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Produkt-Bild: Heilige Zeichen: 580 Ägyptische Hieroglyphen. Die ganze Welt der Pharaonen wird verständlich und lebendig

Heilige Zeichen: 580 Ägyptische Hieroglyphen. Die ganze Welt der Pharaonen wird verständlich und lebendig von Maria Carmela Betro

Gebundene Ausgabe von Marixverlag
Angebote bei Amazon: ab EUR 5,99

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3937715339, Erscheinungsdatum: März 2004, Auflage: Neuaufl.
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5 Kundenrezensionen:

Ein Muss für Alle auf den Spuren der Hieroglyphen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieses Buch stellt die gebräuchlichsten 580 ägyptischen Hieroglyphen vor. In der sehr übersichtlichen Liste Gardiner (Gardiner war ein bekannter englischer Ägyptologe), die im Buch ebenfalls abgedruckt ist, findet sich ein guter Überblick über alle Zeichen, die es gibt, von welchen der Autor dieses Buches die bekanntesten ausgewählt hat und hier im Bezug auf Wortsinn und Lautwert und in der religiösen und kulturgeschichtlichen Entwicklung vorstellt.
An dieser Liste Gardiner orientiert sich das Buch vom inhaltlichen Aufbau her, wodurch ein gesuchtes Zeichen schnellstmöglich zu finden ist. Die Qualität des Buches besticht durch gute Schwarzweißbilder und die Darstellung der Zeichen durch Rot und rötliche Nuancen.

Fazit: Wer sich für die ägyptischen Hieroglyphen und deren Bedeutung interessiert, ist mit diesem Buch sicherlich gut beraten.
Für jeden Ägyptologie-Interessierten absolut unentbehrlich
5 Punkte 5 von 5 Punkten
In diesem Buch werden 580 der 700 Hieroglyphen der Liste des Ägyptologen Alan Gardiner ausgewählt und durch einige Hieroglyphen aus einigen anderen Büchern ergänzt. Eine Liste am Anfang des Buches erleichtert das Auffinden, zuvor gibt es noch eine Einführung über Ursprünge und Prinzipien der Hieroglyphenschrift. Anschließend werden die ausgewählten Hieroglyphen (detaillierte Zeichnung der Hieroglyphe, Auswahl von hieratischen und demotischen Formen, asführliche Erklärungen, tw. Fotos und ergänzende Informationen). Das Buch ist nicht nur sehr ausführlich, es zeichnet sich auch durch ein hervorragendes Layout und hohe Benutzerfreundlichkeit aus. Dieses Buch sollten sich auch jene, die sich im Rahmen eines Studiums mit Ägyptologie beschäftigen wollen, unbedingt besorgen.
Für jeden Ägyptologie-Interessierten absolut unentbehrlich
5 Punkte 5 von 5 Punkten
In diesem Buch werden 580 der 700 Hieroglyphen der Liste des Ägyptologen Alan Gardiner ausgewählt und durch einige Hieroglyphen aus einigen anderen Büchern ergänzt. Eine Liste am Anfang des Buches erleichtert das Auffinden, zuvor gibt es noch eine Einführung über Ursprünge und Prinzipien der Hieroglyphenschrift. Anschließend werden die ausgewählten Hieroglyphen (detaillierte Zeichnung der Hieroglyphe, Auswahl von hieratischen und demotischen Formen, asführliche Erklärungen, tw. Fotos und ergänzende Informationen). Das Buch ist nicht nur sehr ausführlich, es zeichnet sich auch durch ein hervorragendes Layout und hohe Benutzerfreundlichkeit aus. Dieses Buch sollten sich auch jene, die sich im Rahmen eines Studiums mit Ägyptologie beschäftigen wollen, unbedingt besorgen.
Komplexe Schriftzeichen-Vielfalt entschlüsselt
5 Punkte 5 von 5 Punkten
580 ägyptische Hieroglyphen:
Nach einer allgemeinen Einführung ("Mikroskosmos in Stein") in welcher der Leser so Einiges über die Entwicklung der ägyptischen Hieroglyphen erfährt, finden sich acht Kategorien (Mensch; * Gottheiten; * Welt der Tiere; * Welt d. Pflanzen; * Himmel/Erde/Wasser; * das Haus; * Stadt, * Palast, * Tempel; * Kunst u. Handwerk) in denen 580 Hieroglyphen einzeln (!) vorgestellt werden. Es gibt noch einige Dutzende mehr - um die 700 -, die in der Liste am Anfang des Buches zu finden sind und der "Gardiners" entsprechen.
Fast jeder Hieroglyphe, von diesen 580, ist eine oder eine halbe Seite gewidmet, auf dieser man sich ausführlich über das jeweilige ägypt. heilige Zeichen informieren kann, z.B. über die grafische Darstellung, über Wortsinn und Lautwert. Ich selbst finde das Buch optimal zum immer wieder Nachschlagen. Wer weiß schon immer auf Anhieb, dass das Ideogramm: ein geschlossener Kreis mit einem Stern darin, das Jenseits darstellen soll oder eine gezackte kurze Linie das Einlaut-Zeichen für den Buchstaben "n" ist !?
Eine Gliederung in die Kategorien: Einlaut-Zeichen, Mehrlautzeichen, Determinative (Deutzeichen), Ideogramme ist allerdings nicht darin zu finden, dies steht dafür in jedem Erklärungstext zur Hieroglyphe. Bereichert wird das Buch mit zahlreichen schwarz-weiß-Abbildungen sowie Glossar. Für mich ist das Buch, neben einigen anderen inzwischen unverzichtbar und ich kann's nur jedem empfehlen, der sich über altägyptische Hieroglyphen detailiert informieren möchte.
Für jeden Ägyptologie-Interessierten absolut unentbehrlich
5 Punkte 5 von 5 Punkten
In diesem Buch werden 580 der 700 Hieroglyphen der Liste des Ägyptologen Alan Gardiner ausgewählt und durch einige Hieroglyphen aus einigen anderen Büchern ergänzt. Eine Liste am Anfang des Buches erleichtert das Auffinden, zuvor gibt es noch eine Einführung über Ursprünge und Prinzipien der Hieroglyphenschrift. Anschließend werden die ausgewählten Hieroglyphen (detaillierte Zeichnung der Hieroglyphe, Auswahl von hieratischen und demotischen Formen, asführliche Erklärungen, tw. Fotos und ergänzende Informationen). Das Buch ist nicht nur sehr ausführlich, es zeichnet sich auch durch ein hervorragendes Layout und hohe Benutzerfreundlichkeit aus. Dieses Buch sollten sich auch jene, die sich im Rahmen eines Studiums mit Ägyptologie beschäftigen wollen, unbedingt besorgen.
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Produkt-Bild: Rastafari: Von Babylon nach Afrika. Geschichte, Hintergründe und Werte der Rasta-Bewegung

Rastafari: Von Babylon nach Afrika. Geschichte, Hintergründe und Werte der Rasta-Bewegung von Volker Barsch

Taschenbuch von Ventil
Angebote bei Amazon: ab EUR 9,48

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3930559978, Erscheinungsdatum: Mai 2003, Auflage: 4
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5 Kundenrezensionen:

Rastaman Vibration?
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ok - hier sind einige wohlbegründete Verisse zu lesen, trotzdem mir hat das Buch gefallen, als Einführung ist es glaube ich schon ziemlich gut geeignet und interessant geschrieben. Gut, wer Rastafaris ohnehin nur für verkiffte Zauselköpfe hält, die den ganzen Tag am Strand rumchillen und ihre Reggae-Mucke hören, wird sicher auch nicht zu diesem Buch greifen. Rastafari ist eben mehr als die beliebte Musik aus Jamaika und hat nicht immer nur mit Partymachen und guter Laune zu tun. Als richtige Religion aber vielleicht doch ein bisschen mehr als andere Religionen. Naja. Hier geht es auch um eine Lebensweise, die entstand in der Auseinandersetzung mit schwarzem Freiheitskampf, Armut und Unterdrückung, der Geschichte des schwarzen Amerika. Die Lebensweise, aber auch Musik und die bildende Kunst wird in diesem Buch vorgestellt, in geschichtlichen Zusammenhängen und auch mit (dezentem)Blick auf den Wissenschaftlichen Diskurs. Interessant und eigentlich doch recht wenig bekannt ist Rasta als Religion, keineswegs eine einheitliche Glaubensvorstellung, sondern mit vielen Wurzeln und regionalen Unterschieden, teilweise mit nach europäischem Maßstab nicht ganz pc-gemäßer Einstellung zu Frauen, aber hier wird im Buch auch eine differnzierte Sichtweise vermittelt. Orthodoxe Vorstellungen, die gar nicht dem oben skizzierten europäischen Bild vom "Rastaman" entsprechen, wie bei den Bobo-Dreads, die sich durch den Verkauf von Besen finanzieren und sich nur von wildwachsenden Pflanzen ernähren, vermitteln neue Sichtweisen. Umfangreiches Glossar zur Rasta-Symbolik, das hilft einige auch sehr populäre Lieder (z.B. von Bob Marley) besser zu verstehen - gelungene sache. Ein ganz kurzer Abriss über Rasta in Deutschland, gut das hätte man noch etwas vertiefen können, vielleicht hätte es aber auch den Rahmen gesprengt. Ein spannendes und anregendes Buch mit Tipps zum Weiterlesen und -Hören.
Bemüht aber verfehlt
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Der Versuch mußte scheitern: Über Rastafaris zu schreiben, ohne genügend Abstand zu haben. Leider hat der Autor eine gute Chance vertan. Auch die Sprache läßt zu wünschen übrig, wobei man zugute halten muß, dass es sich um eine Magisterarbeit handelt. Was - beispielsweise - beeinflußte wirklich die ersten Rastas? Ist es wirklich wichtig zu wissen, das 4 Rastas irgendwo in Afrika gesehen worden sind?
Eine Neubearbeitung mit mehr Akzeptanz und stärkeren Bezug auf englische Texte wären wünschenswert.
Stellung Beziehen, Hintergründe Verstehen
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Volker Barschs Buch Rastafari - von Babylon nach Afrika ist eine ausgesprochen fundierte (wissenschaftliche) Zusammenfassung der Rastafari-Religion. Barsch hat hier geschafft präzise die wichtigsten Informationen zum Thema zusammenzustellen. Herausgekommen ist ein Buch, das an wenigen Punkten Stellung bezieht, vor allem aber durch seine nüchterne (eben wissenschaftliche, objektive) Art das Rüstzeug zum Verständnis gibt und zur Beurteilung der diversen mit der Rastafari-Religion zusammenhängenden Phänomene und (positiven und negativen) Vorurteile beiträgt. Ein überraschendes Werk, das unerwarteter Weise eben genau diese Gratwanderung zwischen wissenschaftlicher Betrachtung und populärem Verständnis schafft. Nach der Lektüre ist man neu in der Lage, Dinge zu beurteilen, die "neue religöse Bewegung" Rastafari (das ist nach Kapitel 1 des Buches definiert) einzuschätzen und vor allem auch all die diversen Zweige / Tribes in die entsprechenden Bahnen (oder Schubladen) stecken zu können. Zum Beispiel die Unterscheide in der Integration von Frauen in die Religösität in den verschiedenen Rastafari-Organisationen wird überraschend deutlich.
Barsch hat hier seine Magisterarbeit im Fach Afrikanistik in Buchform gepackt, mit einigen guten Fotos (von Martina Markwart) geschmückt und publiziert - und es ist es Wert!
Eine sehr gute Einführung
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Barsch' Buch Rastafari ist eine sehr gute Einführung in die Thematik Rastafari. Es gibt umfassende und korrekte Überblicke über zahlreiche Themen. Wer also nicht bereits viel Wissen über diese Ansicht vom Leben und die mit ihr verbundenen Lebensweisen hat, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen.
Der Autor schreibt sehr verständlich und es gelingt ihm, den interessierten Leser in das Leben der Rastafari zu versetzen.
Umfassende Quellenangaben und Zitate moderner Herkunft erleichtern eine weitere Auseinandersetzung mit Rastafari.
Das Buch macht Lust, die Rastafari selbst kennen zu lernen oder einige Dinge im eigenen Leben umzustellen.
Die Idee ist ja nicht schlecht...
1 Punkte 1 von 5 Punkten
...aber die Umsetzung lässt sehr zu wünschen übrig. Wenn man ein Buch über die Geschichte der Rastafaris und ein fundierte Einführung in ihre sehr spezielle Religion erwartet, dann wird man doch sehr enttäuscht. Man bekommt viele Bruchstücke und Begriffe an den Kopf geworfen, ohne das man etwas damit anfangen kann. Der Text ist sehr schlecht zu lesen und manches mal auch etwas konfus geschrieben. Auf jeden Fall wirft das Buch mehr Fragen auf als es beantwortet. Ich hatte mal eine Bob Marley Biografie gelesen, der Autor hat mir nebenbei mehr Informationen über die Rastas geliefert als dieses "Fachbuch". Schade um das Papier.
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Produkt-Bild: Afrikanische Totenklage: Der Ausverkauf des Schwarzen Kontinents

Afrikanische Totenklage: Der Ausverkauf des Schwarzen Kontinents von Peter Scholl-Latour

Taschenbuch von Goldmann Verlag
Angebote bei Amazon: ab EUR 1,89

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3442152194, Erscheinungsdatum: Mai 2003
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5 Kundenrezensionen:

Ist Afrika ein Opfer der Clobalisierung ?!?
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Beinnahe ein halbes Jahrhundert nach seinem ersten großen Afrikareports Matata am Kongo" kehrt der Autor noch einmal auf den schwarzen Kontinent zurück.
Er hat die Länder des südlichen, des westlichen und Zentralafrika bereist und zeichnet ein bedrückendes Bild von Elend, Mord und Raubtierkapitalismus. Seine Eindrücke kontrastiert er mit Erinnerungen an seine erste Reise, als Afrika noch unter europäischer Kolonialherrschaft stand.
Seine traurige Erkenntnis: Die meisten Länder sind gleichsam auf dem Weg zurück in die Steinzeit. Städte sind zur Kulisse eines Alptraums geworden, Schulen und Krankenhäuser vermodern, Menschen sind entwurzelt.

Völkermord, blutige Staatsstreiche, Hungersnöte biblischen Ausmaßes, Krieg um Rohstoffe oder Kindersoldaten, die ihren Gefangenen Arme und Beine abhacken - das alles wertet Scholl-Latour als Indizien dafür, dass Afrika zu jenem Zustand zurückkehrt, den Joseph Conrad im Herz der Finsternis" beschrieben hat. Die wenigsten Europäer wagen es, sich die erschütternde und beinahe hoffnungslose Tragik dieses Kontinents einzugestehen; doch die Eindrücke, Begegnungen und Geschichten Scholl-Latour prophezeien eindringlich, dass die afrikanische Totenklage bald (oder ist schon?) bis nach Europa herüberklingen wird.

Man kann es kaum Glauben was Industrie-Staaten alles in Bewegung setzen um an die begehrte Rohstoffe zu kommen und wer daran alles verdient! Jedes Mittel ist Recht und wie heißt es im Herz der Finsternis": The horror! The horror"
Afrikanische Totenklage
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Dieses Buch sorgt für viele Kontroversen, wie man den verschiedensten Rezensionen entnehmen kann. Scholl-Latour ist sich dessen jedoch oft bewusst und zitiert an entsprechenden Stellen lieber einen weiteren (Zeit-)zeugen, anstatt allein auf seiner Meinung zu beharren. Es sei noch gesagt, dass Scholl-Latours Literatur keineswegs etwas für "Einsteiger" ist. Abgesehen von dem Gebrauch vieler fremdsprachlicher Begriffe, setzt auch der Inhalt ein gutes Basiswissen und starkes Interesse an die Länder und deren Bewohner voraus. Andernfalls vergeht dem Leser schnell die Lust am Lesen.
Der alte Mann und das Erbe von Joseph Conrad und Ernest Hemingway.
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Schon auf den ersten 5 Seiten sticht die kolonial-rassistische Grundhaltung Scholl-Latours ins Auge: die regelmäßige Benutzung von Vokabeln wie "Rasse", "Eingeborene", "Wilde mit Buschmessern", "schwarze Schützlinge", die am Ende der Kolonialzeit den christlichen Missionen überlassen wurden, dazu Zitate aus Joseph Conrads "Herz der Finsternis", eines Schriftstellers der Kolonialzeit. Zwischen Scholl-Latours Rückblenden in die späten 1950er Jahre und seiner heutigen Schreib- und Ausdrucksweise lässt sich kein Erkenntniszuwachs ausmachen. "Zu jedem Spaß bereite afrikanische Freudenmädchen" gehören für ihn zum "lebenden Inventar" der Bars.

Er beschwört eine modern-apokalyptische "Dschungel" Idee mit umherstreifenden "verwilderten Horden", "Leoparden-Menschen" (Geheimbünde, die den Kolonialherren das Leben schwer machten) und "wieder auflebendem Kannibalismus" herauf. Sich selbst überlassen sind seiner Meinung nach die Afrikaner nicht in der Lage, Ordnung zu halten und fallen zurück in die "Steinzeit" (siehe Klappentext!).

Der explizit als solcher anerkannte Völkermord in Ruanda wird von ihm mit Anführungsstrichen in Frage gestellt, also implizit als Stammesfehde interpretiert.

Immerhin benennt er vor allem wirtschaftliche Interessen der mächtigen Industrienationen als insgeheime Verursacher der Misere vieler afrikanischer Staaten. Drahtzieher hinter den Kulissen, die die Souveränität der Regierungen korrumpieren und unterminieren. Nur leider zieht er den falschen Schluss daraus: angeblich halten selbst die "Eingeborenen" die Kolonialherrschaft für das kleinere Übel. Dabei ist genau das die Ursache des Übels.

Ohne bis zum Ende zu lesen scheint mir dieses Buch nichts als ein privater Reisebericht eines alternden Abenteurers und unqualifizierten Chauvinisten mit gefährlich reaktionärem Gedankengut, auf den die Welt getrost hätte verzichten können. Leider gibt es ihn nun aber doch, und unsere heimischen Pantoffelhelden schmökern begeistert auf dem Sofa und führen sich anschließend als Afrikaexperten" auf. DAS ist der alltägliche Rassismus, dem so gut wie gar nicht beizukommen ist, weil er von Weißen Deutschen nicht als solcher erkannt wird.
Auch ein Nachschlagewerk
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Alle Bücher von Scholl-Latour sind lesenswert. Aber "Die Afrikanische Totenklage" ist eines, dem man mehr Beachtung schenken sollte. Es ist die Bestandsaufnahme der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Situation von 13 afrikanischen Staaten aus dem Jahr 2000. Scholl-Latour setzt seine Erlebnisse des Jahres 1956 dagegen und vergleicht. Sehr facettenreich, sehr lebenserfahren. Wenn man die beschriebenen Länder selbst bereist hat, kann man die Kommentare des Autors besser einordnen. Dennoch liest sich das Buch sehr kurzweilig. Ich habe es schon öfters als Nachschlagewerk genutzt, wenn es darum ging zu bestimmten Afrikastaaten nachzulesen.
mit fundiertem Wissen spannend erzählt,
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Typisch Peter Scholl-Latour, der mit seinem fundierten Wissen zum Verständnis der für Aussenstehende verworrenen Verhältnisse in Afrika wesentlich beiträgt.
Sehr zu empfehlende Lektüre, für die man sich aber Zeit nehmen sollte.
Nachdem ich wegen der Vielzahl der agierenden Personen und Volksgruppen
mehrmals zurückblättern mußte, habe ich Zettel und Papier bereitgelegt, diese mit kurzer Anmerkung notiert. Damit wurde das Lesen zu Vergnügen.
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Produkt-Bild: Geo Epoche 32/2008: Das Alte Ägypten: Das Magazin für Geschichte

Geo Epoche 32/2008: Das Alte Ägypten: Das Magazin für Geschichte von Michael Schaper

Broschiert von Gruner + Jahr AG & Co., Druck- und Verlagshaus
Angebote bei Amazon: ab EUR 3,99

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3570197832, Erscheinungsdatum: August 2008, Auflage: 1
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3 Kundenrezensionen:

Funidertes, aktuelles, anschauliches Wissen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wie fast jedes Heft aus der Reihe "Geo Epoche" ist auch Das Alte Ägypten ein interessantes, anschauchlich-informatives Magazin. Neben Überblickswissen über die alten Dynastien bietet das Magazin auch einen Sachstand zu aktuellen archeologischen Erkenntnissen. Die Journalisten und Menschen vom Fach schaffen es immer wieder nach intensivem Quellenstudium, unterhaltsame Artikel zu verfassen. Die empfohlene Literatur am Ende des Artikels ermöglichen ein weiteres Studium.
Bekanntes Thema - neue Blickwinkel
4 Punkte 4 von 5 Punkten
ACHTUNG, DIESES REZENSION BEZIEHT SICH AUF DIE AUSGABE MIT DVD:

Dies ist das zweite GEO-EPOCHE-Heft zu Ägypten. Wie das erste Heft dieser Reihe zu dem Thema (Nr. 3) gibt auch dieses einen chronologischen Abriss der Geschichte Ägyptens von der ersten Reichsgründung bis zum Tode Kleopatras allerdings mit anderen Schwerpunktsetzungen als das Vorgängerheft und auch mit Integration einiger neuerer Erkenntnisse. So können auch Besitzer des nicht mehr erhältlichen ersten Hefts dieses mit Vergnügen wahrnehmen.

Wie so oft bei der Betrachtung frühgeschichtlicher und antiker Themen sind viele Dinge noch spekulativ, worauf einige der Beiträge auch hinweisen. Bei den anderen Beiträgen müssen sich Leserinnen und Leser selbst an diesen Umstand erinnern und daran denken, dass sie hier nicht gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen haben, sondern gut informierte Spekulationen im Endeffekt also gut recherchierte historische Belletristik. Aber als solche sind die Beiträge lesenswert und interessant und die bildlichen Ergänzungen sind wie bei GEO üblich von hervorragender Qualität. Die beigefügte DVD beinhaltet zwei Dokumentationen: eine zur Entdeckung des Rosetta-Steins zur Zeit der napoleonischen Besatzung und eine über den Fund des Tutanchamun durch den Vater der modernen Archäologie, Howard Carter. Sicherlich für alle Ägyptenfreunde eine lohnende Anschaffung.
Altes Thema- neu und spannend aufbereitet
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich freue mich jedes Mal, wenn ich den Briefkasten öffne und mir eine Geo Epoche Ausgabe entgegenkommt. Diesmal sogar mit DVD, da der Verlag den Abonnenten die Ausgaben mit DVD schmackhaft machen will.
Zuerst war ich etwas skeptisch, da die Autoren das Thema von Ausgabe 3 zu wiederholen schienen. Sie verfassten aber neue Essays und Geschichten rund um die 3000jährige Geschichte dieses alten Kulturvolkes. Und die Bilderteile sind immer sehenswert.
Für mich die tiefgreifenste Erkenntnis war das Kapitel "Der velorene Tempel"(Seite 97).Die Memnon-Kolosse bewchen den Eingangsbereich des Amenophis III Palastes. Und da war ich vor acht Jahren selbst vor den Kolossen gestanden und nichts davon geahnt, dass sich dahinter einst ein wundervoller Tempel erstreckte....

Zuviel will ich jetzt auch nicht verraten.

Die DVD zeigt zwei Teile. Der erste Teil beschäftigt sich mit der Suche nach dem letzten unverserten Grabes eines Pharaos. So findet Howard Carter das Grab des Tutechamuns.
Der zweite Teil nimmt sich der Entzifferung der Hieroglyphen mittels des Rosetta Steins an und zeigt den englisch/französischen Wettlauf.
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Produkt-Bild: Die 101 wichtigsten Fragen und Antworten - Afrika

Die 101 wichtigsten Fragen und Antworten - Afrika von Asfa-Wossen Asserate

Gebundene Ausgabe von C.H. Beck
Angebote bei Amazon: ab EUR 9,75

3 Punkte.
3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3406600964, Erscheinungsdatum: Februar 2010, Auflage: 1
Zoom ± Produkt-Bild: Die 101 wichtigsten Fragen und Antworten - Afrika

Eine Kundenrezension:

eine erste Übersicht
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Das Buch erfüllt eine eigentlich unerfüllbare Aufgabe: einen Kontinent kann man nicht in 101 Fragen und Antworten erfassen. Diese Unmöglichkeit muss man aber dem Verlag und nicht dem Autor anlasten. (Der Verlag hätte auch ein klein bischen mehr Mühe beim Lektorieren aufwenden können) Der Autor hingegen schöpft aus einem großen Fundus an Kenntnissen und bringt sie geschickt und leicht lesbar ein.
Für alle Touristen, die sich wenigstens ein bischen über Kultur und Politik informieren wollen, bevor sie in eins der vielen Länder des Kontinents reisen, sei das Buch empfohlen.
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Produkt-Bild: Handschlag mit dem Teufel: Die Mitschuld der Weltgemeinschaft am Völkermord in Ruanda

Handschlag mit dem Teufel: Die Mitschuld der Weltgemeinschaft am Völkermord in Ruanda von Roméo Dallaire, Brent Beardsley

Taschenbuch von ZWEITAUSENDEINS
Angebote bei Amazon: ab EUR 8,90

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3861509067, Erscheinungsdatum: Februar 2009, Auflage: 1., Aufl.
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5 Kundenrezensionen:

Super Buch
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Super Buch welches den Glauben an die Menschlichkeit in ein ganz anderes Licht rückt.
Eine SUPER Erzählung, der man zu jeder Zeit folgen kann, Mitgefühl und mit den Betroffenen mitfühlen, sich in genau diese Situation versetzt fühlen, Gänsehaut bekommen, ...

Dieses Buch bietet das ohne Ende

Sehr zu Empfehlen
Gott hat Afrika verlassen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Es war absulut schockierent was ich in diesen Buch erfuhr. Wie die Menschen von der UNO veraten wurden, von einer Organisation die nach dem 2.Weltkrieg gegründet wurde um so etwas zu verhindern. Ich möchte nicht all zu ins Detail gehen, aber wenn mann sich für die Geschichte dieses Genozids interessiert gibt es meiner Ansicht nur zwei zuverlässiche Bücher: 1. das von Romeo Dallaire und 2. von Paul Rusesabagina. Den nur der da war und dieses Grauen überlebt hat kann davon berichten. Zum Schluß noch ein Zitat von R.Dallaire:"...des Leids, der Verstümmelung, der Vergewaltigung und des Mords an 800.000 Ruander. Dieses Drama konnte nur mit Hilfe der Mitgliedsnationen des bloß scheinbar unparteiischen Weltgremiums namens UNO vollziehen. Geführt von den USA, Frankreich und Großbritannien, unterstützte und ermutigte die UNO letztlich den Völkermord in Ruanda. Kein Geld, das sie je spenden, keine Hilfe, die sie je aufbringen wird, kann ihre Hände vom ruandischen Blut reinwaschen." Dem ist nichts hinzu zu fügen.
Erschütternd
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ein erschütterndes Buch über den Völkermord in Ruanda 1994 , geschrieben von dem kommandierenden kanadischen Befehlshaber der UN-Truppen. Erschütternd, weil die Lektorin Selbstmord begeht und der Autor zwei Suizidversuche unternimmt. Erschütternd, weil so eine Gemetzel am Ende des 20. Jahrhunderts, ähnlich wie der Krieg in Jugoslawien, zuvor als undenkbar galt, nach den Ereignissen der Shoah. Das Buch ist zunächst nüchtern in der Sprache des Militärs geschrieben. Je mehr das Geschehen voranschreitet, desto emotionaler und verzweifelter wird der Bericht. Wer je geglaubt hat, dass es eine UN-Mission organisiert und planvoll verläuft, wird eines Besseren belehrt. Da werden 50 Panzerwagen angefordert, geliefert aber nur 8, davon sind dann 5 kaputt und mit einer unverständlichen russischen Gebrauchsanweisung versehen. Man mag der Vorstellung des Autors folgen oder nicht, dass ein größeres Truppenkontingent den Völkermord verhindert hätte, aber man bleibt fassungslos bei dem geschilderten Grauen. War die Shoah einzigartig wegen des industriell abgewickelten Mordens, so ist der Völkermord in Ruanda einzigartig wegen des Umfangs, in dem eine Bevölkerungsgruppe so vollständig in den Mord einer anderen Bevölkerungsgruppe einbezogen wurde. Wobei nicht nur Tutsi durch Hutu, sondern auch gemäßigte Hutu durch radikale Hutu ermordet wurden. Nicht nur Soldaten oder Milizen mordeten, sondern Kinder auch Kinder oder Mütter mit Babys auf dem Rücken Mütter mit Babys auf dem Rücken. Erklärungsmuster bietet Dallaire nur wenig an. Da sei auf das Buch - Kollaps- von Diamond verwiesen der eine ökologische Deutung anbietet. Sehr kritisch beleuchtet Dallaire die Rolle Frankreichs und der USA. In vielen Darstellungen wird deren spätes Eingreifen als humanitäre Grosstat gewürdigt, aber sie hat den Krieg verlängert und ihn in den Kongo für viele Jahre getragen. Auch räumt DALLAIRE auf mit der Vorstellung, dass es ich bei dem geschehen in Ruanda um einen archaischen Stammeskrieg handele. Die Unterscheidung zwischen Tutsi und Hutu ist dem modernen Rassismus entsprungen, den zunächst die deutsche Kolonialverwaltung in Ostafrika und dann die Belgier verbreitet haben. Die Hetze gegen einen Teil der Bevölkerung wurde systematisch und mit modernen Mitteln, wie die des Rundfunks verbreitet. Kritisch beleuchtet DALLAIRE auch die Rolle der Tutsirebellen, die dem Völkermord an ihren eigenen Leuten aus taktischen Gründen des Machterhalts zu wenig entgegentraten. Das Buch ist sehr dick und hat manchmal etwas zu ausufernd die organisatorische Probleme der Mission beschrieben, aber das unterstreicht geradezu noch den Eindruck der Hilflosigkeit gegenüber dem Schrecken.
Großartiges Buch für Leute mit Vorwissen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dies ist ein großartiges Buch für Leute mit Vorwissen zum Thema "Völkermord in Ruanda", aber auch für Leute mit großem Interesse an diesem Thema. Eines der bewegensten Bücher, die ich je gelesen habe. Kann ich nur weiterempfehlen.
Ergreifend und tragisch
5 Punkte 5 von 5 Punkten
General a.D Roméo Dallaire schildert seine Dienstzeit für UNAMIR in Ruanda mit eindringlichen Worten, die zur Verzweiflung treiben. Nein, er zielt nicht darauf ab, den Lesern als Bürger der "Ersten Welt" ein schlechtes Gewissen für das gute Leben zu machen, welches sie hier führen. Es geht auch nicht darum, Hass auf die UNO als starres, in sich selbst uneiniges Konstrukt zu wecken. Doch um Hass geht es. Bis zu letzt. Den Hass verstehen und in Zukunft zu verhindern wissen, der Menschen dazu antreibt innerhalb von 100 Tagen 800.000 Mitbürger zu töten und die Stabilität einer ganzen Region bis heute zu erzittern. Hass erkennen, ihm entgegentreten und handeln. Sofort, angemessen und entschlossen, als Menschen der Tat und nicht der vielen Worte.

Die Erfahrungen, die General Dallaire machte, waren so dramatisch und z.T. unmenschlich, dass einem das geschriebene Wort heute noch Gänsehaut bereitet - nicht reißerisch und ohne soldatisches Pathos. Eine Empfehlung für all jene, die verstehen und nicht vergessen wollen. Nicht nur Ruanda.
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Produkt-Bild: Das alte Ägypten

Das alte Ägypten von Hermann Alexander Schlögl

Taschenbuch von Beck
Angebote bei Amazon: ab EUR 4,90

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3406480055, Erscheinungsdatum: August 2008, Auflage: 3., durchgesehene Auflage
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5 Kundenrezensionen:

3000 Jahre ägyptische Geschichte - ein gelungener Überblick
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Bücher über das alte Ägypten gibt es viele; kein Verlag, der nicht mit spektakulären Bildbänden über die Dynastien am Nil aufwartet, der nicht von ruhmreichen Pharaonen, schönen Frauen und spitzen Pyramiden berichten läßt. Dass aber auch Khume, das alte Ägypten, vor allem von realen Menschen anstelle von mystifizierten Göttersöhnen und -töchtern bewohnt und regiert wurde, steht in wenigen Büchern so kompakt wie in diesem hier. Es ist einfach erfrischend, den Blick aus dem weihrauchgeschwängerten Tempel von Isis/Hathor/Re/Amun, dessen Quersumme der Seitenlängen, multipliziert mit der Anzahl der heiligen Krokodile von Theben-West und geteilt durch die Anzahl der Pharaonenkonkubinen der 6. Dynastie das genaue Datum des Weltuntergangs prophezeit, hinauszuwenden und in diesem Buch von Hofintrigen, internationalen Konflikten, entmachteten Priesterkasten, aber auch vom Leben des einfachen Bürgers zu lesen. Djoser, Cheops, Ramses II., Echnaton, Tutanchamun, Kleopatra VII. - alle erhalten ein menschliches Gesicht...das vielleicht nicht jedem gefallen mag, denn auch diese Herrschaften waren von Machtgier getrieben.

Sehr ansprechend geschrieben, vereinigt dieses Werk die Grundzüge des geschichtlichen Abrisses einer Hochkultur, den man sich als Leser wünscht. Natürlich ist das Werk keine Einführung in die Ägyptologie und kann auf ca. 120 Seiten nicht jedes Detail erwähnen, doch wer sich einen schnellen Überblick verschaffen will, ist hier goldrichtig.

Allerdings - und daher rühren die vier Sterne - fand ich persönlich das beigefügte Kartenweg mehr als defizitär; viele Ortschaften, die offensichtlich in der Geschichte Khumes eine Rolle gespielt haben, sind darauf nicht verzeichnet, schade. Natürlich kann man sich auch diese Information in anderen Büchern beschaffen, aber wenn man das Buch z.B. abends im Bett liest, ist der große Weltatlas mitunter unpraktisch. Allerdings scheint sich dieses Problem durch viele Bände der Beck'schen Reihe zu ziehen, was den Schluss nahelegt, es könnte so in dieser Form auch vom Verlag gewollt sein.
Dennoch können auch oberflächliche Karten nicht über die Güte dieses Buches hinwegtäuschen, das ich ausdrücklich jedem empfehle, der sich die Grundzüge altägyptischer Geschichte aneignen möchte.
Für den "schnellen" Überblick wirklich gelungen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Das Taschenbuch hält was es verspricht: Altes Ägypten in komprimierter Form. Genau richtig für jene, die sich einen umfassenden ersten Überblick über diese jahrtausendealte Kultur verschaffen möchten. Klar gegliedert in zeitlicher Abfolge sind die wichtigsten Ereignisse und Höhepunkte der einzelnen Epochen beschrieben.
Außerdem auf dem neuesten Stand und gut recherchiert. und leicht zu lesen. Schwerpunkt liegt auf den Pharaonen der 3 großen Epochen: Altes, Mittleres und Neues Reich. Eine kleine Einführung in die altägyptische Kultur gleich zu Anfang rundet das ganze ab. Ich kann das Taschenbuch sehr empfehlen und möchte es in meinem Bücherregal auch nicht missen. Außerdem ist H. Schlögel ein anerkannter Ägyptologe in der Fachwelt und zudem ein guter Autor.
Entmystifiziertes Ägypten
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Ich habe mir dieses Buch mit einer großen Erwartung gekauft. Ich wollte dadurch die Zeit der Pharaonen besser und vor allem historisch kennenlernen. Dieses Buch zählt die Pharaonen (zwar chronologisch) auf, aber es gibt leider nur sehr wenig Hintergrundinfos zu jedem Pharao. Für mich hat das alte Ägypten sehr viel Mystisches. Dieses Buch vermittelt nichts Mystisches.
Daher höchstens 2 Sterne.
Kurz und knapp
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Für Leute, die nicht gerne oder viel lesen ist dieses Buch ideal.Es sind keine Bilder enthalten, aber man erhält eine überschaubare und konkrete Übersicht der kompletten antiken Geschichte Ägyptens.Für den Einstieg in die Ägyptologie ist es ebenfalls lesenswert.Kurz und knapp.
Das alte Ägypten in 3000 Jahren und einem Tag
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Der schmale Band ?Das Alte Ägypten? von Professor Hermann A. Schlögl kann mit einem ein hervorragenden Kosten / Nutzungsverhältnis aufwarten. In Siebenmeilenstiefeln durchschreitet man die Jahrhunderte und kann sich bei aufmerksamer Lektüre am Ende eines nicht übermäßig langen Tages durchaus rühmen 3000 Jahre ägyptischer Geschichte abgearbeitet zu haben. Dabei kann von Oberflächlichkeit aber gar keine Rede sein. In 5 großen Kapiteln führt Schlögl den Leser chronologisch durch die Perioden und Dynastien des alten ägyptischen Reiches. Pharaonenfamilien kommen und vergehen. Das Land am Nil bleibt bestehen.
Schlögl teilt die historischen Perioden in die üblichen Zäsuren von Altes Reich, Mittleres Reich und Neues Reich. Die Ramseszeit wird gesondert angeschlossen und es folgt noch ein Kapitel über die sehr interessante Spätzeit, in der sich Griechen, Hethiter, Perser und Römer im Land der Pharaonen tummeln und legendäre Namen wie Alexander, der Große, Cäsar, Octavian usw. sich sozusagen die Klinke in die Hand geben. So bekommt der Leser auf 140 Seiten einen Rundumschlag über die Geschichte des alten Ägyptens. Leichte Kost ist dies allerdings nicht, denn der Autor spart nicht an Namen und Daten, die einem noch unerfahrenen Ägypteninteressenten mitunter leicht verwirren und erschlagen können. Als erster Einstieg ist diese Lektüre denn also nur bedingt zu empfehlen. Zu dicht ist die Palette der Herrscher, zu gering die unterscheidenden Merkmale. Freilich kann man über vieles hinweg lesen und bei den großen Namen aufmerksamer werden. Jedenfalls hat man dann schon mal alles gehört und kann die Dynastien in etwa einordnen. Dankenswerter Weise hat Schlögl ein Kapitel zur Einführung vorangestellt, das insgesamt etwas eingängiger und zugänglicher ist. Bei einer Nilreise ist das schmale Bändchen ein idealer Begleiter, vorausgesetzt man hat darüber hinaus noch andere Lektüre über das alte Land am Nil bei sich.
Thomas Reuter
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Weißes Gold: Die außergewöhnliche Geschichte von Thomas Pellow und das Schicksal weißer Sklaven in Afrika von Giles Milton

Gebundene Ausgabe von Theiss
Angebote bei Amazon: ab EUR 14,50

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3806222479, Erscheinungsdatum: Januar 2010
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5 Kundenrezensionen:

Weißes Gold: Die außergewöhnliche Geschichte von Thomas Pellow
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Das Buch ist sehr informativ und lässt sich gut lesen.
Leider enthält es keine zeitgenössischen bildlichen Darstellungen.
Man wünschte sich auch, dass nicht nur einzelne Zitate aus entnommenen Werken verwendet werden, sondern ganze Passagen, um auch das Zeitkolorit besser erfassen zu können.
Das Buch könnte auch durch weitere Karten gewinnen.
Wenn Geschichte lebendig wird
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich habe Schwierigkeiten dieses Buch in eine Genreschublade zu stecken, es ist gut recherchiertes Sachbuch, fesselnder Abenteuerroman und zugleich auch die Biografie des elfjährigen Kabinenjungen Thomas.

1715 befand er sich mit 51 Seeleuten auf einem Schiff, dass von Piraten nach Afrika verschleppt wurde. Von Sklavenhändlern wurden die Weißen als "Weißes Gold" verkauft. Wie im Buch zu erfahren ist, erging es etwa einer Million Weißer so.

Mit dem Autor unternimmt der Leser nun eine Reise in die faszinierende Welt Sultans von Meknes, dem heutigen Marokko. Wir sind dabei wie die weißen Sklaven hungern und gefoltert werden und über ihnen ständig das Damoklesschwert der Hinrichtung schwebt.Ich ertappe mich beim lesen oft dabei wie ich mich an der Seite von Thomas wiederfinde, mit ihm mitfiebere und ihm helfen möchte. Dort wo er viele Jahre seines Lebens verbringen muss, treffen die Welten von Islam und Christentum aufeinander, so wird dieses Buch aktuell und Geschichtsreise zugleich.

Thomas ist einer der ganz wenigen für den nach Jahrzehnten eine Heimkehr möglich wird.

Ein ergreifendes Zeitdokument!
Des Sultans europäische Sklaven
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Als die Francis im Sommer 1715 ihren Heimathafen an der Küste Cornwalls verließ, ahnte keines der 52 Besatzungsmitglieder, dass die gewinnversprechende Reise nach Genua für den Großteil der Crew keine Wiederkehr mit sich bringen sollte. Erst 23 Jahre danach sollte es dem 11jährigen Kabinenjungen Thomas Pellow (dem Neffen des Kapitäns der Francis, John Pellow) gelingen den Weg zurück in die Heimat zu finden. Da hatte Pellow bereits eine faszinierende Lebensgeschichte vorzuweisen und konnte diese zu einem Bericht verarbeiten, der lange Jahre als übertrieben gehandelt wurde. Doch wie Giles Milton beweist haben die Berichte von Konsuln und Zeitgenossen Thomas Pellows dessen scheinbar unglaubliche Geschichte im Nachhinein doch bestätigt.

Somit kann Pellows Geschichte als eindrucksvoller Zeitzeugenbericht eines christlichen Sklavens in Nordafrika gesehen werden, der alle Stufen eines Sklavenlebens ertragen musste. Insgesamt dürfte sich die Zahl der einst in den Sklavenpferchen Marokkos und der Barbareskenstaaten gelandeten Europäer auf eine Million belaufen haben. Unter der Herrschaft Sultan Mulai Ismails gelang es Marokko erstmals zu vereinen und sich von den eher lose organisierten und vom Osmanischen Reich abhängigen Barbareskenstaaten abzugrenzen. Mulai Ismail benutzte seine Sklaven nicht nur zum Bau der größten Palastanlage der Welt, sondern auch als außenpolitisches Druckmittel und Verhandlungsmasse um Waffenlieferungen und Entschädigungszahlungen zu erpressen. Besonders mit der europäischen Waffenhilfe und Versprechungen der englischen Könige sie im Falle eines Waffengangs mit Spanien zu unterstützen waren es womit Mulai Ismail seine Position gegenüber der spanischen Großmacht zu stärken versuchte. Doch selbst Weltmächte die augenscheinlich die Meere beherrschten waren vor den Korsaren von Sale nicht sicher, welche im 17. Jahrhundert sogar schon englische Küsten heimgesucht hatten.

Wie diese Sklaven leben mussten verrät "Weißes Gold" ebenso wie es eine Antwort auf die Frage gibt, warum dir nordafrikanischen Piraten es gerade auf die Besatzungen und nicht die Fracht der im Mittelmeer kreuzenden Handelsschiffe abgesehen hatten. Mit menschlicher Fracht ließ sich fast bedeutend mehr verdienen als mit Truhen von Gold. Das weiße Gold machte es Mulai Ismail möglich sich derart prachtvoller Paläste zu schaffen und seiner Prunksucht zu frönen. Dabei ging er mit seinen Sklaven mehr als fahrlässig um, bei den Bauarbeiten starben ganze Bautrupps durch Unterernährung oder drakonische Strafen. Besser hatten es da scheinbar schon die an bedeutende Mitglieder des Hofstaats oder Kaufleute verkauften Sklaven, wie Thomas Pellow der sich dank seiner schnellen Auffassungsgabe zum Wächter von Mulai Ismails Harem und schließlich sogar eines Truppenführers der Renegaten-Heere emporarbeiten konnte. Doch um die Gunst des Sultans und seiner Schergen zu erlangen mussten sich Sklaven wie Pellow zur Konversion und einer öffentlichen Beschneidung bereit erklären. Selten taten sie das freiwillig, denn meist wurden sie durch Folter dazu gezwungen und waren auch nachher noch schutzlos der Willkür ihrer Herren ausgeliefert. Zudem galten die konvertierten Sklaven nun nicht mehr als Christen, weshalb sie vom Rückkauf durch Vertreter ihrer Heimatländer ausgenommen waren. Die Renegaten galten als Verräter.

Pellows Geschichte mag nur eine von vielen gewesen sein, doch sie ist mit Sicherheit eine der wendungsreichsten und erlaubt tiefe Einblicke in die Lebenswelten christliche Sklaven. Dazu kommt dass Giles Milton die Geschichte Pellows detailreich um die Hintergründe erweitert hat. So erfährt man auch von einer späten Rache der Pellows als Admiral Edward Pellew 1816 die britische Mittelmeerflotte beim Bombardement Aligers anführte und damit die Befreiung von 1000 christlichen Sklaven ermöglichte.

Nun zu Miltons Erzählung. Der britische Publizist versteht sich darauf Geschichte spannend und vor allem sehr plastisch zu erzählen, ohne dabei die historischen Fakten zu vergessen. Milton vereint eine Erzählung des persönlichen Schicksals eines Jungen und heranwachsenden Mannes mit dem von tausenden Sklaven und der Geschichte der Piraterie im Mittelmeer, speziell den Piraten von Sale.

Fazit:
Sehr plastisch und packend erzählte Geschichte.
Auf den Lehrplan!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wer soll dieses Buch lesen: Jeder, der meint, der "weiße Mann" sei universal Schuld an Ausbeutung und Intoleranz! Jeder, der meint, nur das Christentum habe sich im Mittelalter an "Andersgläubigen" versündigt! Jeder, der meint, die "blonde Bestie" müsse gebändigt werden! Jeder, der sich in (pathologischem) Selbsthass seine eigene Kultur von unseren Medien hat schlecht reden lassen! In Wahrheit sind es zuerst Europäer und Christen gewesen, die dann bis ins 18. Jh. von Mohammedanern angegriffen wurden. Versklavt, gefoltert und vernichtet durch menschenverachtende Frohn. Und warum: Aufgrund einer totalitären Gottesfiktion und Überlegenheitsideologie. "Weißes Gold" ist ein Buch, das in unsere Schulen gehört. Ein objektiver Augenöffner für Gutmenschen und andere Ahnungslose!
Weder Abenteuerroman noch Geschichtsbuch
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Was für einen "wohligen" Schauer der Untertitel ausruft: Weiße Sklaven in Afrika. Endlich sind wir Europäer Opfer und nicht Täter - Gott sei Dank weit weg - im Mittelalter. Das Material, das Giles Milton hatte, verspricht einiges: Die Tagebücher/Briefe von Thomas Pellow.
Was er daraus gemacht hat, ist für mich eine Entäuschung auf ganzer Linie. Es ist weder eine spannende Abenteuergeschichte - für Spannung braucht es mehr, als das auf jeder Seite ein paar geköpfte Sklaven und ein blutrünstiger Sultan auftauchen. Als historisches Lesebuch verfehlt es auch seinen Zweck: Den Islam des Mittelalters versteht man nach der Lektüre kein bischen besser - außer dass scheinbar ein Palast in Marokko gebaut wurde. Dann bleibt eine Biographie über - aber die historische Bedeutung des Thomas Pellow ist überschaubar.
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Produkt-Bild: Lexikon der Götter und Symbole der alten Ägypter

Lexikon der Götter und Symbole der alten Ägypter von Manfred Lurker

Broschiert von Fischer (Tb.), Frankfurt
Angebote bei Amazon: ab EUR 3,93

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3596166934, Erscheinungsdatum: April 2005, Auflage: 4
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5 Kundenrezensionen:

Kulturhistorisch wertvoll - vor allem geeignet für Schnellleser!
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Der Autor, weltbekannter Forscher auf dem Gebiet der Symbole, präsentiert ein sehr informatives, handliches Lexikon im Taschenbuchformat für ein breites Publikum. Das Lexikon stellt in kurz gefassten Erläuterungen Götter und Symbole aus dem Alten Ägypten vor, z.T. ergänzt mit einfach gehaltenen Zeichnungen.

Dieses Taschenbuch eignet sich noch heute als Einstieg in den breiten und komplexen Themenkreis der altägyptischen Götter- und Symbolwelt. Für weiterführende Studien bietet das Inhaltsverzeichnis aufschlussreiche Fachliteratur an.

1974 erstmals aufgelegt, 1987 in einer Neuausgabe veröffentlicht - dieses Lexikon spiegelt also nicht den neuesten Stand der Forschung. Die streng mythologisch-religiöse Interpretationsweise ist mit Vorsicht aufzunehmen. Sicher gibt es Symbole und Rituale, die sich heute vorteilhafter aus dem Blickwinkel einer technikorientierten Welt beurteilen lassen, wie es z.B. für den Djed-Pfeiler zutreffen könnte, dem ein technischer Bezug schwerlich abzusprechen ist.

Dennoch kann dieses handliche und preisgünstige Nachschlagewerk einem breiten Leserkreis empfohlen werden.
Wirklich nützlich.
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Als schnelles Nachschlagewerk konzipiert, erklärt dieses Buch über 350 Götter, ihnen zugeordnete Tiere und allgemeine Begriffe, die im alten Ägypten eine besondere Bedeutung besaßen. Dabei beschränkt es sich auf Bedeutung und Zusammenhänge, bei denen die Erklärungen kurz und informativ gehalten sind, ohne auszuschweifen und bietet zusätzlich kleine, anschauliche Zeichnungen zum besseren Verständnis.

Wann immer man sich wundert über einen einem unbekannten Gott oder einen seltsam bedeutsam erscheinenden Begriff (Warum z. B. wird betont, ob etwas grün oder rot ist?), oder auch nur mehr über einen einem bereits bekannten Gott erfahren möchte, findet man in diesem Buch Rat. Ich selbst habe schon unerwartet häufig darin nachgeblättert und wurde, da es wirklich recht umfassend ist, bisher nicht enttäuscht wenn ich etwas suchte.

Natürlich befasst es sich nicht so ausführlich mit den einzelnen Göttern und Begriffen, wie ein spezielles Sachbuch z. B. über Osiris dies könnte - aber darum ist es ja auch ein Lexikon geworden und kein Sachbuch. Gut geeignet zum schnellen Nachschlagen der grundlegenden Informationen erfüllt es seinen Dienst jedenfalls anstandslos und da ich im Laufe der Jahre gemerkt habe, wie nützlich und fast unentbehrlich dieses Buch doch für mich geworden ist, gebe ich auch gerne 4 Sterne dafür.

Wer jedoch bedenken hat, dass dieses nur ungefähr 250 Seiten umfassende Buch doch zu knapp gehalten ist und eigentlich auch kein Buch zum flüchtigen Nachschlagen sucht, dem möchte ich das fast 900 Seiten starke "Lexikon der ägyptischen Religionsgeschichte" von Hans Bonnet empfehlen. Das ist zwar längst nicht mehr so aktuell, aber dafür noch immer wesentlich ausführlicher und entspricht somit auch gehobenen Ansprüchen. Für einfachere Fragen wie "Wofür ist der Gott jetzt wieder gut?" und ähnliches reicht dieses Buch aber auch völlig und bietet eine kurze prägnante Antwort für alle im ägyptischen Begriff- und Götterwald Verlorengegangenen.
Dieses Buch braucht man nicht.
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Ich kann dieses Buch nicht empfehlen. Es enthält (meiner Meinung nach) einfach zuviele Fehler. So z.B. findet man das Wort "Udjat-Auge" unter Uzatauge!!! Und wo Esne in Ägypten sein soll, weiß ich auch nicht. Aber vielleicht meinte der Autor (oder der Übersetzter) auch ESNA!!! Mein Fazit: Dieses Buch kann in jedem Buchregal fehlen.
Marie Ko
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ich bin seit langem an altägyptischer Geschichte interessiert, zumal noch immer so viele Geheimnisse im Dunkel liegen. Die Möglichkeit bei amazon.de auf faire Weise an schon fundierte Literatur zu kommen, erfüllt mich mit Zufriedenheit. Die Aufteilung in diesem Buch ist sehr gut, alphabetisch geordnet, und zum schnellen Nachschlagen geeignet.
Für alle etwas!
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Das Buch erschließt auch dem nur peripher an den alten Ägyptern Interessierten die Götter und Symbole dieser untergegangenen Kultur. Dazu noch leicht verständlich, ohne umständliche Sprache und ausserordentlich gut gegliedert. Ein gutes und schnelles Nachschlagewerk für alle diejenigen unter uns, die noch ein Buch in den Händen halten wollen und dabei entspannt auf dem Sofa knozen. Insgesamt gesehen eine rasche Informationsfülle, bei der man beim "Nachschlagen" schon gerne mal lesend hängen bleibt und sich somit noch mehr Wissen auf angenehmste Art aneignet.
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Produkt-Bild: Der verschleierte Völkermord: Die Geschichte des muslimischen Sklavenhandels in Afrika

Der verschleierte Völkermord: Die Geschichte des muslimischen Sklavenhandels in Afrika von Tidiane N'Diaye

Gebundene Ausgabe von rowohlt
Angebote bei Amazon: ab EUR 15,09

3,5 Punkte.
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 349804690X, Erscheinungsdatum: März 2010
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2 Kundenrezensionen:

Gegen die Selbstzensur
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Das Einzige was man dem franko-senegalesischen Wissenschaftler Tidiane N'Diaye vorwerfen könnte ist, dass er die Zahl der versklavten Afrikaner durch Muslime möglicherweise zu hoch ansetzt.Er hat 17 Millionen verschleppte Afrikaner gezählt. Aber spielt die Zahl wirklich eine Rolle?
Er wendet sich dagegen, dass heute noch reflexartig der Sklavenhandel lediglich mit dem von Europa und Amerika aus organisierten transatlantischen Handel gleich gesetzt wird.Wollen Kritiker des Buches wirklich in Frage stellen, dass 13
Jahrhunderte (7. bis ins 21. Jahrundert) lang durch den arabomuslimischen Menschenhandel ununterbrochen mehr Afrikaner deportiert wurden als durch den transtlantischen Sklavenhandel(16.-19. Jahrhundert)?
Er bemängelt die Selbstzensur der Forscher, als wenn eine Auseinandersetzung mit dem Sklavenhandel der Araber zu einer Bagatellisierung des transatlantischen Menschenhandels führen würde.Allerdings gilt im Westen der Sklavenhandel längst
als ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.Es geht nicht darum die arabischen Staaten anzugreifen, sondern es geht um eine längst fällige Aufarbeitung eines sehr dunklen Kapitels in ihrer Geschichte.
Tidiane N'Diaye hat ein wichtiges vorgelegt in dem endlich der arabo-islamische Sklavenhandel dargestellt wird. Ein mutiges Buch, dem viele Leser zu wünschen sind.
Ohne Struktur, aber irgendwie sympathisch...
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Völkermord? Die Legaldefinition des Völkerrechts beschreibt diesen als die Absicht "eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe ganz oder teilweise zu zerstören". N'Diaye entdeckt im vorletzten Kapitel einen "wohlorganisierten Plan zur 'ethnischen Auslöschung durch Kastration'". Mit Verlaub: Das ist ausgemachter Unsinn. Und in ähnlichem Ton geht es die 178 Seiten vor dieser Bemerkung und fünfzig weitere munter drauflos. Konfus, wenig kohärent, sprachliche Diktion mangelhaft mit Fakten wie diesen: Im amerikanischen Bürgerkrieg haben mehr Menschen ihr Leben verloren "als in beiden Weltkriegen zusammen".(Seite 201) Weniger als 600.000 Tote in beiden Weltkriegen? Beinahe dürfte gelacht werden... In seinem Bemühen den "arabomuslimischen" Sklavenhandel (das Wort wird bis zur Seite 35 über 50 -im Wort: fünzig!- mal genannt) zu skizzieren, was durchaus in kräftigen Farben gelingt, wird sogar Leopold II. von Belgien als Humanist vorgeführt. Und das, weil er die arabischen Sklavenhändler konsequent bekämpft hat. Soweit so gut. Nach vorsichtigen Schätzungen hat dessen Herrschaft im Kongo jedoch zehn Millionen Menschen das Leben gekostet. Darüber wird kein Wort verloren. Die Tiraden auf die Araber und den Islam will ich hier nicht wiedergeben, die sind stellenweise an Plattheit und Tendenz nicht zu überbieten. Ich habe bis zum Ende gelesen, aller unsinnigen Wiederholungen, zum Trotz. Das Buch hat trotzdem was. Zwei Dinge: Eine kräftige Aussage und wenig Schreibfehler.
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