nahezu berstenden Anschaulichkeit, den Rang einer großen Parabel. Beim akademischen Geschichtshandwerker steht jedoch die so genannte Ereignisgeschichte seit geraumer Zeit unter wissenschaftlichem Verruf, weil die bundesrepublikanische Struktur- und Sozialgeschichte mit ihrer bisweilen schwer erträglichen Tonlage das Feld beherrscht. Um so verdienstvoller, dass nunmehr auch ein britischer Autor das Thema aufgegriffen hat. Die Darstellung beginnt mit dem Durchbruch der Roten Armee an der Weichselfront Mitte Januar 1945, dem Vorstoß zur Oder-Neiße-Linie bis zu den Seelower Höhen und damit dem beginnenden Angriff auf Berlin Mitte April 1945. Alsbald entwickelten sich die Operationen nicht nur zu einem Wettlauf der sowjetischen Armeegenerale gegeneinander, sondern auch gegen die von Westen vorstoßenden Amerikaner. Die mit immer neuen Tricks und stummer Erbitterung ausgetragenen Rivalitäten werfen ein bezeichnendes Bild auf die Mentalität jedes noch so hautsympatischen Kriegers, als der er sich selbst verstand und sich darstellen und feiern ließ. Viel mehr als die militärstrategischen und politischen Aspekte der Endphase dieses schrecklichsten aller Kriege beherrschen die grauenhaften Barbareien im Verlauf der Kämpfe die Darstellung. Es ist ein illusionsloses, hoffnungsloses Bild, schwarz in schwarz und ohne jeden Lichtpunkt. Gerade die Verwendung sowjetischer und neutraler Quellen gibt den Beschreibungen eine überzeugende Aussagekraft. Vergeltungsbedürfnisse, die in eigens veranstalteten Racheversammlungen der Sowjetverbände geschürt wurden, Übermut, grenzenloser, unvorstellbarer Hass und wüste Siegerlaune beherrschten die Stunde. Solche Vorgänge bestätigten nicht nur die schlimmsten Vorahnungen, sondern zugleich vieles von dem, was das Regime vorab an Schreckensbildern verbreitet hatte. Weit seltener ist von deutschen Grausamkeiten die Rede. Der Furor, mit dem das 3. Reich fast ganz Europa für Jahre unterworfen hatte, war erschöpft und reichte allenfalls noch für die Zerstörung des eigenen Landes und sich Bahn brechenden Selbsthass. Zum Ende hin, angesichts der Eroberung Berlins, beherrschten zunehmend Vergewaltigungsorgien die Szenerien. Der Autor spricht von mindestens zwei Millionen Frauen, denen im Verlauf der Kämpfe nicht selten Duzende von Malen Gewalt angetan wurde, unberücksichtigt die gigantische Zahl der nach Deutschland verschleppten Russinnen, die sich zu ihrem Schrecken nicht befreit, sondern ebenfalls als Siegesbeute behandelt sahen. Der Dichter Wassili Grossman, den Beevor häufig heranzieht, wollte in seinen Aufzeichnungen zunächst nicht wahrhaben, dass sich sowjetische Soldaten dergleichen zu Schulden kommen ließen. Aber die Beweise waren allzu erdrückend. An anderer Stelle berichtet Beevor von einem jungen SS-Mann, den ein paar Rotarmisten ans Klavier zwangen und mit seiner Erschießung drohten, falls er zu spielen aufhöre. Als der SS-Soldat nach nach 16 Stunden ununterbrochenem Spiel erschöpft und schluchzend mit dem Kopf auf die Tasten fiel, klopften sie ihm bewundernd auf die Schulter, zerrten ihn vor das Haus und erschossen ihn. Ungemein versöhnlich klingt vor diesem Hintergrund die Beobachtung eines sowjetischen Offiziers, er habe im Verlauf des Vormarsches entdeckt, dass die deutschen Kinder nicht anders weinten als die russischen. Ein anderer Offizier stellte eine Frage, die eine ausführliche Antwort (durch Beevor) verdient hätte: Warum die Deutschen, die doch kein gedankenloses und ein kulturell starkes Volk seien, ihre sauberen Kleinstädte, ihre guten Straßen und gepflegten Gärten, ja ihren ganzen Wohlstand aufs Spiel setzten, um die Sowjetunion zu überfallen. Im Episodischen, dass einen großen Teil der gesamten Darstellung ausmacht, liegt ohne Zweifel die Stärke und der Vorzug dieses Buches. Manches davon ergänzt das bestehende Bild auf informative, nicht selten erschütternde Weise. So vermerkt Beevor, dass der ein oder andere Sowjetsoldat verstimmt oder sogar empört darüber war, dass die Bewohner im deutschen Osten beim Anrücken der Roten Armee nach Westen flohen. Doch auch hierauf gibt Beevor keine Antwort. Der Reichtum des Buches an Einzelauskünften ist auch dessen Schwäche. Es hat keinen dramaturgischen Höhepunkt, sondern reiht mit akribischem Fleiß nicht selten regellos präsentierte Fakten aneinander. Der Befund ist um so auffälliger, als dass das Werk auch keinen leitenden Gedanken enthält und die gelegentlich reflektierenden Einschübe sind von solcher Schlichtheit, dass es einem mitunter die Sprache verschlägt. Wenn die Geschichte über das Ende des 3. Reiches bisher noch keine überzeugende Gesamtdarstellung gefunden hat, so sind doch einige hervorragende Arbeiten vor allem über Teilaspekte erschienen. Zu den Unbegreiflichekieten des Buches gehört, dass Beevor die einschlägige Literatur nicht kennt und was noch schlimmer wäre -: wissentlich nicht berücksichtigt oder auch längst überholte Versionen verwendet. Die wenigen Seiten, die Beevor der Schlussbetrachtung widmet, vermerken die Verbitterung, mit der die Deutschen seit 1918 auf die Wechselfälle der Geschichte reagiert hätten. Noch nach dem Zusammenbruch von 1945 entdeckt er eine Vielzahl von Versuchen, das Weltbild der Nazis ins rechte Licht zu rücken. Natürlich hat es dergleichen gegeben. Aber ohne jeden Hinweis auf die gleichzeitig weit verbreitete traumatische Verwirrung eines ganzen Volkes angesichts der unvorstellbaren Verwüstungen des Landes, auf die Einsichten und Schuldgefühle, die auch wirklich anzutreffen waren, ist diese Überlegung nicht nur von entgeisternder Einfalt, sondern schlichtweg falsch. Beevor leistet, was er zu leisten vermag. Das ist immerhin einiges. Historisch wie gedanklich ist er jedoch seinem Gegenstand nicht gewachsen im direkten Vergleich zur alternativen Literatur, die vorliegt. Als die apokalyptischen Reiter Deutschland erreichten....... 4 von 5 PunktenDer Titel "Berlin 1945" passt meines Erachtens nicht so richtig zu den Inhalten des Buches. In diesem wird von den sowjetischen Offensiven im Januar 45 erzählt, welche zunächst Ostpreußen trafen, dann Polen befreite, die Sowjets an den Oderbruch führten und schließlich in die Schlacht um Berlin mündeten. Auch die alliierte Seite erfährt Beachtung, die Hauptprotagonisten sind jedoch die Russen und Deutschen. Das Grauen, das sich mit dem Vormarsch der Sowjets verband wird eindringlich geschildert und auch Ursachenforschung betrieben. Warum waren die Sowjets zu solchen barbarischen Auswüchsen fähig? Warum richtete sich der Haß gegen die schutzlose Bevölkerung? Warum z.B. mußten nicht nur dt. Frauen so leiden, sondern auch Fremdarbeiterinnen, polnische Frauen, sowjet. Kriegsverschleppte und Zwangsarbeiterinnen? Das Buch erklärt dies durch die Gräueltaten der Wehrmacht in den besetzten Gebieten und der Bestialität des Krieges. Der militärische Zusammenbruch der Deutschen wird exakt aufgearbeitet und dessen Ursachen erklärt. Ebenso wird geklärt, warum die Sowjets bis zuletzt, selbst bei haushoher zahlenmäßiger Überlegenheit noch soch starke Verluste erleiden mußten. Wenn ein/e LeserIn nur dieses Buch zum Thema Zusammenbruch des dritten Reiches 1945 lesen würde, wäre er/sie umfassend informiert. Ich habe schon mehrere Bücher zum Thema gelesen, wobei der eine oder andere Aspekt aber dennoch neu war. Der Schwachpunkt meiner Ausgabe war jedoch, dass die Kapitel 17 und 18 ("Des Führers letzter Geburstag" und "Abflug der Goldfasane" bei der Bindung verlorenging und stattdessen ein Teil des Kapitels 16 (Seelow und die Spree") wiederholt wurde. Umfassend aber unwissentschaftlich 1 von 5 PunktenNach dem Lesen des Buches 'Stalingrad' vom selben Autor hatte ich hohe Erwartungen an dieses Buch geknüpft. Sie wurden allesamt enttäuscht. Dieses Buch kommt in seiner Qualität bei weitem nicht an das erste Werk von Anthony Beevor heran. An dem Autor liegt es sicherlich nicht, denn auch hier tritt Anthony Beevor mit einem ungeheuren Detailwissen hervor. Und dieses ist auch durchaus berechtigt und auch erforderlich, um diese komplexe Materie objektiv für alle Seiten darzustellen. Es liegt an der schlechten Übersetzunmg, die dieses Buch so schwer lesbar macht un ihm einen unwissentschaftlichen Antrich gibt. Der Überstzer von 'Stalingrad' hieß Klaus Koschmann und ich wage daher die Aussage, daß, wenn Klaus Koschmann dieses Buch neu übersetzen würde, es qualitätsmäßig an das Buch 'Stalingrad'anknüpfen würde. Es wäre den Lesern zu wünschen. Lesenswertes Buch, auch wenn der wissenschaftliche Aspekt etwas schwächelt! 4 von 5 PunktenAntony Beevor hat mit seinem Werk "Berlin 1945 - Das Ende" mal wieder ein sehr interessantes Buch veröffentlicht. Sein letztes Werk "Stalingrad" war schlichtweg genial geschrieben und trotz der Menge an Informationen gut zugänglich. Ähnlich entwickelt sich auch dieses Buch. Die Schlacht um Ostpreussen bis über die Oder nach Berlin, wird umfassend und interessant geschildert. Dabei kommen alle Seiten zu Wort. Vornehmlich natürlich die russische und deutsche Seite. Leider entwickelt sich hier meiner Meinung nach auch ein gewisser Schwachpunkt. Die Quellen auf die sich Beevor bezieht, sind für wissenschaftliches Arbeiten eher nicht nutzbar. Was meiner Meinung nach daran liegt, dass im untergehenden Dritten Reich nicht mehr der Informationsfluss herrschte, wie zum Beispiel bei der Schlacht um Stalingrad. So bezieht sich Beevor vornehmlich auf Augenzeugenberichte oder z. B. auf ein Tagebuch. So habe ich, zum Beispiel die Zahl der Verteidiger von Berlin vermisst (meines Wissens waren im Großraum Berlin (einschl. der Oder) rund 1 Millionen "Soldaten" auf deutscher Seite stationiert). Dies wird in dem Buch weder wirklich erwähnt, noch bestätigt. Die russichen Quellen hingegen sind oftmals das Ergebnis der jahrelangen Propaganda. Was in dem Buch in der Regel auch erwähnt wird. Trotzdem entwickelt Beevors Buch eine gewisse Eigendynamik in Richtung der Quellen die von Massenvergewaltigungen und Brandschatzungen berichten. Zweifelsohne haben diese stattgefunden. Wirklich wissenschaftliche Informationen sind dabei aber größtenteils nur in Nebensätzen zu finden, z. B. das an Kriegsende nur noch knapp 200.000 von 2,2 Mio. Deutschen in Ostpreussen & Co. lebten. So fehlt Beevors Buch eine gewisse wissenschaftliche Objektivität und verliert dafür einen Stern. Lesenswert ist es trotzdem und eine gute Ergänzung zu anderen Büchern zu dem Thema. Hätte man mehr draus machen können 2 von 5 PunktenGegenüber Werken wie von Tieke oder Venghaus eher flach, auch die Übersetzung ist ziemlich schwach, der Übersetzer scheint grade bei militärischen Termini nicht sonderlich sattelfest gewesen zu sein. Positiv ist sicher zu vermerken, das so der englischsprachige Raum auch mal zu lesen bekommt, was die "Befreiung" durch die Rote Armee für die Zivilbevölkerung in Wirklichkeit bedeutete: in der Mehrzahl die Hölle auf Erden. Das grade in Deutschland die Erwähnung dieser Massenverbrechen natürlich unerwünscht ist, weiß jeder, der sich ein wenig mit dem Thema Zeitgeschichte befaßt. |
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Stalingrad von Antony BeevorGebundene Ausgabe von OrbisAngebote bei Amazon: ab EUR 23,06 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3572013127, Erscheinungsdatum: 2002, Auflage: 1 |
Aus der Amazon.de-RedaktionStalingrad -- Ort der Entscheidungschlacht im Zweiten Weltkrieg, deren deutsche Niederlage das Bild der unbesiegbaren Wehrmacht zerstörte. Nach den fürchterlichen Kämpfen um diese sowjetische Stadt 1942/43 änderte sich der Kriegsverlauf für die Nazis dramatisch. Eine Schlacht dieser Bedeutung und auch dieser Größe -- hier kämpften mehrere Armeekorps unter unbeschreiblichen Verlusten gegeneinander -- ist natürlich Gegenstand militärhistorischer Forschungen, die Strategie und Vorgehen hinterfragen. Dem ehemaligen britischen Offizier Anthony Beevor geht es aber zudem um die menschliche Seite dieses Kampfes. Auch in seinem Buch erfährt man Ablauf und Hintergründe der Kesselschlacht und kann chronologisch die Ereignisse nachlesen, wodurch es zunächst wie ein "normales" Stalingrad-Buch wirkt. Zu etwas Besonderem aber macht es die zusätzliche Betrachtung aus Sicht der Betroffenen, die Beevor in seine Beschreibungen mit einbezieht. Immer wieder erlebt man die Situation aus Sicht der Soldaten -- einfachen Mannschaften ebenso wie Offizieren -- und versteht so den Rußlandfeldzug auch als menschliche Tragödie und nicht nur als militärische Niederlage. Die fesselnde Erzählweise -- Beevor schreibt schließlich auch Romane -- tut hier ein übriges. Der andere herausragende Aspekt von Beevors Buch sind seine Quellen. Der Brite nutzte eine Vielzahl unterschiedlichster Materialien, viele davon erstmals zugänglich. Von Tagebüchern und Briefen über offizielle Dokumente der sowjetischen Armee bis hin zu Geheimdienstberichten bezieht Beevor alles in seine Analyse ein, was ihm eine ausgeglichene, sehr tiefgehende Darstellung der Geschehnisse ermöglicht. Beevor ist ein wichtiges Buch gelungen, das sowohl die Ereignisse nachvollziehbar macht wie auch niemals einen Zweifel daran läßt, daß hier echte Menschen aus Fleisch und Blut gegeneinander gekämpft haben. Für ein militärhistorisches Buch ein begrüßenswerter Ansatz! --Joachim Hohwieler 5 Kundenrezensionen:Stalingrad - ausgewogen mit Tiefgang. 5 von 5 PunktenIch habe viele Bücher über den Stalingradfeldzug gelesen, aber kaum eines der Bücher hat mich so fasziniert, wie das Buch von Antony Beevor. Er schafft es, spannend zu berichten, einen Überblick über die Gesamtsituation zu geben und gleichzeitig auch Einzelschicksale zu beleuchten. Dabei reflektiert er die russische wie auch die deutsche Seite und der Leser bekommt einen guten Überblick über die gesamte Schlacht, deren Verlauf und die finale Katastrophe. Es ist eine in sich stimmige Ergänzung für jeden, der der Schlacht von Stalingrad mehr Tiefe abgewinnen möchte. Das Weglegen wird Ihnen schwer fallen. Keine einfache Kost... 1 von 5 PunktenIch habe wohl etwas falsch gemacht ... denn mich konnte dieses Buch - wohl im Gegensatz zu vielen anderen - überhaupt nicht überzeugen! Habe es zwei mal angefangen und jeweils in der Mitte abgebrochen. Es besitzt meiner Ansicht nach überhaupt keinen roten Faden, keine Hauptcharaktere etc. denen man folgen könnte. Ganz im Gegenteil, es wirkt wie eine Aneinanderhäufung von Quellen. Hat mich stark an die verhassten Texte aus dem Geschichts-LK erinnert! Oft werden einzelne Feldpostbriefe zum Beweis für historische Situationen angeführt, aber nur weil Unteroffizier SOWIESO schreibt "wir haben hier Ratten" (oder was auch immer...), überzeugt mich das noch lange nicht, dass die ganze Armee von einer Plage heimgesucht wurde. Vielleicht ist das Buch aber auch einfach bloß nichts für Leute, die lediglich ins Thema reinschnuppern wollen! So wie ich... Brilliante Darstellung der Schlacht und des Mythos 5 von 5 PunktenBei einem Buch, welches unzählige Vorschusslorbeeren erhält und nahezu einheitlich mit einer positiven Bewertung versehen wird, ist man bisweilen ein wenig argwöhnisch. Doch schon nach den ersten Seiten zertreuen sich jegliche Zweifel - Beevor ist ein Meisterstück gelungen. Alles hat Hand und Fuß - als Beispiel sei hier die Schilderung des Vorspiels zu Stalingrad genannt: Der Autor fasst auf den ersten 150 Seiten Barbarossa und die Winterkämpfe 1941/42 zusammen, um nicht zuletzt Paulus Werdegang vom Stabs- zum Frontoffizier sowie die deutsche Durchhaltementalität (auch in der 6. Armee) nachzuzeichnen. Ist es nun das definitve Buch zu dem Mythos des 2. Weltkrieges ? Beevor selbst verneint dies und über viele (Einzel)Aspekte gibt es sicherlich noch eine Menge zu berichten. Doch in vielerlei Hinsicht ist es das 'perfekte' Buch zu Stalingrad, denn Beevor hatte die Gunst der Stunde auf seiner Seite: Weit genug entfernt von den Ereignissen, um sie distanziert, objektiv-historisch zu erfassen, aber doch immer noch "nahe" genug am Ereignis dran, um noch Zeitzeugen zu Wort kommen zu lassen - eine Möglichkeit, die späteren Historikern aus verständlichen Gründen verwehrt sein wird. Insgesamt ist der Quellenapparat des Buches lehrbuchmäßig und demonstriert eindrucksvoll, wie scharf ein gut fundierter Bericht ein Bild zu zeichen vermag. Aber am Beeindruckensten - und Fürchterlichsten - sind mit Sicherheit die Schilderungen des Elends und Untergangs der sechsten Armee im Kessel, wobei Beevor nicht nur das Leid der Deutschen, sondern auch der Russen (sei es Kriegsgefangene, Hiwis oder Angreifer des Kessels) ins Bild miteinbezieht. Hier erreicht der Autor, wovon Guido Knopp und Co nur träumen können - ohne die moralische Direktkeule auszupacken eine nachhaltige Wirkung zu erzielen. Am Ende des Buches kann man nur erschüttert die Billanz der Inkompetenz, Hörig-, Verantwortungslosig- und Tugendlosigkeit der deutschen Führung betrachten, die zu dieser Katastrophe und unfassbaren Vergeudung menschlichen Lebens führten. Doch auch die Verantwortlichkeit der einfachen Soldaten wird beschrieben, die erst "Hitler kaputt" riefen, als sie geschlagen waren - und bittere Parallelen werden zur unmenschlichen Behandlung der deutschen Kriegsgefangenen und ihrem eigenem Verhalten im Sommer des Jahres 1942 gezogen. Solchermaßen wird das menschliche Handeln dämonsiert und damit am Ende der Krieg an sich. Eine minutiöse Aufarbeitung der grausamsten Schlacht des 2. Weltkrieges 5 von 5 PunktenEher durch Zufall habe ich mir das Buch "Stalingrad" von Antony Beevor zugelegt, weil ich geschichtlich sehr interessiert bin. Inzwischen habe ich das Werk dreimal gelesen und bin immer noch davon beeindruckt. Beevor beschreibt in einem interessanten, informativen und realistischen Stil, den Verlauf der Schlacht um Stalingrad im 2. Weltkrieg. Hierbei wird jede Seite der Schlacht beleuchtet (und nicht nur wie so oft die Deutsche). Man bekommt handfeste Fakten und reichlich (Hintergrund)Informationen ohne das es dabei reißerisch wirkt. Insgesamt ist der Schreibstil für ein wissenschaftliches Werk sehr flüssig und gut verständlich. Ein wichtiges Dokument Zeitgeschichte - 5 Sterne. Erschütternd 5 von 5 PunktenAntony Beevor hat hier ein grandioses Buch zusammengestellt dass die Grauen des Krieges eindrücklicher darstellt, als dies ein Film je tun könnte. Er hat es geschafft dass man trotz einer Vielzahl von Einzelschicksalen Anteil an jeder einzelnen Geschichte hat, dies kann man nicht von jedem Buch behaupten dass versucht einen Gesamtüberblick zu liefern und gleichzeitig den Einzelnen in den Fokus rückt. Im Vergleich zu diesem Buch muss man sich fragen warum Filme wie Saving Private Ryan oder auch Stalingrad (die mir beide gefallen) das Kriegsgeschehen nicht realistischer darstellen. Die Antwort müsste wohl lauten dass niemand diese Brutalität auf dem Bildschirm ertragen würde. Gefallen hat mir, dass es zwar einen historischen Rahmen gibt, der auch gut recherchiert worden ist, aber die Schlacht von Stalingrad mehr als eine Geschichte erzählt wird, spannend, bedrückend und vor allem lesenswert. Hatte das Buch in 2 Tagen durch, weil ich es nicht aus der Hand legen konnte. Eins ist dieses Buch jedenfalls nicht: Ein trockenes Sachbuch das in Theorie erstickt. Wer dies im Vorfeld weiß wird seine Freude an dem Buch haben. |
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Stalingrad von Antony BeevorGebundene Ausgabe von Bertelsmann, MünchenAngebote bei Amazon: ab EUR 45,44 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 2702835007, Erscheinungsdatum: 1998 |
Aus der Amazon.de-RedaktionStalingrad -- Ort der Entscheidungschlacht im Zweiten Weltkrieg, deren deutsche Niederlage das Bild der unbesiegbaren Wehrmacht zerstörte. Nach den fürchterlichen Kämpfen um diese sowjetische Stadt 1942/43 änderte sich der Kriegsverlauf für die Nazis dramatisch. Eine Schlacht dieser Bedeutung und auch dieser Größe -- hier kämpften mehrere Armeekorps unter unbeschreiblichen Verlusten gegeneinander -- ist natürlich Gegenstand militärhistorischer Forschungen, die Strategie und Vorgehen hinterfragen. Dem ehemaligen britischen Offizier Anthony Beevor geht es aber zudem um die menschliche Seite dieses Kampfes. Auch in seinem Buch erfährt man Ablauf und Hintergründe der Kesselschlacht und kann chronologisch die Ereignisse nachlesen, wodurch es zunächst wie ein "normales" Stalingrad-Buch wirkt. Zu etwas Besonderem aber macht es die zusätzliche Betrachtung aus Sicht der Betroffenen, die Beevor in seine Beschreibungen mit einbezieht. Immer wieder erlebt man die Situation aus Sicht der Soldaten -- einfachen Mannschaften ebenso wie Offizieren -- und versteht so den Rußlandfeldzug auch als menschliche Tragödie und nicht nur als militärische Niederlage. Die fesselnde Erzählweise -- Beevor schreibt schließlich auch Romane -- tut hier ein übriges. Der andere herausragende Aspekt von Beevors Buch sind seine Quellen. Der Brite nutzte eine Vielzahl unterschiedlichster Materialien, viele davon erstmals zugänglich. Von Tagebüchern und Briefen über offizielle Dokumente der sowjetischen Armee bis hin zu Geheimdienstberichten bezieht Beevor alles in seine Analyse ein, was ihm eine ausgeglichene, sehr tiefgehende Darstellung der Geschehnisse ermöglicht. Beevor ist ein wichtiges Buch gelungen, das sowohl die Ereignisse nachvollziehbar macht wie auch niemals einen Zweifel daran läßt, daß hier echte Menschen aus Fleisch und Blut gegeneinander gekämpft haben. Für ein militärhistorisches Buch ein begrüßenswerter Ansatz! --Joachim Hohwieler 5 Kundenrezensionen:Stalingrad - ausgewogen mit Tiefgang. 5 von 5 PunktenIch habe viele Bücher über den Stalingradfeldzug gelesen, aber kaum eines der Bücher hat mich so fasziniert, wie das Buch von Antony Beevor. Er schafft es, spannend zu berichten, einen Überblick über die Gesamtsituation zu geben und gleichzeitig auch Einzelschicksale zu beleuchten. Dabei reflektiert er die russische wie auch die deutsche Seite und der Leser bekommt einen guten Überblick über die gesamte Schlacht, deren Verlauf und die finale Katastrophe. Es ist eine in sich stimmige Ergänzung für jeden, der der Schlacht von Stalingrad mehr Tiefe abgewinnen möchte. Das Weglegen wird Ihnen schwer fallen. Keine einfache Kost... 1 von 5 PunktenIch habe wohl etwas falsch gemacht ... denn mich konnte dieses Buch - wohl im Gegensatz zu vielen anderen - überhaupt nicht überzeugen! Habe es zwei mal angefangen und jeweils in der Mitte abgebrochen. Es besitzt meiner Ansicht nach überhaupt keinen roten Faden, keine Hauptcharaktere etc. denen man folgen könnte. Ganz im Gegenteil, es wirkt wie eine Aneinanderhäufung von Quellen. Hat mich stark an die verhassten Texte aus dem Geschichts-LK erinnert! Oft werden einzelne Feldpostbriefe zum Beweis für historische Situationen angeführt, aber nur weil Unteroffizier SOWIESO schreibt "wir haben hier Ratten" (oder was auch immer...), überzeugt mich das noch lange nicht, dass die ganze Armee von einer Plage heimgesucht wurde. Vielleicht ist das Buch aber auch einfach bloß nichts für Leute, die lediglich ins Thema reinschnuppern wollen! So wie ich... Brilliante Darstellung der Schlacht und des Mythos 5 von 5 PunktenBei einem Buch, welches unzählige Vorschusslorbeeren erhält und nahezu einheitlich mit einer positiven Bewertung versehen wird, ist man bisweilen ein wenig argwöhnisch. Doch schon nach den ersten Seiten zertreuen sich jegliche Zweifel - Beevor ist ein Meisterstück gelungen. Alles hat Hand und Fuß - als Beispiel sei hier die Schilderung des Vorspiels zu Stalingrad genannt: Der Autor fasst auf den ersten 150 Seiten Barbarossa und die Winterkämpfe 1941/42 zusammen, um nicht zuletzt Paulus Werdegang vom Stabs- zum Frontoffizier sowie die deutsche Durchhaltementalität (auch in der 6. Armee) nachzuzeichnen. Ist es nun das definitve Buch zu dem Mythos des 2. Weltkrieges ? Beevor selbst verneint dies und über viele (Einzel)Aspekte gibt es sicherlich noch eine Menge zu berichten. Doch in vielerlei Hinsicht ist es das 'perfekte' Buch zu Stalingrad, denn Beevor hatte die Gunst der Stunde auf seiner Seite: Weit genug entfernt von den Ereignissen, um sie distanziert, objektiv-historisch zu erfassen, aber doch immer noch "nahe" genug am Ereignis dran, um noch Zeitzeugen zu Wort kommen zu lassen - eine Möglichkeit, die späteren Historikern aus verständlichen Gründen verwehrt sein wird. Insgesamt ist der Quellenapparat des Buches lehrbuchmäßig und demonstriert eindrucksvoll, wie scharf ein gut fundierter Bericht ein Bild zu zeichen vermag. Aber am Beeindruckensten - und Fürchterlichsten - sind mit Sicherheit die Schilderungen des Elends und Untergangs der sechsten Armee im Kessel, wobei Beevor nicht nur das Leid der Deutschen, sondern auch der Russen (sei es Kriegsgefangene, Hiwis oder Angreifer des Kessels) ins Bild miteinbezieht. Hier erreicht der Autor, wovon Guido Knopp und Co nur träumen können - ohne die moralische Direktkeule auszupacken eine nachhaltige Wirkung zu erzielen. Am Ende des Buches kann man nur erschüttert die Billanz der Inkompetenz, Hörig-, Verantwortungslosig- und Tugendlosigkeit der deutschen Führung betrachten, die zu dieser Katastrophe und unfassbaren Vergeudung menschlichen Lebens führten. Doch auch die Verantwortlichkeit der einfachen Soldaten wird beschrieben, die erst "Hitler kaputt" riefen, als sie geschlagen waren - und bittere Parallelen werden zur unmenschlichen Behandlung der deutschen Kriegsgefangenen und ihrem eigenem Verhalten im Sommer des Jahres 1942 gezogen. Solchermaßen wird das menschliche Handeln dämonsiert und damit am Ende der Krieg an sich. Eine minutiöse Aufarbeitung der grausamsten Schlacht des 2. Weltkrieges 5 von 5 PunktenEher durch Zufall habe ich mir das Buch "Stalingrad" von Antony Beevor zugelegt, weil ich geschichtlich sehr interessiert bin. Inzwischen habe ich das Werk dreimal gelesen und bin immer noch davon beeindruckt. Beevor beschreibt in einem interessanten, informativen und realistischen Stil, den Verlauf der Schlacht um Stalingrad im 2. Weltkrieg. Hierbei wird jede Seite der Schlacht beleuchtet (und nicht nur wie so oft die Deutsche). Man bekommt handfeste Fakten und reichlich (Hintergrund)Informationen ohne das es dabei reißerisch wirkt. Insgesamt ist der Schreibstil für ein wissenschaftliches Werk sehr flüssig und gut verständlich. Ein wichtiges Dokument Zeitgeschichte - 5 Sterne. Erschütternd 5 von 5 PunktenAntony Beevor hat hier ein grandioses Buch zusammengestellt dass die Grauen des Krieges eindrücklicher darstellt, als dies ein Film je tun könnte. Er hat es geschafft dass man trotz einer Vielzahl von Einzelschicksalen Anteil an jeder einzelnen Geschichte hat, dies kann man nicht von jedem Buch behaupten dass versucht einen Gesamtüberblick zu liefern und gleichzeitig den Einzelnen in den Fokus rückt. Im Vergleich zu diesem Buch muss man sich fragen warum Filme wie Saving Private Ryan oder auch Stalingrad (die mir beide gefallen) das Kriegsgeschehen nicht realistischer darstellen. Die Antwort müsste wohl lauten dass niemand diese Brutalität auf dem Bildschirm ertragen würde. Gefallen hat mir, dass es zwar einen historischen Rahmen gibt, der auch gut recherchiert worden ist, aber die Schlacht von Stalingrad mehr als eine Geschichte erzählt wird, spannend, bedrückend und vor allem lesenswert. Hatte das Buch in 2 Tagen durch, weil ich es nicht aus der Hand legen konnte. Eins ist dieses Buch jedenfalls nicht: Ein trockenes Sachbuch das in Theorie erstickt. Wer dies im Vorfeld weiß wird seine Freude an dem Buch haben. |
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Der Spanische Bürgerkrieg von Antony BeevorGebundene Ausgabe von C. Bertelsmann VerlagAngebote bei Amazon: ab EUR 11,46 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3570009246, Erscheinungsdatum: Mai 2006 |
5 Kundenrezensionen:Gute Gesamtdarstellung einer wichtigen Periode der Geschichte 4 von 5 PunktenAuf 656 Seiten (inkl. Kartenmaterial, Literaturverzeichnis, Personen-, Orts- und Sachregister) präsentiert Antony Beevor eine umfassende Geschichte des Spanischen Bürgerkriegs (1936-1939). Das historische Werk, dessen Autor in mühevoller Recherche die wichtigsten ihm zugänglichen Quellen ausgewertet hat, ist um Objektivität der Darstellung bemüht, auch wenn die Sympathie Beevors eindeutig der schließlich unterlegenen demokratisch-republikanischen Bewegung gilt. Der Autor zeigt die ideologischen Widersprüche im republikanischen Lager auf und auch den kommunistischen Einfluss; die militärische Strategie beider Seiten wird umfassend analysiert und anhand der einzelnen wichtigen Schlachten und Kämpfe dargestellt. Dabei tritt klar hervor, dass die Internationalisierung des Krieges diesen von einem bloßen Bürgerkrieg zwischen Spaniern zu einem internationalen Stellvertreterkrieg machte (unter aktiver Beteiligung der Sowjetunion auf der republikanischen Seite sowie Italiens und Deutschlands auf der Seite der von General Franco geführten Nationalisten). Grausamkeiten auf beiden Seiten werden nicht verschwiegen. Die Rolle der spanischen Kirche wird zwar differenziert dargestellt (es gab viele Verfolgungen und Märtyrer durch die Aktionen der Republikaner und Kommunisten; umgekehrt kollaborierten auch Bischöfe mit den Nationalisten und schwiegen zu deren Terror und der Verfolgung Unschuldiger), doch wäre eine genauere Analyse wünschenswert gewesen. Alles in allem ist das Buch interessant geschrieben und bietet eine wichtige Hilfe für das Verständnis einer zugleich leidvollen und geschichtlich bedeutsamen Periode. Gut für Neueinsteiger 4 von 5 PunktenWer über den spanischen Bürgerkrieg nichts oder so gut wie nichts weiß, kann hier beherzt zugreifen, denn Beevor gelingt eine ausgezeichnete Gesamtdarstellung eines komplexen Konfliktes. Die großen Stärken des Buches sind dabei zwei Dinge: Erstens die neutrale Sichtweise - Beevor schildert, ohne selbst eine moralische Wertung vorzunehmen, die Vorgehensweisen (Selbstsäuberungen, Exekutionen von Gefangenen etc.) sowohl der rebuplikanischen, als auch nationalspanischen Seite und "bevorzugt" dabei niemanden. Zweitens gefällt das Buch durch eine gründliche, ereignisgeschichtliche Darstellung. Zwar haben sozial- und strukturgeschichtliche Analysen durchaus ihre Daseinsberechtigung, doch gehen sie fehl, wenn einem die militärgeschichtlichen Hintergründe für ein Verständnis fehlen und gerade weil der spanische Bürgerkrieg (im Gegensatz zu den Weltkriegen etwa) nicht so sehr ins historische Bewusstsein gedrungen ist, erscheint die Darstellung der einzelnen Schlachten als detalliert sinnvoll, auch wenn Beevor manchmal dabei übers Ziel hinausschiesst. Eng verbunden sind damit auch die kleineren (und ggf. größeren Kritikpunkte): Wer in der spanischen Geographie nicht sattelfest ist, wird trotz der beigefügten Karten manchesmal seine Liebe Mühe und Not haben, dem Geschilderten zu folgen. Gleiches gilt für die Darstellung der involvierten Einzelparteien und Interessengruppen, die besonders auf republikanischer Seite zahlreich und manchmal recht verwirrend sein können, da Beevor (naturgemäß) nach der ersten Vorstellung nur noch mit den Abkürzungen arbeitet. Auch hier hilft ein im Anhang beigefügtes Abkürzungsverzeichnis, auch hier kann aber das ständige Hin- und Herblättern bisweilen den Lesefluss stören. Beevors Texte lesen sich flüssig und er verliert sich erfreulicherweise nur selten in kontrafaktische Überlegungen und Anekdötchen, die bisweilen für anglo-amerikanische Geschichtsschreiber üblich sind. Die wenigen Ausnahmen sind gut belegt und fügen sich sinnvoll in die Darstellung ein (insbeondere am Ende). Teilweise merkt man Beevor methodische Schwächen und Widersprüche an - so wird z.B. an einer Stelle die Fähigkeit der Nationalspanier erwähnt, wertlosen Raum preiszugeben (Teruel-Schlacht), an anderer Stelle (Ebro-Offensive) Francos Bestreben, den Republikanern nicht einmal ein Minimum an Raum zuzugestehen. Auch ist es bedauerlich, dass am Ende einer 500-Seitigen Monographie der Autor sich einer Schlussfolgerung der Gesamtdarstellung dadurch entzieht, weil er sie als zu "bequem" empfindet. Auch wenn man sicherliche tiefengeschichtliche Aspekte nicht angemessen in einer Zusammenfassung darstellen kann, so sollte sie doch die großen Fragen zusammenfassend beantworten können, selbst wenn man dabei die Gefahr einer Simplifizierung in Kauf nehmen muss. Doch das alles schmälert nicht die Leistung des Gesamtwerkes. Einzig wirklich großes Manko (welcher zu 99% der abezogene Wertungsstern geschuldet ist) ist die geschichtliche Zusammenfassung der spanischen Geschichte am Anfang, die Beevor selbst in seiner Danksagung als "zu mechanisch" beschreibt, was aber gnädig untertrieben ist - eine solche verknappte, monokausale Darstellung dürfte wohl nicht einmal den Anforderungen eines geschichtlichen Schulkurses standhalten und sollte vom Autoren schleunigst überarbeitet werden. Exzellente Gesamtdarstellung des Spanischen Bürgerkriegs 5 von 5 PunktenBücher über dem Spanischen Bürgerkrieg gibt es - von Gesamtdarstellungen über Abhandlungen aus spezifischen Gesichtspunkten - in Hülle und Fülle. Antony Beevor hat mit seinem Buch "Der Spanische Bürgerkrieg" (C. Bertelsmann Verlag, München 2006 - "The Spanish Civil War", 2006; 655 Seiten) ein Werk zu diesem Thema geschaffen wie keiner vor ihm. Er geht dabei weit in die Vergangenheit zurück, da der Spanische Bürgerkrieg nur so zu verstehen ist. So stellt Beevor fest: "Niemand kann also behaupten, der Spanische Bürgerkrieg habe erst mit der Erhebung der >nationalistischen< Generäle gegen die republikanische Regierung im Juli 1936 angefangen." Daher Über beginnt sein Buch mit einem Rückblick, wie es aus drei Konfliktachsen - Links vs. Rechts, Zentralstaat vs. regionale Selbständigkeitsbestrebungen, autoritäres Regime vs. Freiheit des Individuums - zum Bürgerkrieg kam: von den Allerchristlichsten Majestäten, dem Ende der Monarchie, der Zweiten Republik (nach der kurzlebigen Ersten Republik im 19. Jahrhundert) zur Volksfront. In der Folge wird Spanische Bürgerkrieg von den Anfängen bis zur Einnahme Madrids im März 1939 und der Errichtung der Militärdiktatur dargestellt: "Der Krieg der beiden Spanien" (Teil 2), "Die Internationalisierung des Spanischen Bürgerkriegs" (Teil 3), "Der internationale Stellvertreterkrieg" (Teil 4), "Interne Spannungen" (Teil 5), "Der Weg in die Katastrophe" (Teil 6) und "Vae Victis!" (Teil 7). Beevor beschreibt einen der grausamsten Konflikte Europas im 20. Jahrhundert in einer Art und Weise, daß man das sein Buch eigentlich in einem Zug - wenn es nicht so viele Seiten hätte - durchlesen könnte. Ergänzt wird das Buch durch einen Anhang, der keinen Wunsch nach detaillierteren Informationen offen läßt. Erstklassige Darstellung 5 von 5 PunktenIch habe die frühere Fassung dieses Buches vor etwa 20 Jahren gelesen und war überrascht von der neuen Ausgabe, die doch einige interessante neue Aspekte über die Vorgänge im republikanischen Lager verdeutlicht. Ich habe das Buch vor allem aus militärhistorischem Interesse gelesen, und hier liegen seine deutlichen Stärken. Beevor schildert die Kampfhandlungen detailliert und analysiert gut verständlich die Ursachen von Sieg und Niederlage. Kenntnisreich und gut geschrieben 5 von 5 PunktenNach einer kurzen Einleitung über das vorangegangene 19. Jahrhundert, dessen Verlauf zum Verständnis des Bürgerkriegs wichtig ist, bietet der Autor dem unwissenden Leser eine überaus klare und gut strukturierte Geschichte des Spanischen Bürgerkriegs. Er versteht es, die nationalen und internationalen Zusammenhänge auf den Verlauf des Krieges zu beziehen, ohne dabei kompliziert oder behäbig zu wirken. Im Gegenteil, das Buch liest sich wie ein spannender Roman. |
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Stalingrad von Antony BeevorTaschenbuch von Goldmann VerlagAngebote bei Amazon: ab EUR 49,99 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3442151015, Erscheinungsdatum: März 2001 |
Aus der Amazon.de-RedaktionStalingrad -- Ort der Entscheidungschlacht im Zweiten Weltkrieg, deren deutsche Niederlage das Bild der unbesiegbaren Wehrmacht zerstörte. Nach den fürchterlichen Kämpfen um diese sowjetische Stadt 1942/43 änderte sich der Kriegsverlauf für die Nazis dramatisch. Eine Schlacht dieser Bedeutung und auch dieser Größe -- hier kämpften mehrere Armeekorps unter unbeschreiblichen Verlusten gegeneinander -- ist natürlich Gegenstand militärhistorischer Forschungen, die Strategie und Vorgehen hinterfragen. Dem ehemaligen britischen Offizier Anthony Beevor geht es aber zudem um die menschliche Seite dieses Kampfes. Auch in seinem Buch erfährt man Ablauf und Hintergründe der Kesselschlacht und kann chronologisch die Ereignisse nachlesen, wodurch es zunächst wie ein "normales" Stalingrad-Buch wirkt. Zu etwas Besonderem aber macht es die zusätzliche Betrachtung aus Sicht der Betroffenen, die Beevor in seine Beschreibungen mit einbezieht. Immer wieder erlebt man die Situation aus Sicht der Soldaten -- einfachen Mannschaften ebenso wie Offizieren -- und versteht so den Rußlandfeldzug auch als menschliche Tragödie und nicht nur als militärische Niederlage. Die fesselnde Erzählweise -- Beevor schreibt schließlich auch Romane -- tut hier ein übriges. Der andere herausragende Aspekt von Beevors Buch sind seine Quellen. Der Brite nutzte eine Vielzahl unterschiedlichster Materialien, viele davon erstmals zugänglich. Von Tagebüchern und Briefen über offizielle Dokumente der sowjetischen Armee bis hin zu Geheimdienstberichten bezieht Beevor alles in seine Analyse ein, was ihm eine ausgeglichene, sehr tiefgehende Darstellung der Geschehnisse ermöglicht. Beevor ist ein wichtiges Buch gelungen, das sowohl die Ereignisse nachvollziehbar macht wie auch niemals einen Zweifel daran läßt, daß hier echte Menschen aus Fleisch und Blut gegeneinander gekämpft haben. Für ein militärhistorisches Buch ein begrüßenswerter Ansatz! --Joachim Hohwieler 5 Kundenrezensionen:Stalingrad - ausgewogen mit Tiefgang. 5 von 5 PunktenIch habe viele Bücher über den Stalingradfeldzug gelesen, aber kaum eines der Bücher hat mich so fasziniert, wie das Buch von Antony Beevor. Er schafft es, spannend zu berichten, einen Überblick über die Gesamtsituation zu geben und gleichzeitig auch Einzelschicksale zu beleuchten. Dabei reflektiert er die russische wie auch die deutsche Seite und der Leser bekommt einen guten Überblick über die gesamte Schlacht, deren Verlauf und die finale Katastrophe. Es ist eine in sich stimmige Ergänzung für jeden, der der Schlacht von Stalingrad mehr Tiefe abgewinnen möchte. Das Weglegen wird Ihnen schwer fallen. Keine einfache Kost... 1 von 5 PunktenIch habe wohl etwas falsch gemacht ... denn mich konnte dieses Buch - wohl im Gegensatz zu vielen anderen - überhaupt nicht überzeugen! Habe es zwei mal angefangen und jeweils in der Mitte abgebrochen. Es besitzt meiner Ansicht nach überhaupt keinen roten Faden, keine Hauptcharaktere etc. denen man folgen könnte. Ganz im Gegenteil, es wirkt wie eine Aneinanderhäufung von Quellen. Hat mich stark an die verhassten Texte aus dem Geschichts-LK erinnert! Oft werden einzelne Feldpostbriefe zum Beweis für historische Situationen angeführt, aber nur weil Unteroffizier SOWIESO schreibt "wir haben hier Ratten" (oder was auch immer...), überzeugt mich das noch lange nicht, dass die ganze Armee von einer Plage heimgesucht wurde. Vielleicht ist das Buch aber auch einfach bloß nichts für Leute, die lediglich ins Thema reinschnuppern wollen! So wie ich... Brilliante Darstellung der Schlacht und des Mythos 5 von 5 PunktenBei einem Buch, welches unzählige Vorschusslorbeeren erhält und nahezu einheitlich mit einer positiven Bewertung versehen wird, ist man bisweilen ein wenig argwöhnisch. Doch schon nach den ersten Seiten zertreuen sich jegliche Zweifel - Beevor ist ein Meisterstück gelungen. Alles hat Hand und Fuß - als Beispiel sei hier die Schilderung des Vorspiels zu Stalingrad genannt: Der Autor fasst auf den ersten 150 Seiten Barbarossa und die Winterkämpfe 1941/42 zusammen, um nicht zuletzt Paulus Werdegang vom Stabs- zum Frontoffizier sowie die deutsche Durchhaltementalität (auch in der 6. Armee) nachzuzeichnen. Ist es nun das definitve Buch zu dem Mythos des 2. Weltkrieges ? Beevor selbst verneint dies und über viele (Einzel)Aspekte gibt es sicherlich noch eine Menge zu berichten. Doch in vielerlei Hinsicht ist es das 'perfekte' Buch zu Stalingrad, denn Beevor hatte die Gunst der Stunde auf seiner Seite: Weit genug entfernt von den Ereignissen, um sie distanziert, objektiv-historisch zu erfassen, aber doch immer noch "nahe" genug am Ereignis dran, um noch Zeitzeugen zu Wort kommen zu lassen - eine Möglichkeit, die späteren Historikern aus verständlichen Gründen verwehrt sein wird. Insgesamt ist der Quellenapparat des Buches lehrbuchmäßig und demonstriert eindrucksvoll, wie scharf ein gut fundierter Bericht ein Bild zu zeichen vermag. Aber am Beeindruckensten - und Fürchterlichsten - sind mit Sicherheit die Schilderungen des Elends und Untergangs der sechsten Armee im Kessel, wobei Beevor nicht nur das Leid der Deutschen, sondern auch der Russen (sei es Kriegsgefangene, Hiwis oder Angreifer des Kessels) ins Bild miteinbezieht. Hier erreicht der Autor, wovon Guido Knopp und Co nur träumen können - ohne die moralische Direktkeule auszupacken eine nachhaltige Wirkung zu erzielen. Am Ende des Buches kann man nur erschüttert die Billanz der Inkompetenz, Hörig-, Verantwortungslosig- und Tugendlosigkeit der deutschen Führung betrachten, die zu dieser Katastrophe und unfassbaren Vergeudung menschlichen Lebens führten. Doch auch die Verantwortlichkeit der einfachen Soldaten wird beschrieben, die erst "Hitler kaputt" riefen, als sie geschlagen waren - und bittere Parallelen werden zur unmenschlichen Behandlung der deutschen Kriegsgefangenen und ihrem eigenem Verhalten im Sommer des Jahres 1942 gezogen. Solchermaßen wird das menschliche Handeln dämonsiert und damit am Ende der Krieg an sich. Eine minutiöse Aufarbeitung der grausamsten Schlacht des 2. Weltkrieges 5 von 5 PunktenEher durch Zufall habe ich mir das Buch "Stalingrad" von Antony Beevor zugelegt, weil ich geschichtlich sehr interessiert bin. Inzwischen habe ich das Werk dreimal gelesen und bin immer noch davon beeindruckt. Beevor beschreibt in einem interessanten, informativen und realistischen Stil, den Verlauf der Schlacht um Stalingrad im 2. Weltkrieg. Hierbei wird jede Seite der Schlacht beleuchtet (und nicht nur wie so oft die Deutsche). Man bekommt handfeste Fakten und reichlich (Hintergrund)Informationen ohne das es dabei reißerisch wirkt. Insgesamt ist der Schreibstil für ein wissenschaftliches Werk sehr flüssig und gut verständlich. Ein wichtiges Dokument Zeitgeschichte - 5 Sterne. Erschütternd 5 von 5 PunktenAntony Beevor hat hier ein grandioses Buch zusammengestellt dass die Grauen des Krieges eindrücklicher darstellt, als dies ein Film je tun könnte. Er hat es geschafft dass man trotz einer Vielzahl von Einzelschicksalen Anteil an jeder einzelnen Geschichte hat, dies kann man nicht von jedem Buch behaupten dass versucht einen Gesamtüberblick zu liefern und gleichzeitig den Einzelnen in den Fokus rückt. Im Vergleich zu diesem Buch muss man sich fragen warum Filme wie Saving Private Ryan oder auch Stalingrad (die mir beide gefallen) das Kriegsgeschehen nicht realistischer darstellen. Die Antwort müsste wohl lauten dass niemand diese Brutalität auf dem Bildschirm ertragen würde. Gefallen hat mir, dass es zwar einen historischen Rahmen gibt, der auch gut recherchiert worden ist, aber die Schlacht von Stalingrad mehr als eine Geschichte erzählt wird, spannend, bedrückend und vor allem lesenswert. Hatte das Buch in 2 Tagen durch, weil ich es nicht aus der Hand legen konnte. Eins ist dieses Buch jedenfalls nicht: Ein trockenes Sachbuch das in Theorie erstickt. Wer dies im Vorfeld weiß wird seine Freude an dem Buch haben. |
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