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Stalingrad von Antony Beevor
Broschiert von Pantheon Verlag Angebote bei Amazon: ab EUR 16,98 ISBN: 3570551342, Erscheinungsdatum: Dezember 2010
Produktbeschreibung
Ausgezeichnet mit dem Wolfson-Preis für Geschichte 1999 und dem Samuel Johnson Prize 1999 Die Geschichte des Kampfes um Stalingrad erzählt von Gefühlen, Schicksalen und letzten Spuren der Verdammten, bevor sie sterben mußten. Die Grausamkeiten des Krieges wurden in Briefen und Tagebüchern von einzelnen Soldaten festgehalten. Aus bisher verborgenen Quellen wird hier deutlich von Exekutionen berichtet. Ein Tatsachenbericht von Menschen, die immer auf das Ende des Krieges hofften. Als die sechste deutsche Armee im November 1942 von der Roten Armee in Stalingrad eingekesselt wurde und ein an Grausamkeit kaum zu überbietender Häuserkampf begann, war die kriegsentscheidende Bedeutung bald offensichtlich. Antony Beevors spannend erzählte Geschichte dieser Schlacht beleuchtet die Ereignisse aus allen relevanten Perspektiven zwischen sowjetischer und deutscher Front, Schützengraben und Etappe, Wolfsschanze und Kreml und macht den Leser zum unmittelbaren Augenzeugen. Seine Darstellung stützt sich auf die Befragung noch lebender Zeitzeugen und das Studium unzähliger Dokumente sowie Briefe und Tagebücher von Soldaten und bislang unter Verschluss gehaltener Geheimdienstunterlagen. Entstanden ist ein faktengesättigtes Standardwerk von erzählerischer Kraft und erschütternder Eindringlichkeit. Aus der Amazon.de-Redaktion?Kein Schritt zurück?, lautet Stalins unmissverständlicher Befehl Nummer 227, als die deutsche Wehrmacht in Richtung Wolga vorrückt. In der Tat brachte die Verteidigung Stalingrads für die Rotarmisten die Wende. Menschenleben zählten im ?Großen Vaterländischen Krieg? wenig. So war der ?totale Krieg?, wie ihn NS-Propagandaminister Goebbels 1943 ausrief, in Stalingrad bereits 1942 längst grausamer Alltag. Autor Antony Beevor rückt in seinem Rückblick das Leid von Soldaten und Zivilisten in den Vordergrund. Heiligabend 1942. Wehmütig singt ein deutscher Soldat das Weihnachtslied ?Oh du fröhliche?. Da schlägt eine Bombe ein und zerfetzt ihn. Insgesamt starben an der Wolga mindestens 700.000 Menschen. Die ungeheuere Zahl der Opfer spiegelt die Grausamkeit des Krieges wider. Von der sechsten Armee der Wehrmacht, die in einem erbarmungslosen Häuserkampf eingekesselt und im Februar 1943 vollends aufgerieben wurde, kehrten nur etwa 5.000 Soldaten aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück. Begonnen hatte die Schlacht um Stalingrad mit massiven Angriffen der deutschen Luftwaffe im August 1942. Die Bilder der Verwüstung erinnern an die deutschen Luftschläge auf das baskische Guernica im April 1937 oder das spätere alliierte Bombardement Dresdens im Februar 1945. Antony Beevor bringt ans Licht, was die Knochenmühle Stalingrad für viele Menschen bedeutete. Militärische Strategien und Operationen rund um den Verlauf der Schlacht werden genauso nachgezeichnet. Am Rande räumt der Autor einmal mehr mit der Auffassung auf, die Wehrmacht habe einen sauberen Krieg geführt. Vielmehr kommt die ?kollektive Verantwortung innerhalb der Wehrmachtshierarchie für Grausamkeiten gegen Juden und Zivilisten? zur Sprache.
Selten nahm das Schicksal seinen Lauf wie beim Rotarmisten Khudobkin. Totgesagt, ließ seine Mutter für ihn eine Messe halten, doch der
Soldat war nur verwundet. Ein russischer Aberglaube wiederum sagt denen ein langes Leben voraus, für die zu Lebzeiten eine Totenmesse
gehalten wird. Tatsächlich überlebte Khudobkin den Kampf um Stalingrad. Bis zum endgültigen Sieg der Roten Armee gegen
Hitler-Deutschland starben jedoch schätzungsweise zwischen 8,5 bis 13,5 Millionen seiner sowjetischen Kameraden und unzählige
Zivilisten. |
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